„Das hat er toll gemacht“

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Die Bezirksbürgermeister Reinhold Schulzki und Michael Bonmann weihten mit Ursula Thiele die Treppe ein. Foto: Bangert

Heino Thieles unermüdliches Wirken an der Werdener Ruhrtreppe gewürdigt

Der vor einem Jahr verstorbene Dr. Heino Thiele wacht auch weiterhin über „sein“ Werden. Da ist sich Ursula Thiele ganz sicher.

Sie genießt den herrlichen Ausblick aufs Wasser, schaut dann hoch: „Irgendwo da oben sitzt Heino und schaut mit einem Augenzwinkern zu.“ Der langjährige Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins wurde nun mit der Benennung der Freitreppe an der Promenade geehrt.

Der Trick mit den Leerrohren

Ursula Thiele erklärt, warum da gerade eine Illumination so treffend war: „Bei uns im Garten hat Heino überall Leerrohre verlegt, um Licht zu installieren. Da hat er dann so gerne hingeschaut.“ Den Trick mit den Leerrohren hat Thiele übrigens an der Freitreppe wiederholt. Bereits beim Bau wurden an den Sitzstufen Aussparungen angelegt, in die nun rund 50 Meter LED-Leuchtbänder eingelassen werden konnten. Mit dieser „Nacht- und Nebelaktion“ wurde Dr. Michael Bonmann „aufs Kreuz gelegt“, wie der Bezirksbürgermeister nun freimütig zugab. Die BV habe damals die Kosten gescheut, den Nutzen angezweifelt. Doch nun müsse man doch eingestehen, dass Thiele genau das Richtige veranlasst hatte: „Das hat er toll gemacht!“

Thieles Ideen wirken nach

Dr. Dietmar Rudert war ein guter Freund: „Wir lieben und schätzen das Kleinod Werden. Heino Thiele hat sich um die Sanierung der Altstadt verdient gemacht. Das Wohl der Abteistadt war sein Ein und alles.“ Viele Ideen gehen auf Heino Thiele zurück, der kleine Herr war ein großer Mann, der viel in und für Werden bewegte. Werden wieder zurück ans Wasser zu bringen, das war Thiele in insgesamt 26 Jahren Vorstandsarbeit immer ein großes Anliegen. Das gesamte Ensemble der Ruhrpromenade bietet Treidelplatz, Graffiti unter der Brücke, Freitreppe, Biergarten, E-Bike-Ladestation, Sitzbänke, Aussichtsplätze und Spielplatz-Aak auf der Brehm, bis hin zur sanierten Schleuse der Neukircher Mühle. Hier wirken Thieles Ideen besonders intensiv nach.

Aufwertung eines Schandflecks

Eine Zeitschaltuhr und Hochwasserschutz sind inklusive, finanziert wurde das Ganze durch eine Sammlung zur Beerdigung, so Ursula Thiele: „Ich wollte den vielen Menschen danken, die dies mit ihren großzügigen Spenden ermöglicht haben.“ Den Strom bezahlt Biergarten-Wirt Mali Sirin. Alfred Kleinfeldt vom Heimatverein ist dafür dankbar, mahnt jedoch angesichts der Müllberge an den Sommer-Wochenenden mehr Engagement der städtischen Entsorger an: „Da muss die EBE häufiger losmarschieren und die Abfallbehälter leeren. Das ist ihre Pflicht.“
Drei Kinder und sieben Enkel leben in Aachen, München, Manchester. Tochter Hilke kam eigens zur Feierstunde aus England angereist: „Ich bin immer wieder gerne hier in Werden. Es gibt so schöne Erinnerungen…“ Die Aufwertung des früheren Schandflecks erfreut sie besonders: „Das war ein Schmuddelecke, da hat man sich nicht gerne aufgehalten. Das ist doch jetzt richtig schön hier.“ Heino Thiele sei Dank.
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