Das neue Werdener MINT-Projekt gilt „von 5 bis volljährig“

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Tüfteln, knobeln, ausprobieren: Brückenbau macht Spaß, findet auch Petra Eickhoff (r.).
 
Starten das MINT-Projekt: Dr. Christiane Schmidt, Petra Eickhoff, Sandra Mintrop, Beate Oeljeklaus (v.l.n.r.).

Vier Frauen. Sie arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, in der Kita, der Grundschule, dem Gymnasium. Bisher: jede für sich. Ab sofort: gemeinsam! Diese vier Frauen starten eine Kooperation im „MINT“-Projekt.

Schulleiterin Dr. Christiane Schmidt weiß um die Wichtigkeit ihres Vorhabens. Ihr Mariengymnasium wird zukünftig mit anderen Werdener Bildungseinrichtungen im Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer kooperieren. Wie das aussehen wird, erläutert Petra Eickhoff, Leiterin der Grundschule an der Jacobsallee und eine der Moderatorinnen des „MINT“-Projektes: „Drei Systeme der Altersentwicklung sollen zukünftig verzahnt werden. Wir wollen die Übergänge von Elementar- über Primar- zum Sekundar-Bereich vereinfachen!“

Zwanglos reinschnuppern

Sprich: Die Kindergartenkinder lernen die Grundschule kennen, deren Schüler schnuppern schon mal ganz zwanglos ins Gymnasium rein. Die Klammer dieser Bemühungen, die Scheu vor dem Unbekannten, dem und den „Größeren“ abzubauen, bilden die Naturwissenschaften und die Technik, das „N“ und das „T“ in MINT“.
So läuft es ab: Zehntklässlerinnen des Mariengymnasiums nehmen Grundschüler des 3. und 4. Schuljahres an die Hand, erarbeiten gemeinsam technische Fragestellungen. Inhaltlicher Schwerpunkt sollen in diesem Jahr Brückenbauten sein.

Brücken bauen

In einem ersten Schritt machen also Petra Eickhoff und ihre Mitstreiter Miriam Nisch, Melanie Pausch und Thomas Hartmann die Gymnasiastinnen mit den Sachinhalten vertraut - nach erster Unsicherheit basteln die Zehntklässlerinnen darauf los, was die Brücken hergeben. Die fertigen Bauten sind allesamt beeindruckend, deren „Erbauerinnen“ entsprechend stolz auf sich.
Mittendrin Christiane Riedel-Brand vom BildungsCentrum der Wirtschaft Essen (BCW), die das Projekt unterstützt, für die Materialien sorgt: „Unglaublich, wie viel Eifer die Schülerinnen entwickeln!“

Besuch!

Am Mittwoch, 12. Juni, ist es dann soweit: Die Grundschüler besuchen die „große“ Schule Mariengymnasium und werden sich gemeinsam mit den Oberstufen-Schülerinnen an die optimale Lösung des Bauproblems „Brücke“ machen.
Der „Betreuungsschlüssel“ lautet 3:1, drei Grundschüler bekommen eine - etwa sechs Jahre ältere - MINT-Botschafterin zur Seite gestellt. Dann heißt es probieren, tüfteln, aber eben auch „kommunizieren“, so Petra Eickhoff: „Die Älteren müssen ihre Sprache vereinfachen, die Jüngeren lernen, dem ‚das Ding da‘ einen korrekten Namen zu geben.“ Das Projekt soll sich wie ein roter Faden durch die Systeme ziehen - also von den 5-Jährigen bis zum Abitur.

Die Kitas

Hier kommen Sandra Mintrop und Beate Oeljeklaus ins Spiel. In einem nächsten Schritt werden nämlich die Kinder zweier Kitas auf die kleinen „MINT-Botschafter“ treffen, die an der Jacobsallee den „Maxis“, also den Vorschulkindern, ihre erlernten Fähigkeiten weiter geben.
Beate Oeljeklaus von der St. Kamillus-Kita freut sich schon: „Die Kleinen sind schon ganz gespannt auf die Großen!“ Sandra Mintrop kann da nur nicken, auch ihre Kinder der Jona-Kita sind bereits Feuer und Flamme.
Und hinterher werden Alle wissen, was ein stabiles Dreieck ist, wer Leonardo da Vinci war - und dass auch er Brücken baute.
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