Der Schall, der kann‘s! Schule an der Jacobsallee empfängt kleine Wissenschaftler

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OB Reinhard Paß (r.) besucht mit Professor Stefan Heinemann die Heidhauser Nachwuchs-Forscher. Auch Schulrätin Brigitte Klöckner-Hartstock (l.) und Schulleiterin Petra Eickhoff staunen über den Experimentier-Eifer der jungen Physiker. (Foto: Stadt Essen / Prengel)
 
Professor Stefan Heinemann intoniert „Let it be“! (Foto: Stadt Essen / Prengel)

„Hallo. Kannst Du mich verstehen?“ Ein Nicken. „Wie heißt Du denn?“ Ein wenig schüchtern kommt die Antwort: „Ich bin der Max-i-mi-li-an!“ Süß. Ob der kleine Kerl weiß, wen er da an der Strippe hat?

Oberbürgermeister Reinhard Paß! Solch einen heißen Draht zum Essener OB hat nicht jeder. Ein Schnurtelefon funktioniert nämlich nicht nur in Büchern wie etwa „Wir Kinder aus Bullerbü“, sondern auch in echt.
Daneben steht Petra Eickhoff und strahlt. Die Leiterin der Heidhauser Grundschule an der Jacobsallee hat eingeladen: den OB, die Berichterstatter, aber vor allem Beate Oeljeklaus und ihre „Maxis“, die Vorschulkinder der Kita St.Kamillus.
Brav in Zweierreihen sind sie die paar Meter von der Barkhoven- an die Jacobsallee getrabt, nun lernen sie die Wunder der Physik und ganz nebenbei ein wachechtes Stadtoberhaupt kennen.
Der „Chef von Essen“ - so haben es die Kinder verstanden - erfreut sich an diesem Vormittag. Das sieht man seiner entspannten Miene an. Mal nicht so ein anstrengender Termin mit steifem Protokoll, sondern Spaß an der spürbaren Freude der Kinder an der Naturwissenschaft. In diesem Fall am Schall!
Petra Eickhoff fragt in die Runde: „Wie kommt der Klang der Gitarre in unsere Ohren?“ Große Fragezeichen in den Gesichtern der Kita-Kinder. Später werden sie’s wissen. Denn heute besuchen sie die „Großen“ in der Grundschule. Und erleben Spannendes.

MINT-Botschafter

So läuft das Prinzip der „MINT-Botschafter“ ab: Zehntklässlerinnen des Mariengymnasiums nehmen Grundschüler des 3. und 4. Schuljahres unter ihre Fittiche, die Grundschüler geben dann ihr Wissen an die Vorschulkinder weiter. Themen können „Bauen und Konstruieren“ oder „Brückenbau, Schwimmen und Sinken“ sein, oder eben „Schall“.
Die Kindergartenkinder lernen so die Grundschule kennen, deren Schüler schnuppern schon mal ganz zwanglos ins Gymnasium rein. Die Klammer dieser Bemühungen, die Scheu vor dem Unbekannten, dem und den „Größeren“ abzubauen, bilden die Naturwissenschaften und die Technik, das „N“ und das „T“ in MINT“.

Gummigitarre

In kleinen Gruppen wird probiert und gestaunt: Ob sie eine Stimmgabel anschlagen und dann in Wasser tauchen, einen Luftballon zum Vibrieren bringen, das „Treppengeländertelephon“, die „Gummigitarre“, den „Wundertisch“ oder die „Löffelglocke“ ausprobieren, die Kleinen sind eifrig dabei, die erstaunlichen Phänomene zu ergründen. Und die Großen ebenso engagiert, ihren „Schülern“ die Geheimnisse des Schalls näher zu bringen.
Zum Abschluss der Stuhlkreis. Petra Eickhoff fragt wieder: „So, ihr eifrigen Forscher. Was denkt ihr nun, wie kommt der Klang der Gitarre in unsere Ohren?“ Ha! Das wissen sie jetzt aber, die kleinen Physiker! „Der Schall geht durch die Knochen!“ „Der Schall wandert!“ „Der Schall ist aus Luft!“ Alles schon ganz richtig, findet Petra Eickhoff: „Da seid ihr auf der richtigen Spur!“ Der Schall kann sich durch die Luft bewegen und zwar in alle Richtungen.

Die Schallkanone

Zum Beispiel bei der „Schallkanone“ eine Kerzenflamme auslöschen. Einer der „Maxis“ traut sich, nimmt den Schlegel in die Hand, klopft auf die Trommel, das Licht geht aus. Es hat geklappt. Stürmischer Applaus für den Künstler! Ein Gitarrentrio spielt noch die neuesten Hits, der OB findet‘s gut: „Schall ist was Schönes“. Er und die Kleinen werden verabschiedet: „Schön, dass wir uns kennengelernt haben!“

"Let it be"

Dann schnappt sich Professor Stefan Heinemann vom „BildungsCentrum der Wirtschaft“, unterstützend am MINT-Netzwerk Essen beteiligt, die Klampfe und intoniert mit Inbrunst die Beatles. „Let it be“! Petra Eickhoff schmettert mit, der OB wippt mit dem Fuß.
Und denkt dabei über eine Sparmöglichkeit nach: Schnurtelefone auf den Rathausfluren?
Ja, das hätte was!
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