Ein Bummel durch die Altstadt

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Herbstliches Werden mit Stoff- und Tuchmarkt und verkaufsoffenem Sonntag war der Renner


Es ist schön, wenn unermüdlicher Einsatz belohnt wird. Der Werdener Werbering richtet nun schon seit 2005 zum Ende des Sommers hin „Herbstliches Werden“ aus. In reicher Vielfalt wurden Nähwütige, an Produkten aus ökologischer Erzeugung Interessierte und nicht zuletzt die kleinen und ja, auch die „ewigen“ Kinder angesprochen. Hinterher fragte man sich: „War es jemals so voll in Werden?“

Werbering-Vorsitzender Andreas Göbel und sein Geschäftsführer Rolf Sachtleben jedenfalls haben offensichtlich einen heißen Draht zu Ortsheiligen. Ludgerus nahm traditionell Rücksprache mit Petrus und gönnte seinen Werdenern und ihren Gästen aus nah und ziemlich fern ziemlich beste Bedingungen. Das Wetter war exakt auf den Punkt temperiert: Trocken, doch nicht so heiß wie in den Vorwochen, einfach ideal zum Bummeln durch die Altstadt.
Auf dem Stoff- und Tuchmarkt dominieren traditionell die dunkleren Töne, schließlich benötigt die Herbst- und Winterkollektion eine Auffrischung durch Selbstgenähtes in den gedeckten Farben der Jahreszeit. Doch quietschbunte Stoffe, besonders Tierprints, sogar in 3D-Optik, zauberten immer wieder Glanzlichter in das riesige Angebot. Die 100 Stände der fliegenden Händler auf dem Schulhof an der Joseph-Breuer-Straße waren umlagert, Stoffe pro Meter, Kurzwaren wie Reißverschlüsse und Knöpfe gingen über die Ladentheke. So manches Schmunzeln ermöglichte das Schild „Bündchen“: Nein, es war nicht das brasilianische Supermodel Gisele gemeint...Auch „Stöffchen to go“ spielte mit dem Wortwitz und bot entsprechend Fröhliches.

Verführerische Auslagen

Der Bauernmarkt erstreckt sich über viele Plätze und Straßen. Ein paar Meter weiter in der Hufergasse begann die Bummelmeile mit verkaufsoffenem Sonntag, die Werdener Geschäfte hatten sich fein gemacht, luden mit ihren verführerischen Auslagen ein. Auf dem Hof der Post konnte ein Päuschen zum Verschnaufen mit einem kulinarischen Abstecher gekrönt werden. Es durfte geschlemmt werden, deutsche oder französische Küche, gerne auch ein wenig rustikaler, passend zur Jahreszeit, frisch und absolut unwiderstehlich duftend.
Am Ludgerusbrunnen wartete schon der „Bärlauch-Mann“, die Schlange am Eiscafe war lang, auch die beim natürlichen Futter für Tiere. Vor dem Rathaus strahlte der Herbst schon mit ganzer Kraft. Die Fischlaker Bauern Huesgen und Maas sowie Landwirt Weber aus Schuir ließen tief in ihr Repertoire blicken. Natürlich durfte der mit farbenfrohen Kürbissen beladene Wagen nicht fehlen, Leckereien für jeden Geschmack luden zum Verweilen, auch hier wurde das Angebot nur zu gerne angenommen.

Landluft und Stroh

Der Duft von Landluft und „verdächtiges“ Stroh im Durchgang zog die Besucher von der Brückstraße in den Innenhof des Rathauses. Beim Anblick der dort versammelten Menagerie wurde jeder Tierliebhaber schwach. Ein ländlicher Streichelzoo. Eventuell sah so manches Kleinkind zum ersten Mal in seinem Leben „live“ die dort versammelten Bauernhof-Bewohner. Allerliebst die beiden erst einige Tage alten Kälber. Eng schmiegten sie sich aneinander, doch ihre Wege werden sich trennen: Während „Don Vito“ als Mastbulle in die weite Welt zieht, erwartet „Jutta“ ein geruhsames Leben als Milchkuh auf dem Mittelhammshof. Direkt nebenan beschnupperte „Limone“ die Menschen. Sie ist bereits dreifache Mutter, wieder tragend. So eine Kuh erreicht eine Lebensleistung von rund 18.000 Litern Milch. Beeindruckend.
Die Miniponys würden wirklich unter den Tisch passen, Gänse und Truthähne zeigten sich durchaus interessiert an den Besuchern, während die Schweine eher mit Siesta beschäftigt waren.
So ließen sich einige schöne Stunden verbringen, die Besucher nutzten ausgiebig die Möglichkeiten der Abteistadt. Und irgendwo daoben schmunzelte Ludgerus und freute sich über sein Werden.
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