Ein Held ohne Starallüren

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Dr. Werner Strahl aus Werden ist ein echter Held des Alltags, unerschrocken hilft er den Ärmsten der Armen

Zum Glück gibt es viele Menschen, die ihre Arbeit dem Wohle anderer widmen. Aber kaum jemand setzt dabei sein eigenes Leben aufs Spiel. Dr. Werner Strahl aus Werden schon, denn der pensionierte Kinderarzt kämpft an forderster Front für humanitäre Hilfe in Kriegs- und Katastrophengebieten. Kürzlich war der Vorsitzende der Hilfsorganisation „Cap Anamur“ in Sierra Leone, mitten im Ebola-Horror.

Still, höflich und sehr sympathisch: Dr. Werner Strahl macht um seine Person kein großes Aufsehen.
Dabei hätte der pensionierte Kinderarzt aus Werden wirklich allen Grund dazu. Immerhin kämpft er seit über 30 Jahren mit seinen Mitstreitern von der Hilfsorganisation Cap Anamur für Menschen in Kriegs- und Katastrophengebieten in aller Welt.
Aus aktuell traurigem Anlass liegt sein Hauptaugenmerk zurzeit auf Westafrika, wo die Ebola-Epidemie bislang schon mehr als 4.000 Tote forderte. Schlimm ist die Lage in Freetown, der Landeshauptstadt von Sierra Leone, wo die Hilfsorganisation ein Kinderkrankenhaus aufgebaut hat.
Da der Betrieb inmitten der Katastrophe mehr als schwierig aufrecht zu erhalten ist, reiste Dr. Werner Strahl vor einigen Wochen selbst nach Freetwon, um sich ein eigenes Bild von der Lage vor Ort zu machen. Gefährdet war er dabei auch: Aufgrund der mangelnden Schutzvorkehrungen - es gab und gibt kaum Isolationsmöglichkeiten für Erkrankte- stecken sich immer noch jeden Tag etliche Menschen mit der tödlichen Krankheit an, beispiellos sind auch viele Ärzte und Helfer betroffen.
„Noch nie bin ich von einer Reise so bedrückt wiedergekommen“, erzählt der Familienvater und fünffache Opa. Werner Strahl musste mitansehen, wie in dem aufstrebenden Ort, den er in der Vergangenheit so gerne besucht hatte, das Chaos ausbrach und das soziale Leben sowie das Gesundheitssystem total zusammenbrach. Wieder zurück in seiner Heimat (und glücklicherweise gesund), versucht der ehemalige Kinderarzt unermüdlich auf das Schicksal der Menschen in Westafrika aufmerksam zu machen, gibt unzählige Interviews für Zeitung, Fernsehen und Radio.
Darüber hinaus sucht er freiwillige Helfer, die die Arbeit von Cap Anamur in Westafrika unterstützen möchten. „Wir suchen besonders Mitarbeiter fürs Labor, denn zurzeit gibt es nur drei Labore im ganzen Land. Ein einfacher Test auf Ebola, der normalerweise in vier Stunden vorliegen würde, dauert zurzeit zehn Tage“, unterstreicht Dr. Strahl. Zehn Tage, in denen potentiell Erkrankte aufwändig isoliert werden müssen und den Platz für andere Menschen belegen.
Ob er selbst in nächster Zeit noch einmal nach Freetown fahren wird? „Man muss immer schauen, wo man am meisten gebraucht wird. Es kann schon sein, dass ich bald wieder fahren werde“, so der Werdener. Wer die Arbeit von Dr. Strahl unterstützen möchtefindet weitere Informationen im Netz unter www.cap-anamur.org
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Renate Fröhlich aus Essen-Kettwig | 01.12.2014 | 08:28  
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