Ein närrisches Zeichen setzen

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In so prächtiger Karnevalsstimmung möchten wir das Abteistädtchen weiterhin sehen. Foto: Archiv
 
Lachyogi Willi Hagemann lädt am Sonntag zum lachenden Wandern für den Bollerwagenzug. Foto: Henschke

Der traditionelle 39. Bollerwagenzug durch Werden kann kommen

Nun dauert es nicht mehr lange und der traditionelle närrische Bollerwagenzug schlängelt sich durch die Werdener Altstadt. Einiges muss sich ändern, das verschärfte Sicherheitskonzept der Stadt zeigt Wirkung.

Die Veranstalter Anja Kirchhoff und Ulf Korten werben bei den betroffenen Anwohnern um Verständnis: „Es ist ja für alle das erste Mal, dass die Veranstaltung so organisiert wird. Trotz der neu zu erfüllenden Voraussetzungen dient das Engagement aller der Fortsetzung dieser Brauchtums-Veranstaltung. Umso mehr bitten wir deshalb um Beachtung und hoffen, dass möglichst kein Auto am Sonntagmorgen abgeschleppt werden muss. Die großen und kleinen Besucher am Straßenrand möchten wir nochmals bitten, für das Sammeln der Kamelle auf Rucksäcke und große Taschen zu verzichten. Statt Plastiktüten sollen die Kinder lieber Stoff- oder Jutebeutel in die Hand nehmen. Damit können wir Werdener Jecken am Straßenrand ein spontanes Zeichen zum Thema ‚Essen - grüne Hauptstadt Europas 2017‘ setzen. Ausdrücklich möchten wir uns bei der Stadt Essen und allen weiteren im Vorfeld Beteiligten für die gute und faire Zusammenarbeit bedanken.“

Ab 8 Uhr wird abgeschleppt

Die aus den Vorjahren bekannte Zugstrecke führt vom Startpunkt Einmündung Dückerstraße über Heck-, Joseph-Breuer Straße, Hufergasse, Grafenstraße, Heckstraße zum Rathaus. Voraussichtlich am 21. Februar erfolgt das Aufstellen der Parkverbotsschilder entlang der beim Bollerwagenzug betroffenen Straßenabschnitte. Am Sonntagmorgen wird das Ordnungsamt ab 8 Uhr alle dann noch an der Zugstrecke stehenden Fahrzeuge abschleppen müssen. Die Ordner nehmen ab 9.30 Uhr an den Absperrungen ihre Posten ein. Um 10 Uhr erfolgt die Komplettsperrung der Zugstrecke für den Autoverkehr. Dann sind keine Abbiegung von der Brück- in die Heckstraße und von der Dücker- in die Heckstraße mehr möglich, ebenfalls ist die Joseph-Breuer Straße ab Einmündung Hufergasse gesperrt. Die Parkplätze auf dem Abschnitt der Heckstraße von Pelikanbrunnen bis Einmündung Joseph- Breuer Straße bleiben nutzbar. Aber durch die Straßenabsperrung ist eine Ausfahrt ab zehn Uhr bis zur Aufhebung der Sperrung nicht möglich. Gleiches gilt für den Parkplatz an der Joseph-Breuer Straße, auch hier ist durch Absperrungen keine Ein- und Ausfahrt mehr möglich. Die rechte Fahrspur der Brückstraße ist zwischen Bushaltestelle Werdener Markt und Fußgängerampel am Rathaus gesperrt. Ebenfalls gesperrt ist die rechte Abbiegespur am Ludgerusbrunnen in Richtung Heckstraße. Wann die einzelnen Sperrungen an den betroffenen Straßen nach dem Zug aufgehoben werden, wird die Polizei je nach Situation entscheiden.

Lachendes Wandern für den Zug

Der Verein der Freunde und Förderer des Werdener Bollerwagenzuges konnte bereits erste Gelder sammeln. Großzügige Spenden sind eingetrudelt, von Geschäftswelt, einem Werdener Politiker, Vereinen und privat. Der Förderverein selbst ist auf Facebook unter „www.facebook.com/FFWBollerwagenzug“ zu erreichen.
Willi Hagemann ist 2. Vorsitzender des Fördervereins und passionierter Lachyoga-Trainer. Er möchte sich am Sonntag, 19. Februar, um 11.11 Uhr auf der Brehminsel mit lachenden Wanderern treffen. Nach kurzer Erläuterung der positiven Effekte von Lachyoga wie den Ausstoß von Glückshormonen und Stärkung des Immunsystems geht es auf närrische Lach-Wanderschaft. Die Route führt übers Hardenbergufer nach Fischlaken und wieder zurück. Hagemann lädt ein: „Jeden, der sich gesund fühlt und zwei Stunden Bewegung an der frischen Luft schätzt. Während des Wanderns machen wir Pausen, wo dann herzhaft gelacht wird. Strammes Wandern ist an diesem Tag nicht angesagt. Wir sind kein Leistungskurs Sport, sondern haben Spaß an der Freud. Es können auch Nordic Walking Stöcke mitgenommen werden. Es ist keine offizielle Veranstaltung, jeder für sich selbst verantwortlich. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos, aber am Schluss lassen wir den Hut kreisen und würden uns sehr über eine Spende für den Bollerwagenumzug freuen.“

Am Schmacksonntag

Der 19. liegt genau eine Woche vor dem Karnevalssonntag. Da klingelt es bei den älteren Werdenern: Früher hieß dieser ganz besondere Tag im Städtchen „Schmacksonntag“. Ein uralter Brauch, als es noch Brauereien in Werden gab, wurde zu Karneval ein besonderes Bier gebraut. Am traditionellen „Schmacksonntag“ war dann erster Fassanstich und Bierprobe. „Geschmackt“ hat es immer sehr, vielen Narren sogar zu sehr. Willi Hagemann ist beileibe kein Kostverächter, aber in der Sache bestimmt: „Natürlich gibt es während des Ereignisses keinen Alkohol. Aber ich werde mich bemühen, dass die wandernden Lacher auch ohne Bierchen lustig sein können. Nach unserer Wanderung kann man ja immer noch gemütlich einkehren.“
Falls es stark regnen sollte? Hagemann hat einen Plan B, am Treidelplatz unter der Brücke ist man geschützt vor dem Regen und hat eine sehr gute Akustik: „Dort schallt das Lachen besonders stark!“

Schnell noch anmelden

Sollte es noch Teilnehmer und Gruppen geben, die sich noch nicht bei Veranstalterin Anja Kirchhoff gemeldet haben, können sie dies bis Sonntag, 19. Februar, noch ganz kurzfristig unter kirchhoff-anja@t-online.de nachholen.
Reinhard Viehausen sucht noch zusätzliche Streckenordner. Über 18 Jahre alt und vor allem standfest sollten sie sein, immerhin beginnt der „Dienst“ um 9.30 Uhr und endet erst nach dem Zug. Wer mitmachen möchte, kann sich unter r.viehausen@gmail.com melden.
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