Gegen den Bewegungsmangel

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Erster Spatenstich für den Bewegungsparcours im Löwental mit Dr. Christoph Naber, Dr. Oliver Bruder, Dr. Michael Bonmann, Daniela Rittkowski, Kristian Schäfer und Tochter Klara. Foto: Bangert
 
Die Kinder hatten großen Spaß auf der Hüpfburg. Foto: Bangert

Erster Spatenstich für den Street Workout Park und Spielplatzfest am alten Strandbad Löwental


Bereits jedes dritte Essener Kind im Alter zwischen sechs und sieben Jahren leidet unter Koordinationsstörungen, jedes fünfte Kind unserer Stadt ist übergewichtig. Zu diesen erschreckenden Ergebnissen kam eine Studie des Kinder- und Jugenddienstes des Essener Gesundheitsamtes. Wesentliche Ursachen sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel.

Im alten Strandbad Löwental wird nun etwas dagegen getan. Einerseits wurde der bestehende alte Kinderspielplatz durch neue Geräte aufgewertet, die Spielplatzpatenschaft von Kristian Schäfer sorgt für bessere soziale Kontrolle, auch für eine Reinhaltung des Geländes, leider ein schwieriges Thema nicht nur im Löwental. Das Spielplatzfest war eine runde Sache, mit Spielmobil des Kinderschutzbundes, Hüpfburg, Kinderschminken, Bewegungsbaustelle. Die Jugendfeuerwehr war da, es gab Wasser, Obst, Kaffee und Kuchen, auch wurde gegrillt.

Spielplatz für Erwachsene

In Blickweite des Kinderspielplatzes am Ruhrufer entsteht nun ein „Spielplatz für Erwachsene“. Auch hier wird gegen den Bewegungsmangel gearbeitet. Das Contilia Herz- und Gefäßzentrum hat die Sozialinitiative „1.000 Herzen für Essen“ ins Leben gerufen. Die Initiative dient der Förderung selbstmotivierter Bewegung von Kindern und Jugendlichen durch Aufklärung und wirtschaftliche Unterstützung. Sie fördert Projekte im gesamten Essener Stadtgebiet, die Kinder und Jugendliche zu gemeinschaftlicher Bewegung und sportlicher Betätigung anregen. Auf Initiative der Essener Contilia Gruppe waren unter dem Motto „Herz-Kreislauf“ alle Sportbegeisterten aufgerufen, etwas für ihr eigenes und das Herz anderer zu tun. 10.000 Euro aus den Startgeldern gingen zugunsten des Projektes „Street Workout Park“ im Löwental: Ein Mehr-Generationen-Bewegungspark für freies Fitness-Training. Dieses Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht ist funktionell und kreativ zugleich und findet mit Klimmzugstangen, Barren und Hangelleitern statt. Von einfachen Übungen wie Liegestütz bis hin zu einarmigen Klimmzügen ist alles dabei.

Erster Spatenstich

Genau der Anspruch, den „1.000 Herzen für Essen“ hat. Dr. Oliver Bruder und Dr. Christoph Naber, beide Chefärzte der Klinik für Kardiologie und Angiologie im Elisabeth-Krankenhaus, freuten sich daher sehr, dass es nun zum ersten Spatenstich kommen konnte. Ihnen zur Seite standen Daniela Rittkowski und Dr. Michael Bonmann von der Bezirksvertretung. Die BV IX hatte in zwei Tranchen insgesamt 15.000 Euro für den Street Workout Park in Werden zugesagt. Bezirksbürgermeister Bonmann lobte die Initiative: „Ich bin begeistert vom Engagement. Beachtlich, was Kristian Schäfer und seine Mitstreiter trotz aller Schwierigkeiten geschafft haben. Mein spezieller Dank geht an Daniela Rittkowski, die diese Anlage gegen alle Widerstände durchgesetzt hat. Ich freue mich schon auf die Eröffnung im Herbst.“

Feuer und Flamme

Die Jugendbeauftragte Daniela Rittkowski war von Beginn an Feuer und Flamme für den Plan, Werden in Bewegung zu bringen. Gemeinsam mit Daniel Behmenburg, Chef der SPD-Fraktion, testete sie die bestehende Anlage im Grugapark auf Herz und Nieren. Gemeinsam mit dem Team von „Calisthenics Ruhrpott“ quälten sich die beiden Jungpolitiker zwei Stunden lang. Behmenburg war begeistert: „Wir haben die Investition allgemein, auch in dieser Höhe, kritisch gesehen. Doch der Street Workout Park wird eine gute Investition, ich hoffe, dass die Anlage in unserem Bezirk ebenso gut angenommen wird. Nur der Muskelkater…“ Ähnlich empfand Daniela Rittkowski, ist regelmäßig mit von der Partie: „Im Grugapark habe ich Blut geleckt. Es ist schon sehr anstrengend, aber es bringt was. Es ist ja auch für Anfänger möglich, zum Beispiel gibt es elastische Bänder, um Klimmzüge zu erleichtern.“
Im Gehen fragt Kardiologe Dr. Bruder noch nach dem Hersteller der Geräte. Doppelbarren, „Monkey Bars“ und vertikale Leiter von Kenguru Pro wurden bei Baristi Workout bestellt: „So etwas brauche ich auch für meinen Garten!“
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