Guten Tag! Kinderaugen

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Ich blicke in leere, müde Kinderaugen und sehe Angst. Vier Flüchtlingskinder sind morgens um 6 Uhr abgeholt und abtransportiert worden. Abgeschoben. Raus aus Deutschland.

Die Übriggebliebenen fragen: „Wo sind unsere Freunde? Sind wir die nächsten?“ Diese Augen... Ich muss einen Kommentar verfassen, Worte finden, wo es eigentlich keine mehr gibt. Wo man ohnmächtig schweigen müsste. Aber eine leere Zeitung? Undenkbar.

Journalist? Manchmal ein Scheiß-Job.

Sorgen weggespielt

Wieder Löwental, nur drei Tage später. Ein tolles Grundschulturnier in der Halle, mit großem Eifer sind die jungen Damen und die kleinen Kerle bei der Sache, die Fans feuern sie an, brüllen sich die Seele aus dem Leib. Draußen ein schönes Spielfest. Mittendrin unsere kleinen Freunde aus dem Flüchtlingsheim. Sie spielen, sie lachen. Besonders die Hula-Hoop-Reifen und die Stelzen haben es ihnen angetan. Zumindest für zwei Stunden sind die Sorgen weggespielt. Najibullah sagt noch: „Wir laden sie auch zu unserem Spielplatzfest ein!“

Ich stehe da mit meinem Block, blicke in glückliche Kinderaugen und notiere meine Eindrücke.

Journalist - was für ein Traumjob!
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2 Kommentare
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Melanie Busche aus Menden (Sauerland) | 28.04.2015 | 05:39  
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 29.04.2015 | 18:23  
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