„Platz satt“ für die Kinder

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Ulrich Leggereit vom Diakoniewerk spricht, die Kinder lauschen seinen Worten. Foto: Bangert
 
Die großzügige Außenfläche ist noch nicht ganz fertiggestellt. Foto: Bangert

Die Kita „Pusteblume“ an der Heckstraße wurde nun auch offiziell eingeweiht

Mit Gesang und lobenden Worten wurde die Kindertagesstätte „Pusteblume“ nun auch offiziell eröffnet. Eingezogen waren die Kinder bereits am 2. Mai.

Im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier stellte die „Pusteblume“ jetzt ihre neuen Räumlichkeiten in der Heckstraße vor. Die Kinder hatten zuerst das Wort und sangen ihren Gästen lauthals vor: „Erzähl mir Geschichten“. In einigen Grußworten wurde herausgestellt, wie froh man über die Fertigstellung des rund 2,3 Millionen teuren Gebäudes ist. Denn hier wurden nach langer Vorbereitungs- und Bauphase die beiden Kitas der evangelischen Kirchengemeinde und des Evangelischen Krankenhauses nun in einer Einrichtung unter der Trägerschaft des Diakoniewerks Essen zusammengeführt. Ab dem Kindergartenjahr 2017 / 2018 werden in den großzügigen Räumlichkeiten insgesamt 99 Kinder von vier Monaten bis zum Schulalter betreut. Ulrich Leggereit vom Diakoniewerk hielt fest: „Ein afrikanisches Sprichwort sagt ‚It takes a village to raise a child‘. Auch hier brauchte es fast das ganze Dorf, um die Kita zu stemmen.“ Bürgermeister Rudolf Jelinek übermittelte Grüße der Stadt und unterstrich die hohe Bedeutung der „Pusteblume“ für Kinder und Eltern im Stadtteil: „Essen möchte eine Großstadt für Kinder sein und fördert daher die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Auch Pfarrer Oliver Ruoss und Klinikleiter Peter Maraun waren sich einig: „Es hat sich gelohnt, eine tolle Kita ist entstanden.“

Hell und freundlich

Kita-Leiterin Simone Findt und ihr Team haben sich schon gut eingerichtet in den fast tausend Quadratmetern Nutzfläche: „Es ist noch nicht alles fertig, aber da arbeiten wir dran.“ Die überaus großzügige Gestaltung und die helle und freundliche Atmosphäre bieten sowohl für die Kinder, als auch für die Mitarbeitenden beste Voraussetzungen. Das Gebäude ist komplett barrierefrei und wurde mit Blick auf die Krabbelkinder mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Nicht zuletzt ist viel, sogar sehr viel Raum für die Bewegung: „Das ist so wichtig für die Kinder. Wir haben Platz satt - den nutzen wir auch aus. Schon im Eingangsbereich gibt es Bewegungsfelder, der Außenbereich kann ganz toll genutzt werden. Wir haben sogar eine Rennstrecke rund ums Haus.“
Für die Pusteblume wurde ein halboffenes Konzept gewählt. Simone Findt erklärt die Vorzüge: „Eine gelungene Mischform. Einerseits haben wir auf Gruppenebene die ganz wichtigen festen Bezugspersonen. Andererseits ermöglichen wir aber auch übergreifende Angebote, bei denen über den Tellerrand geschaut wird. Diese Flexibilität zeichnet uns aus, finde ich. So verstärken wir soziales Lernen und es finden sich auch gruppenübergreifende Freundschaften.“ Eine Kinderkonferenz bespricht und entscheidet, die kleinen Leute können mitreden und mitgestalten: „Die Kinder haben oft ganz eigene Vorstellungen vor Regeln. Da wollte einer jedweden Streit verbieten. Doch wir wünschen uns, dass Meinungsverschiedenheiten zugelassen werden. Da müssen natürlich gemeinsam Lösungsmöglichkeiten gefunden werden.“ Selbstständigkeit, Frusttoleranz, Emotionen erkennen und auch äußern lernen, die Pusteblume hat sich viel auf die Fahne geschrieben.

Die Schnecken-Gruppe

Die Umstrukturierung der Gruppen wurde bereits weitgehend durchgeführt, zu den bisherigen kommt ab August als fünfte die Schnecken-Gruppe hinzu. Deren Kinder werden schon jetzt zum „Probespielen“ eingeladen. Der Einstieg in die Kita ist nämlich so ein Thema, lächelt die Leiterin: „Wir nehmen ja nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern auf. Um da immer im Gespräch bleiben zu können, werden wir demnächst ein Elterncafé einrichten.“ Derzeit werden im Rahmen des Bundesprojekts „KitaPlus“ auch erweiterte Öffnungszeiten für berufstätige Eltern erprobt. Fast das einzige Manko des Neubaus: Es fehlen Räumlichkeiten für Einzelgespräche sowie ein großer Team- und Besprechungsraum. Denn nur regelmäßige Treffs der 14-köpfigen „Mannschaft“ garantieren einen reibungslosen Ablauf. „In unseren Nebenräumen finden sich Atelier, Lesebereich, Musik- und Rollenspiel, Konstruktions-, Ruhe- und Bewegungsbereiche. Dort ist auch die Masse der Materialien untergebracht, jede Gruppe kann sich etwas ausleihen. Das muss natürlich abgestimmt sein.“

Im Zuge der Eröffnung wurde der Kita-Neubau auch mit einem Familiengottesdienst in der Evangelischen Kirche eingeweiht. Gleich zwei Besichtigungstermine waren anberaumt, so Simone Findt: „Der Ansturm war unglaublich. So viele Interessierte hatten wir nicht erwartet. Die Hütte war rappelvoll, eine Führung gar nicht möglich. Dafür gab es umso spannendere Gespräche. Auch viele Ehemalige kamen und wärmten schöne alte Geschichten rund um die Pusteblume auf. Herrlich!“
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