StreetWorkout, Graffitis, Film über Flüchtlinge! Zukunftswerkstatt schwach besucht

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So könnte ein StreetWorkout-Park aussehen. (Foto: Baristi-Team)

Viele kamen nicht zur ersten „Zukunftswerkstatt“ für den Stadtteil. Die Vertreter von Jugendamt, Gemeinden, Jugendwerk der AWO und Gastgeber JuBB hatten die jungen Menschen in Werden, Heidhausen und Fischlaken eingeladen, über ihre Nöte, Wünsche, Hoffnungen für die Zukunft zu diskutieren. Unter dem Motto „Mein Stadtteil in 10 Jahren“ sollten die Jugendlichen sich „einmischen“, dafür Lösungsvorschläge und auch konkrete Strategien entwickeln, um ihren Stadtteil mitzugestalten.

Das Interesse war höchst überschaubar! War die angestrebte Bandbreite zu umfassend, wäre die Konzentration auf kleinere, überschaubare Themenkreise besser? Es hatte den Anschein, denn für solche isoliert zu betrachtende Projekte kamen durchaus ansehnliche Vorschläge zusammen.
So soll es weitere Freiflächen für Graffitis geben, auch außerhalb der „Hall of Fame“ unterhalb der Brücke, für die man sich zuerst anmelden muss. Es wurde ein Projektvorschlag „StreetWorkout“ eingebracht, hier soll auf der Brehminsel oder im Löwental ein Gerätepark fürs progressive Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht entstehen - Kristian Schäfer stellte diesen neuen Trend vor. Jugendliche möchten sich mit dem Thema „Flüchtlinge“ beschäftigen, wollen dazu einen Film drehen und die Bewohner des Stadtteils zu diesem brisanten Themenkomplex interviewen.
Am Donnerstag, 11. Dezember, treffen sich die Jugendlichen um 18 Uhr im JuBB, um das Thema weiter zu besprechen.

Kommentar: „Bringt ja eh nix!“

Sie hatten es nicht geschafft, die „Kids“ zu motivieren, an einem Sonntag in den Wesselswerth zu kommen. Die Meinungen der Experten gingen auseinander: „Vielleicht sind alle zufrieden?“ hieß es in erster Analyse, härter klang da: „In Werden sind halt alle Jugendlichen mega verwöhnt und bekommen von ihren Eltern den Hintern hinterhergetragen!“
Immerhin: Es war zwar zu viel Pizza geordert worden, doch die paar Jugendlichen, die erschienen waren, hatten sich Gedanken gemacht und kamen mit guten Vorschlägen rüber.
Dennoch blieb ein schaler Nachgeschmack. Erst schüttelt man den Kopf, ärgert sich über die Interesselosigkeit der jungen Leute. Dann fragt man sich, ob vielleicht nicht doch „Wir Erwachsenen“ so oft abgewimmelt und vertröstet haben, dass der Nachwuchs sich zurückzieht: „Bringt ja eh nix!“
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