Udo Kemp ist tot! Himmelsstürmer mit „Chaos im Bestattungshaus“

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Da liegt er tot auf der Bahre, der Udo Kemp. Die Rita trauert um ihn, Verona und ihr Bestatter-Gatte Gerd Speck helfen beim Schwindel.

Udo Kemp ist tot! Der erfolgreiche Fischlaker Lackfabrikant ist nicht mehr. Wer es gesehen hat, muss immer noch schmunzeln. Wer es verpasst hat, dem sei gesagt: „Schade“!

Ein gar nicht wirklich toter Udo Kemp, der als lebende Leiche ständig zotige Witze reißt. Pater Jörg Gabriel als Kemps Adlatus Ludwig Heller mit Dauer-Schluckauf und irrwitziger Jerry-Lewis-Brille. Bestattungsunternehmer Gerd Speck, dessen Betrieb praktisch schon „mausetot“ ist. Eine erst strenge, dann durch Alkoholgenuss höchst redselige Gerichtsvollzieherin Anna Stecklüde alias „Frau Steckrübe“. Seine beiden Geliebten Rita und Edeltraud. Ein schwarzes „Gothic“-Pärchen, Paul und Melanie alias „Morgana“. Roswitha und Verona, die Ehefrauen des vorgeblich Toten und des Bestatters.
Das sind die Zutaten eines höchst schmackhaften Theater-Gerichtes, welches die „Himmelsstürmer“ in fünf umjubelten, natürlich restlos ausverkauften, Vorstellungen im Gemeindesaal von Christi Himmelfahrt zum Besten gab. „Chaos im Bestattungshaus“ gefiel als eine überdrehte Verwechslungskomödie, die immer neue Wendungen nahm, vor „Missverständnissen“ nur so strotzte und mit einem Gag-Gewitter unterhielt.
All‘ dies präsentiert von einer gut aufgelegten, erstaunlich professionellen Schauspielerschar, die immer wieder betont: „Wir sind alle keine Schauspieler, sondern arbeiten in unserem Alltag in Büros, Kindergärten, Krankenstationen, Schulen oder Gemeinden und ...spielen Theater!“

Volkstheater

Dafür darf man dankbar sein. Denn auch in ihrer neuesten Aufführung garantieren die Himmelsstürmer Lacher, die von Herzen kommen. Nix ist es mit grüblerischem Psycho-Theater mit sozialem Auftrag, hier gibt es schlicht, aber nicht einfach Volkstheater vom Allerfeinsten.
Mit belustigenden Sprüchen am laufenden Band. Da herrscht die Gattin den Bestatter an: „Nun zeig‘ der Gerichtsvollzieherin mal die Zähne!“ Der jammert nur: „Besser nicht, dann nimmt sie die auch noch mit!“
Die Witwe möchte „eine große Beerdigung, so mit Makkaroni-Sarg und allen Schikanen!“ Sie meint Mahagoni. Als Grabinschrift schlägt die im Bett Vernachlässigte vor: „Hier liegt mein Mann - endlich steif!“
Geplauder der Freundinnen: „Du hast ja toll abgenommen. Nenn mir dein Geheimnis, Rita!“ „Meine Ehe!“ „Dann lass‘ dich doch scheiden!“ „Bloß nicht, Verona, ich habe noch nicht mein Traumgewicht erreicht!“ Apropos Verona: „Lieber kegeln mit Verona als bowlen mit Dieter“ hat Kultformat. Der Schwerenöter Udo gibt es zu: „Ich habe verhältnismäßig viele Verhältnisse!“ und wirft hinterher: „Wie nennt man eine Frau, die immer weiß, wo ihr Mann ist?“ „Witwe!“

Am Ende sind fast alle Fragen geklärt. Wobei…

„Wo ist die Leiche Brommelkötter geblieben?“
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