Was ist da falsch gelaufen?

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Kaum was los auf der Hüpfburg. Foto: Henschke

Das Spielplatzfest am Brosweg hatte alles zu bieten - nur (fast) keine Kinder

„So eine Pleite haben wir noch nie erlebt.“ Aus großer (Vor-)Freude wurde nagender Frust. Harald Bruckmann ist schwer enttäuscht.

Der Spielplatz-„Vater“ vom Brosweg hatte sich so sehr gefreut über die guten Nachrichten: „Frau Fendel von der Stadt Essen hat uns ausdrücklich bestätigt, dass unser Spielplatz so weiter existieren darf. Das hat uns mächtig gut getan. Wir hatten ja wirklich große Bedenken. Die Sorgen sind wir nun los.“ Aus lauter Dankbarkeit wollten die Brosweger ein Fest feiern. Für wen? Natürlich für die Kleinsten, die auf dem großzügigen Gelände in Heidhausen immer schon klar im Vordergrund gestanden haben. Für die Kinder aus den umliegenden Kitas und Grundschulen wollte die Spielplatzinitiative rund um Harald Bruckmann und Karl Peter Fendel einen Kinderspiel-Tag initiieren. Fendel schrieb die in Frage kommenden Schulen und Kitas an: „Wir würden uns freuen, wenn wir Sie zusammen mit ihren Kindern auf unserem Spielplatz begrüßen dürften.“ Um planen zu können, bat Fendel um Rückmeldung.

Nur 28 Kinder

Obwohl diese mau waren, planten die Paten weiterhin Großes: Das Spielmobil des Kinderschutzbundes bot vielfältige Unterhaltung für die Kleinen, Hüpfburg, Bewegungsbaustelle, Schminkstation. Der Zeitrahmen war von 10 bis 16 Uhr genau auf die Klientel abgestimmt. Darüber hinaus wurden Getränke und zur Mittagszeit Kleinigkeiten zum Essen bereit gehalten. Kuchen, Bötchen , Möhren, Äpfel. Alles kostenfrei, da von der Kinder- und Jugendbeauftragten der Bezirksvertretung Daniela Rittkowski gesponsert. Auch Schirmherr Hanslothar Kranz eilte herbei, einen Nistkasten für die Heidhauser Vögel im Gepäck. Dann wartete der Spielplatz auf die Kinder. Sie kamen. Aus dem Mäusezirkus vom Frielingsdorfweg, von der Wunderwelt an der Ruhrlandklinik. Bruckmann war begeistert: „Die sind erst mit der 190, dann mit der 169 gefahren und den Rest gelaufen. Und das Gleiche wieder zurück. Respekt.“ Doch nach diesen 28 Kindern war Schluss. Eine Flaute? Eine reine Katastrophe!

Man hätte doch…

Warum? Was ist da falsch gelaufen? Selbstkritisch gibt Bruckmann zu: „Es hätte in den Zeitungen veröffentlicht werden müssen. Doch das hat irgendwie nicht geklappt.“ Erzieher und Lehrer haben einen stressigen Job, dass weiß der Pate aus Erfahrung: „Aber zumindest für eine Absage wäre doch Zeit gewesen. Dann hätten wir reagiert, das Fest auf einen besseren Termin verlegt. So war es einfach nur traurig.“ Die anwesenden Kinder hatten allerdings Mörderspaß, mussten jedoch mittags wieder heim. Das Glücksrad drehte sich nicht mehr, die Hüpfburg blieb verwaist. Bruckmann guckt ganz tapfer: „Immerhin, für die, die da waren, hat es sich gelohnt.“
Aber selbst so eine Pleite kann die Brosweger nicht bremsen. Am Samstag, 9. September, findet das traditionelle Sommerfest statt. Mit allen Anwohnern, Nachbarn, Freunden, aber vor allem auch mit Kindern, Kindern, Kindern.
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