„Wir liegen im ambitionierten Zeitplan“ Am Kutel wird die Erstaufnahmeeinrichtung gebaut – im Eiltempo

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Auf dem ehemaligen Kutel-Gelände wird‘s ernst, die Bauarbeiten sind im vollen Gange, erste von insgesamt 270 Wohnmodulen eingetroffen und die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge wird auf einer „Sonderbaufläche“ aus dem Boden gestampft.

Bei der Präsentation der ersten Module der Erstaufnahmeeinrichtung zeigte sich Dirk Miklikowski, Geschäftsführer der Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH (GVE), begeistert vom vorgelegten Tempo: „Wir liegen im ambitionierten Zeitplan. Die Module rollen, die Zusammenarbeit aller Beteiligten läuft bestens, wir werden den Campus am 1. Dezember schlüsselfertig übergeben!“


Bis zu 800 Personen

Für die Unterbringung der Asylbewerber werden 10 Wohngebäude für insgesamt bis zu 800 Personen, Multifunktionsgebäude, Räumlichkeiten für die Registrierung durch die Stadt Essen, Gesundheitsuntersuchung sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gebaut. Dieses entspricht einer Gesamtfläche von rund 14.500 Quadratmetern. Innerhalb von nur sechs Wochen wurden die noch stehenden Kutel-Altgebäude abgerissen und die Gesamtfläche entsiegelt. Die Anlieferung und Montage der ersten Module begann am 28. April. Parallel dazu startete der Innenausbau. Dirk Miklikowski: „Hier wird es selbstverständlich einen hohen energetischen Standard und größte Energieeffizienz geben, so heizen wir zum Beispiel mit Holzpellets.“


Eine Viertelmilliarde

Den Betrieb der Einrichtung trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Der auf 25 Jahre begrenzte Mietvertrag mit dem Land garantiert der Stadt Essen nicht nur, kostendeckend die Investition von 32,883 Millionen Euro zurück zu bekommen, sie spart noch ganz andere Summen. Sozialdezernent Peter Renzel hat gerechnet: „Die hier vorgehaltenen 800 Plätze werden auf die Anzahl der Asylbewerber, die Essen unterbringen muss, angerechnet. Dadurch spart Essen insgesamt eine Viertelmilliarde Euro!“ Geld, dass der Sozialdezernent gut gebrauchen kann, denn die Bundesregierung hat ihre Flüchtlingszahlenprognose deutlich nach oben korrigiert, so Renzel: „Nach der Baustelle ist vor der Baustelle - durch diese neue Hochrechnung müssen wir uns in Essen auf zusätzliche 400 Asylbewerber mehr einstellen. Wir werden also zusätzliche Einrichtungen brauchen“

Bewacht

Letzte Frage, der Aktualität geschuldet: Hat man bei der Stadt Angst vor Brandanschlägen, wie sie zurzeit in einigen Ortschaften vorfielen? Dirk Miklikowski schaut grimmig: „Die Baustelle wird 24 Stunden rund um die Uhr bewacht!“
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