Der Wald ruft! Integratives Montessori-Kinderhaus macht Natur erlebbar

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Neugierig durchforsteten die Kids den Wald. (Foto: Montessori-Kinderhaus)

Wenn sich in der Küche des Integrativen Montessori-Kinderhaus an der Goebenstraße die belegten Brötchen als Tagesproviant in die Höhe stapeln, dann stehen die beliebten Waldtage auf dem Programm. Zwei Jahre nach Sturm "Ela" sind die Wälder wieder frei zugänglich, so dass nach der langen Pause das Naturprojekt endlich wieder starten konnte.

In vier aufeinander folgenden Wochen verbringen Kinder aus allen Gruppen der Einrichtung einen ganzen Tag im Wald. In diesem Jahr sind besonders die Vorschulkinder an der Reihe, damit sie überhaupt noch die Chance haben, dieses tolle Erlebniss zu erfahren. Schwer bepackt mit den schon erwähnten Brötchen, jeder Menge Rohkost und Getränken macht sich dann eine buntgemischte Truppe aus neugierigen Kindern zusammen mit ihren Betreuern auf den Weg in den Heissiwald. In dem Waldgebiet, wo auch das bekannte Wildgatter beheimatet ist, beginnt dann das Abenteuer Natur. Die Kids können hier nach Herzenslust spielen, forschen, lauschen, fühlen, klettern, balancieren, aber auch miteinander kommunizieren.
"Kaum ein anderer Ort fordert Kinder mehr heraus als die Natur. Unterschiedliche Bereiche werden auf ganz natürliche Art angesprochen, verknüpft und gefordert. Hierzu zählen neben der Motorik und Konzentration, vor allem Sprache, soziales Miteinander und das spielerische Vermitteln und Erfahren von Sachwissen", wissen Petra Alfering, Leiterin des Integrativen Montessori-Kinderhaus, und ihr Stellvertreter Panagiotis Kalywis. Über die Jahre haben sie mit der Unterstützung des gesamten engagierten Teams etlichen Kindern den Wald und seine Bewohner näher gebracht.
"Durch die in Alter, Geschlecht und Gruppenzugehörigkeit heterogene Gruppe, entsteht ein ganz eigener Gruppeneffekt, der einen großen Zusammenhalt entstehen lässt", freuen sich die beiden Erzieher mit Montessori-Diplom.
Groß ist auch die Freude bei den Waldkindern. Aufgeregt erzählen sie noch Tage später, was sie alles im Wald erlebt und unternommen haben.
"Wir haben Steine einen Abhang hinunterrollen lassen und sind auf einem umgeknickten Baum balanciert", berichten Frida und Jonas voller Stolz und plaudern weiter: "Und wir haben Kellerasseln, Schnecken und Käfer gefunden. Eine Schnecke war sogar ganz gelb!"
Auch im Wald entwickeln sich Gespräche zu Themen wie Jahreszeiten, Wetter, Tiere und Pflanzen auf eine ganz natürliche und ungezwungene Art. "Darüber hinaus spiegelt sich das 'Wir'-Gefühl in der Sprache der Kinder wider: unser Wald, unser Waldsofa und unser Tippi", unterstreichen Petra Alfering und Panagiotis Kalywis.
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