BAL: Containerlager in Heidhausen abzulehnen

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Essen: Werden | Containerunterbringung menschenunwürdig - Ballung im Essener Süden nicht integrationsfördernd

Die BAL - Bürgerlich Alternative Liste im Rat der Stadt Essen - wendet sich in aller Schärfe gegen die Pläne der Stadt, zusätzlich zum Löwental und Kutel auf dem Volkswaldgelände in Heidhausen ein Containerlager mit weiteren 400 Unterbringungsplätzen für Zuwanderer kurzfristig anzulegen. "Wir haben als BAL im Rat der Stadt Essen als einzige demokratische Kraft gegen die Containerunterbringung von Asylantragstellern gestimmt. Wie auch Pro Asyl halten wir die Containerunterbringung für menschenunwürdig," so BAL-Sprecherin Dr. Elisabeth van Heesch-Orgass. Eine Konzentration von mit Löwental und Kutel dann rund 1400 Menschen mehrheitlich ohne Bleibeperspektive allein in Werden und Heidhausen mit ihrer kleinstädtischen und auch dörflichen Prägung sei zudem nicht integrationsfördernd, "Wir fordern nach wie vor die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen verteilt über das gesamte Stadtgebiet und unter Vermeidung von Ballungen und Lagern ," betont die BAL. Dass die Stadt angesichts der von Bund und Land nach Essen zugewiesenen Asylantragstellerzahl nicht mehr weiß, wo sie die Menschen noch unterbringen soll, zeuge von einer völlig verfehlten Politik. "Nach wie vor schafft es die Bundespolitik nicht, klare Regeln zu schaffen für Zuwanderer, die hier arbeiten wollen, und diese Regeln abzugrenzen von den Asylgesetzen für Flüchtlinge im Sinne der UN-Flüchtlingskonvention," bemängeln die Bürgerlich Alternativen. Legale Zuwanderer und Flüchtlinge mit Asylanspruch und Bleibeperspektive haben in Containern nichts verloren, sondern brauchen integrative Hilfen mit Wohnungs- und Arbeitsvermittlung sowie Unterstützung der schulpflichtigen Kinder. Immer mehr Menschen ohne jedwede Bleibeperspektive nach den aktuell geltenden deutschen Gesetzen in Deutschland und damit auch in Essen unterzubringen, sprengt nicht nur die Leistungskraft der Stadt und führe zu der kritisierten Containerunterbringung bis zu Turnhallenbelegungen, sondern sei letztlich auch ein Bärendienst an den betroffenen Menschen. Leider verschlössen zahlreiche Menschen vor dem Faktum der geltenden Gesetze die Augen. "Es geht hier nicht um Ideale und Wunschvorstellungen, sondern um die Frage, wie den Menschen z.B. in den stark von Abwanderung betroffenen Balkanländern tatsächlich geholfen werden kann. Europäische Länder, denen ihre Staatsbürger in Massen aus wirtschaftlichen Gründen den Rücken kehren und nach Deutschland kommen, müssen über die EU-Staatengemeinschaft sowohl selbst in die Pflicht genommen, als auch mit Entwicklungshilfen und Förderprogrammen zur Selbsthilfe unterstützt werden." Leider würden international weder die Afrikanische Liga noch die Arabische Union einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Situation der Menschen in ihrem Herrschaftsbereich, die ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen gen Europa ziehen.
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