BAL: Heimliche Atomtransporte durch Essen?

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In einer formellen Anfrage an den Oberbürgermeister verlangt die BAL - Bürgerlich Alternative Liste im Rat der Stadt Essen - Aufklärung zur Frage, ob auch durch Essen heimliche Atomtransporte rollen.

Anlass der Anfrage ist eine Mitteilung des NRW-Wirtschaftsministers, wonach allein in 2015 133 Transporte mit einer Gesamtmenge von 630 Tonnen schwach- und mittelbelasteten Atommülls von und zur Aufbereitungsanlage in Duisburg-Wanheim gerollt sind.
Hinzu kommt der Atomtransitverkehr ohne Zielpunkt in NRW.

Die Transporte werden laut Umweltverbänden gezielt geheim gehalten, um Proteste zu verhindern. Lediglich eine Nachberichterstattung auf Anfrage erfolge.

"Sogar die Feuerwehr wird nicht informiert, wenn Atomtransporte auf Straßen oder Schienen durch die jeweiligen Aufgabengebiete rollen," rügt BAL-Sprecherin Elisabeth van Heesch-Orgass.

Die BAL unterstützt die Forderung der Umweltverbände nach einem öffentlichen Gefahrgut-Transportregister, in das auch schwach radioaktive Stoffe aufzunehmen sind.

"NRW ist leider eine Atom-Drehscheibe sowohl was die Aufarbeitung von Atommüll als auch Transitstrecken betrifft. Wir erwarten daher eine Aufklärung der Essener Bürgerschaft über die bestehenden Risiken," so die Bürgerlich Alternativen.
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