Bundesregierung bestimmt Essen als "Lead-city" für "Sofortprogramm saubere Luft"

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Oberbürgermeister Thomas Kufen findet die Idee des kostenlosen ÖPNV sehr verlockend, diese muss aber gründlich auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft werden. (Foto: Archiv)

Essen ist als Grüne Hauptstadt Europas 2017 aufgrund seiner bisherigen Erfolge in der Feinstaubreduzierung von der Bundesregierung als eine von fünf "Lead-cities" ausgewählt worden, um gemeinsam mit dem Bund und den Ländern ein "Sofortprogramm saubere Luft" kurzfristig zu erarbeiten und modellhaft umzusetzen. Im nächsten Schritt muss es darum gehen, die Luftbelastung durch Stickoxide weiter zu reduzieren.

"Ich freue mich über die Initiative der Bundesregierung und die zugesagte Unterstützung. Diese zeigt, dass die Kommunen vor dem Hintergrund drohender Dieselfahrverbote nicht alleine gelassen werden", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. Erste Vorschläge, wie der Ausbau von Car-Sharing-Modellen, kostenlose ÖPNV-Leistungen oder Umstellung von Fuhrparks müssen nun konkretisiert werden.

Machbarkeit und Finanzierbarkeit 

"Welche neuen Maßnahmen erfolgreich und nachhaltig zu einer weiteren NOX-Reduzierung beitragen können, kann nur im engen Schulterschluss mit den Beteiligten auf regionaler, Landes- und Bundesebene erarbeitet werden. Insbesondere werden wir uns sehr genau mit der Stadt Bonn abstimmen, die als weitere NRW-Großstadt ebenfalls von der Bundesregierung ausgewählt wurde", erläutert Kufen.
Oberbürgermeister Thomas Kufen weiter: "Die Idee des kostenlosen ÖPNV ist sehr verlockend, muss aber gründlich auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit überprüft und mit den Nachbarstädten abgestimmt werden. Es muss darum gehen, Anreize zu schaffen, den ÖPNV mehr zu nutzen, aber andererseits auch nachhaltig in eine verbesserte Infrastruktur im Bereich des ÖPNV zu investieren."
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