Daniel Behmenburg zu Gast bei der AWO Werden

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Lokalpolitiker Daniel Behmenburg besuchte die AWO Werden. (Foto: Privat)

Zu ihrem Januar-Treff durfte die AWO Werden den Fraktionsvorsitzenden der SPD in der Bezirksvertretung IX, Daniel Behmenburg, begrüßen, welcher bei Thomas Kutschaty in der Landesregierung tätig ist. Der SPD-Politiker merkte direkt zu Beginn an, dass er keinen langen Vortrag halten möchte, sondern gerne sofort ins Gespräch kommen möchte. Zwischenrufe waren also ausdrücklich erwünscht und davon machten die AWO-Mitglieder auch regen Gebrauch.

GroKo - Ja oder Nein?

Das große Thema wurde direkt zu Beginn angesprochen: GroKo - Ja oder Nein? Behmenburg outete sich als Gegner einer Großen Koalition: „Eine Große Koalition aus SPD Und CDU auf Bundesebene sollte die Ausnahme sein und nicht zur Regel werden. Viele Menschen empfinden ein solches Bündnis als Stillstand. Alles andere stärkt nur die linken und rechten Ränder. Daran kann keinem gelegen sein. Außerdem darf man sich auch einmal die Frage stellen, ob ein Bündnis, dass gerade einmal knapp über die Mehrheit verfügt, noch als Große Koalition bezeichnet werden kann. Vielleicht müsse man an dieser Stelle auch einmal über Alternativen wie zum Beispiele eine Minderheitsregierung nachdenken.“ Eine provokante These, die teils Zuspruch, aber auch Gegenwind erntete. Die SPD habe die staatspolitische Verantwortung, für eine stabile Regierung zu sorgen war das Gegenargument.

Dann ging aber ziemlich nahtlos zu den Themen vor der eigenen Haustür über: ÖPNV, Wohnen, Infrastruktur in den Stadtteilen, Verkehr, Denkmalschutz und Angebote für Senioren waren die Hauptthemen.
Gerade die Angebote für Senioren hier vor Ort wurden von den Anwesenden als ungenügend empfunden, insbesondere das Dauerthema öffentliche Toiletten wurde „angemahnt“. Daniel Behmenburg schloss sich dieser Einschätzung an und äußerte sein Unverständnis dafür, warum sich die Einrichtung öffentlicher Toiletten trotz politische Einigkeit solange hinzieht. Er sagte zu, sich um das Thema weiter zu kümmern und versprach auch, sich Gedanken über die Beratungsstelle für Senioren zu machen.
Beim Thema Verkehr kam man zu der gemeinsamen Einschätzung, dass viele Probleme gerade in den Nebenstraßen vermeidbar wären, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer etwas rücksichtsvoller verhalten würden.
Ein paar Hausaufgaben hat der SPD-Bezirksvertreter nach gut einer Stunde Diskussion mit nach Hause genommen und einige weitere Einladungen dankend angenommen. Es war ein spannender und diskussionsfreudiger Nachmittag, der mit Sicherheit seine Fortführung finden wird.
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