„Erst die Stadt, dann die Partei“ Was erwartet Heidhausens CDU-Vorsitzender Yannick Lubisch von Thomas Kufen?

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Yannick Lubisch, Vorsitzender der CDU Heidhausen.

Essen ist nun die einzige der 10 größten deutschen Großstädte, die von der CDU regiert wird. Der neue Oberbürgermeister Thomas Kufen steht einem großen und vielfältigen Komplex an Themen gegenüber, die er angehen muss: Flüchtlingsthematik, Integration, solide Finanzen, und so weiter. Was denkt die Basis über Kufen?

Yannick Lubisch ist Vorsitzender der CDU in Heidhausen und hat zum Beispiel bei der Besichtigung des Zeltdorfes für Flüchtlinge im Volkswald genau hingeschaut.
„Es scheint, als würde sich ein Großteil der zurzeit geführten bundespolitischen Diskussionen in Essen widerspiegeln. Um diesen Diskussionen in einer Kommune wie Essen gerecht zu werden, darf Kufen keine Parteigrenzen kennen. Lösungsansätze auf kommunaler Ebene müssen pragmatisch und nicht ideologisch diskutiert werden.“
Etwas anderes lasse die derzeitige Finanzlage auch kaum zu. Anstelle von Populismus wie „Freier Nahverkehr für alle“ sei Kufen ja auch erfrischend ehrlich mit „Teure Wahlversprechen wird’s nicht geben“ aufgetreten.

"Chefsache"

Yannick Lubisch denkt, dass hier ein Thema zur „Chefsache“ wird: „Die Pflicht, Menschen in Not zu helfen, verdeutlichte er an unzähligen Stellen während seines Wahlkampfes. Nichtsdestotrotz machte er auf Kapazitätsgrenzen beim Thema Flüchtlingsunterbringung in Essen aufmerksam, ‚die wir besser nicht austesten sollten‘. Seine Vorbildfunktion, insbesondere was die Integration angeht, hat Kufen schon lange verstanden. Es ist daher kein Zufall, dass er sich mit Mitgliedern der muslimischen Gemeinde beim mittäglichen Tee ablichten ließ. Er sieht es als Pflicht, Menschen zu integrieren, die sich integrieren wollen, aber er sieht auch eventuelle Risiken, die mit dem derzeitigen Umgang mit Flüchtlingen einhergehen: Überfüllte Camps, überforderte Verwaltung, aber auch übermenschliches Engagement von Ehrenamtlern.

Engagement stärken

Eben dieses Engagement muss gestärkt werden: Mehr Transparenz bei der Planung und konkrete Ausschreibungen, wo man als Hilfswilliger anpacken kann, wären ein Anfang. Gleichzeitig muss aber auch der mittelfristige Umgang mit den aufenthaltsberechtigten Flüchtlingen diskutiert werden. Dies sollte eine übergeordnete Rolle für Kufen spielen, grade zu Beginn seiner Amtszeit!“
Der neue OB habe in seinem Wahlkampf keine Möglichkeit ausgelassen, sein Anliegen zu unterstreichen: „Erst die Stadt, dann die Partei“ war zu hören.

"Euphorisierte Partei"

Dies werde ihm viele Vorteile bringen bei einer „euphorisierten“ Partei, die Thomas Kufen den Rücken stärke: „Trotz oder eher wegen seines Credos.“
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