Skandal um umfangreiche Fällungen gesunder Bäume an der Barkhovenallee

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- BAL fordert umfassende Aufklärung -

Die BAL - Bürgerlich Alternative Liste - fordert von der Stadtverwaltung die umfassende Aufklärung über die Fällung von 31 Bäumen an der Barkhovenallee im Februar 2016. Angeblich handelte es sich nach Angaben der Stadt (Grün und Gruga) im Februar um Gefahrenbäume bzw. erkrankte Bäume. Nach Recherchen des Heidhauser Rechtsanwaltes Dr. Frank Roeser, der ein Gutachten zum Zustand der Bäume sowie der Bedeutung der gefällten Allee im Landschaftsbild eingeholt hat, war die Fällung der Bäume durch Grün und Gruga weder geboten noch verhältnismäßig. In einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Essen verweist Roeser auf die Ergebnisse des Gutachtens des
sachverständigen Landschaftsarchitekten und zertifizierten Baumkontrolleurs Gregor Langerbein aus Essen vom 2.6.2016.
Der Gutachter stellt fest, dass „eine Allee als bestimmendes Landschaftsbild anzusehen ist“. Er verweist auf ein Satellitenbild aus dem Sommer 2015 wonach der geschlossene Alleebestand in der Barkhovenallee Zufahrt LVR-Klinik noch sichtbar war. Ferner stellt er fest, dass die Schnittstellen der gefällten Baumstämme keinerlei Schädigungen im Kernstamm aufweisen.
Vom Fazit her stellt der Gutachter fest, dass zur Erhaltung des landschaftsbildbestimmenden Alleecharakters und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit im Zufahrtsbereich zur ehemaligen LVR-Klinik es ausgereicht hätte, die Bäume mit einem -fach-und habitusgerechten Kronenrückschnitt zu versehen. Für eine radikale Fällung sind nach Auffassung des Gutachters keine Gründe ersichtlich. "Es könnte hier der Verdacht vieler Anwohnerinnen und Anwohner der Barkhovenallee bestätigt werden, dass die umfangreiche Baumfällaktion unter einem Vorwand erfolgte, um die Zufahrt zur LVR-Klinik für die Ausbauarbeiten und Personentransporte im Kontext der Eröffnung der ehemaligen Klinik als Asylunterkunft für über 200 Personen zu verbreitern," gibt BAL-Sprecherin Ellsabeth an Heesch-Orgass, Ratsfrau aus Heidhausen, zu bedenken. "Wir fordern hier eine umfassende Aufklärung. Verstöße gegen Umwelt- und Landschaftsschutz unter Vorwänden sind nicht hinnehmbar und passen auch nicht zur Grünen Hauptstadt Europas. Der Titel wird letztlich immer peinlicher angesichts der Politik der Stadtspitze," rügt BAL-Ratsherr Marco Trauten aus Werden.
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