Zum B-Plan Henri-Dunant-Straße in Rüttenscheid BAL: Verwerfung aller Bürgereinwände durch Stadt nicht bürgernah

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Die Bürgerliche Alternative im Rat der Stadt Essen rügt das Vorgehen der Stadtverwaltung, alle Einwände aus der Bürgerschaft gegen den durchaus von verschiedensten Seiten in seinem Umfang kritisch gesehenen Bebauungsplan an der Henri-Dunant-Straße zu verwerfen.

Die örtliche Bürgerinitiative Henri2020 stellt sich nicht grundsätzlich gegen einen Bebauungsplan für das Gelände der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, kritisiert jedoch den Umfang der geplanten Bebauung, durch die rund 1200 neue NachbarInnen zuziehen werden unter Mitbringen des zu erwartenden individuellen Pkw-Fuhrparks.

"Es ist offenkundig, dass ein derartiges Großprojekt zur massiven weiteren Zuspitzung der örtlichen Verkehrsüberlastung und Verkehrsproblematik insbesondere auch im Bereich der Kreuzung Wittenbergstraße in Rüttenscheid führen wird," gibt BAL-Sprecherin Elisabeth van Heesch-Orgaß, langjähriges Mitglied des Stadtplanungsausschusses zu bedenken.

Die BAL hatte die Planungen in früheren Sitzungen des Stadtplanungsausschusses kritisch begleitet. Auch die zuständige Bezirksvertretung II hat gegen den B-Plan Bedenken erhoben. Die Verwerfung aller Einwände durch die Verwaltung ist für die BAL nicht nachvollziehbar.

"Eine bürgernahe Politik sieht anders aus," kritisiert BAL-Ratsherr Marco Trauten scharf.

Die BAL wird sich im kommenden Stadtplanungsausschuss gegen den B-Plan in dieser Form aussprechen, im Rat gegen den B-Plan stimmen, sollte die Verwaltung hier nicht noch einlenken und Modifizierungen beim Umfang des Bauvorhabens und insbesondere auch dem Thema Ausbau der Begrünung vornehmen.
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