Heiße Tipps für kalte Tage

Anzeige
Susanne Folgner empfiehlt uns drei Bücher - die genau das Richtige für kuschelige Leseabende sind.
  Drei lesenswerte Bücher fürs Weihnachtsfest

Bücherwürmer wie Susanne Folgner von der gleichnamigen Buchhandlung in der Heckstraße freuen sich jetzt schon auf lange Winterabende: So richtig einkuscheln, Buch raus, lesen! Susanne Folgner gab dem Kurier drei heiße Tipps für kalte Tage. Neben je einem zeitkritischen und einem heiteren Buch für Erwachsene empfiehlt sie uns auch einen „Schmöker“ der besonderen Art: Speziell für Jungs im besten Pubertätschaos-Alter!
Drei Bücher, mit denen Sie, liebe Leser, gewiss nicht falsch liegen. Zum Verschenken an Weihnachten. Oder für den eigenen Bücherschrank? Beste Unterhaltung ist auf jeden Fall garantiert.

Ursula Poznanski – „Erebos“

Susanne Folgner: „Als in seiner Schule ein Computerspiel herumgereicht wird, möchte Nick nichts lieber, als Mitglied zu werden bei diesem besonderen Computerspiel-Club. Endlich kann er das ersehnte Spiel herunterladen! Als das Spiel jedoch ein Eigenleben entwickelt und ihm Aufgaben stellt, die er in der Realität erfüllen muss, beginnt Nick darüber nachzudenken, ob das Spiel es wert ist, seine Freunde zu verlieren und sich am Rande der Legalität zu bewegen. Ich finde es ein absolut empfehlenswertes Buch - für Jung und Alt gleichermaßen!“
Die 1968 geborene Ursula Poznanski ist eine österreichische Schriftstellerin. Ab 1996 arbeitete sie als Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlicht sie als Buchautorin. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Timur Vermes – „Er ist wieder da“

Susanne Folgner: „Dieser Roman ist eine wunderbare Persiflage auf unsere schnelllebige Gesellschaft. Er - damit ist ‚der Unaussprechliche‘, der Hitler, gemeint - wacht im Berlin des Jahres 2011 auf einer Schutthalde wieder auf. Sein erster Weg führt ihn zu einer Trinkhalle, die auch in den nächsten Tagen und Nächten seine Anlaufstelle wird. Hitler merkt ganz schnell, dass er sich irgendwie nicht mehr in 'seinem' Jahrhundert befindet und gerät ganz nebenbei in ziemlich skurrile Situationen. Meiner Meinung nach ein sehr lesenswertes Buch, weil es uns den Spiegel vorhält und uns einlädt, über unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen nachzudenken.“
Timur Vermes kam 1967 als Sohn einer Deutschen und eines nach dem Volksaufstand geflohenen Ungarn in Nürnberg zur Welt. Vermes ist als Journalist für Boulevardzeitungen sowie verschiedene Magazine tätig. „Er ist wieder da“ ist sein Debütroman.

David Safier - „MUH!“

Susanne Folgner: „Wie schon in seinem ersten Buch ‚Mieses Karma‘ ist es David Safier gelungen, eine Komödie zu schreiben, die gleichzeitig urkomisch ist - aber auch zum Nachdenken anregt. Die Kuh Lolle verlässt ihren geliebten Stall in Ostfriesland, um nach Indien zu gehen – in das Land der heiligen Kühe. Dort sollen Kühe nämlich angebetet und nicht etwa geschlachtet werden! Auf dem Weg dorthin erlebt sie allerlei aberwitzige Abenteuer.“
David Safier ist 1966 in Bremen geboren, wurde bekannt durch die Drehbücher zu TV-Serien wie ‚Berlin, Berlin‘ oder ‚Nikola‘. Er wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Emmy, dem amerikanischen Fernseh-Oscar.

Die drei Tipps der Buchhandlung Folgner in der Heckstraße:

Erebos von Ursula Poznanski: 485 Seiten, 9;95 Euro, Loewe-Verlag
Er ist wieder da von Timur Vermes: 396 Seiten, 19;33 Euro, Eichborn-Verlag
MUH! von David Safier: 336 Seiten, 16;95 Euro, Kindler-Verlag
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.