"Detoxing" und "Planking" - Wunderwaffen gegen Pfunde?

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  Essen: Werden |

Der Frühling steht in den Startlöchern - Zeit sich über die eigenen Fitness Gedanken zu machen. Momentan in aller Munde: „Detoxing“ und „Planking“ Sie können mit diesen Begriffen nichts anfangen? Wir haben mal nachgefragt bei jemandem, der sich auskennt: bei Fitness- und Ernährungsexpertin Silke Kayadelen aus Werden.

Wenn die Tage länger und die Kleidungsstücke kürzer werden lässt es sich meistens nicht länger vertuschen - Plätzchen, Weihnachtsbraten und das schöne Glas Wein haben ihre Spuren hinterlassen. Die Hose kneift (oder geht erst gar nicht zu), die Bluse spannt und der Pullover saß auch schonmal lockerer!
Kein Wunder also, dass gerade im Frühjahr neue Fitness- und Ernährungstrends einen besonderen Zulauf erfahren. In diesem Jahr in aller Munde: „Detoxing“ und „Planking“.

"Detoxing" - vom Sinn und Unsinn


Bei „Detoxing“ handelt es sich um ein spezielle Ernährung, die entgiftend und entschlackend wirken soll mit dem Ziel, gleichzeitig dem Körper etwas Gutes zu tun und das eine oder andere Kilo zu verlieren. Besonders „in“: vorgefertigte Drinks und Suppen zu teilweise schwindelerregenden Preisen. Aber entgiften? Was ist dran an der These, dass man sich um die eigene „Entgiftung“ kümmern sollte? „Ein gesunder Mensch hat in der Regel keine ‚Giftstoffe‘ im Körper. Dafür sorgen schon unsere Nieren und besonders unsere Leber. Die Vorstellung, dass sich in unserem Körper ‚Schlacken‘ ansammeln, entbehrt übrigens jeder wissenschaftlichen Grundlage und ist lediglich ein Verkaufsargument für alle möglichen ‚Detox- Produkte‘. Ernst wird es lediglich, wenn unsere Leber oder Nieren ausfallen“, erklärt Ernährungsfachfrau Silke Kayadelen, die ein eigenes Abnehmzentrum an der Ruhrtalstraße in Werden betreibt.
Kann man mit „Detoxing“ denn abnehmen? „Sogenannte ‚Detox-Produkt‘ und die damit verbundenen Empfehlungen zur Ernährung sind meist kalorienarm und führen somit meist zu einem Gewichtsverlust. Das hat aber wie gesagt nichts mit ‚Entgiften‘ zu tun,sondern ist auf die negative Kalorienbilanz zurückzuführen. Und ob das dann lange im Alltagsleben anhält...“, ist die Expertin skeptisch. Ihr abschließendes Urteil: „Dieser Trend entsteht dadurch,dass sich niemand die Mühe macht,solche Aussagen kritisch zu hinterfragen. Davon sind auch ihre prominenten Vertreter nicht ausgenommen! Gemüsesäfte und Tees lieber selber frisch herstellen - kostet nur einen Bruchteil, ist gesund und lecker!“ Hier finden Sie ein leckeres und einfaches Rezept zum Nachmachen.

Fast überall machbar: "Planking"


Der zweite Frühlingstrend: „Planking“ - nicht ganz neu, aber effektiv? „Beim Planking geht es im Grunde darum, seine Körpermuskulatur zu stärken. Bereits vor einigen Jahren geisterten ja die skurrilsten Bilder durchs Internet von Menschen, die an den ungewöhnlichsten Orten ‚planken‘. Man geht dabei in den Unterarmstütz, streckt die Beine durch, der Kopf ist die Verlängerung der Wirbelsäule - so bildet man eine Art Planke, die leicht zu den Füßen abfällt. Bauch und Po anspannen und diese Position halten - ohne ins Hohlkreuz zu fallen. Am Anfang reichen 15 bis 20 Sekunden - das ist sehr viel anstrengender, als es sich anhört, wirklich effektiv und lässt sich eigentlich in beinah jedem Büro ausführen! Hierfür gibt es von mir ein eindeutiges Daumen hoch - lohnt sich!“
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