90 Jahre „Wanderfalken“ in Werden

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Die Werdener Kanuten sind im Feiern geübt. In der 90-jährigen Vereinsgeschichte konnten die Sportler etliche Erfolge einfahren.
 
Im Jahr 1949 wurde der KGW-Vierer sogar einmal Weltmeister!
Essen: Baldeneysee |

Die Kanugesellschaft Wanderfalke (KGW) wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Den runden Geburtstag feiert der Verein mit einem Fest am Samstag, 13. Juni, im Vereinsheim im Löwental.

Um 14 Uhr startet die bunte Sause u.a. mit einem Canadier-Rennen auf der Ruhr. Darüber hinaus gibt es Kostproben vom Kanupolo, in diesem dynamischen Ballsport auf dem Wasser spielt „Wanderfalke“ in der Bundesliga, und somit spannende Live-Einblicke in die Welt des Bootssports.
Alte Filme von Wanderfahrten und vom Rennsport, eine Fotoausstellung 90 Jahre KGW und eine kleine Bootsausstellung runden das Programm ab.

Tolles Programm für
die ganze Familie


„Auch für Kinder wird etwas geboten: Was gibt es Schöneres als auf der Wasserrutsche in die Ruhr zu rauschen? Bei der Tombola winken attraktive Sachpreise, kleine Preise sind dagegen am Kuchenstand und am Grill angesagt.
Natürlich geht es bis in den Abend weiter, für Getränke, Musik und gute Laune ist gesorgt“, unterstreicht Michael Steinbach, Öffentlichkeitsarbeit KGW.
Zur Vereinsgeschichte: Am 10. September 1925 wurde die „KGW“ - unter dieser Abkürzung kennt man den Verein heute in Werden, in ganz Essen und bundesweit im Kanusport, im Schevener Hof an der Ruhrtalstraße gegründet. Später bauten sich die Mitglieder der Kanugesellschaft „Wanderfalke“ auf dem nördlichen Ruhrufer ein eigenes Vereinsheim – heute unter der Adresse „Im Löwental 11“.
Von den ersten Anfängen bis in die 1980er Jahre waren die Werdener im Kanu-Rennsport erfolgreich. Unter den Titeln, die bei Rennen eingefahren wurden, ist nicht nur die Deutsche Meisterschaft im Viererkajak, in der Vorkriegszeit wurde der KGW-Vierer sogar einmal Weltmeister!
Auch im Einer und Zweier feierten Wanderfalke-Kanuten Aufsehen erregende Erfolge: Letzte große Rennsportlerin war Barbara Schüttpelz, die 1984 bei der Olympiade Silber und Bronze holte.
Schweren Herzens trennte sich der Verein schließlich vom kostspieliegen Rennsport und half dafür mit, die Nachwuchsförderung der Rennkanuten bei der neu gegründeten KGE anzusiedeln.
„Dafür gab man jetzt beim Kanupolo richtig Gas: 2007 wurde die KGW Deutscher Meister. In den letzten Jahren machten vor allem die jungen Spieler Sven Spenner, Jonas Gauselmann und Jan Herder sowie Susi Lümkemann als Trainerin von sich Reden. Sven Spenner wurde eine seltene Ehre zuteil: Er erhielt zusammen mit der Kanupolo-Nationalmannschaft das „Silberne Lorbeerblatt“ aus der Hand des Bundespräsidenten“, weiß Steinbach.
Susi Lümkemann führte 2012 die U21-Damenmannschaft zum Weltmeistertitel und wurde in Essen zur „Sportlerin des Jahres gekürt“. Mit der gerade laufenden Bundesliga-Saison im Kanupolo steht Wanderfalke wieder im Fokus und hofft auf ein gutes Abschneiden.
Trotz seines hohen Alters ist der Verein jung geblieben. Die Bandbreite der aktiven Mitglieder reicht von den „Bambini“, dem jüngsten Kanupolo-Nachwuchs unter zehn Jahren, bis zu Kanuten, die noch bis weit in ihr siebtes Lebensjahrzehnt als „Wanderfahrer“ dem Kanusport verbunden bleiben.
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