Alles gegeben

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Die Werdener Handball-Damen kämpften verbissen, hatten aber gegen die SG Überruhr am Ende doch keine Chance. Foto: Archiv
 
Volles Haus im Löwental. Das Final4 der Essener Handball war sehr gut besucht. Foto: Bangert

Das Final 4 im Werdener Löwental sah großen Kampf der Werdener Handballerinnen



Im Sportpark Löwental begeisterte auch die vierte Auflage des „Final4“ die Massen. Das Finale des Essener Kreispokals führte die HSG Werden / Phönix in den Vergleich mit dem Oberligisten SG Überruhr. Die Favoritinnen setzten sich durch, gewannen den Kreispokal. Den Löwentalerinnen blieb der zweite Rang.

Im Halbfinale konnte die HSG Werden / Phönix in einer einseitigen Partie den Bezirksligisten SG Tura Altendorf klar mit 34:6 Toren besiegen, hatte zur Pause bereits mit 14:2 geführt. So wurde fast ohne Gegenwehr das Endspiel erreicht, wie schon im Vorjahr ging es dort gegen den Oberligisten SG Überruhr. Damals hatten die Werdener Handballerinnen mit 17:41 den Kürzeren gezogen, diesmal sollte es besser werden. Die Gastgeber kämpften, gaben alles, beim Stand von 7:7 ging den Zuschauern zum ersten Mal auf, dass hier ein Underdog an sich glaubt und die Überraschung schaffen möchte. Charlotte Falke setzte sich auf halbrechts zum 9:11 durch, doch bis zur Pause baute die ehemalige DJK-Akteurin Carina Thomas den Gästevorsprung mit zwei Treffern wieder aus.


Zu hektisch

Nach Wiederanpfiff schickten die Schiedsrichter Jenny Majic wegen Meckerns aufs Sünderbänkchen, Überruhr drehte am Turbo, zog auf 17:9 davon. Charlotte Falke und Alina Lutz trafen, doch selbst in Überzahl agierten die Werdener Damen nun zu hektisch und kassierten unnötige Gegentore. Nun waren auch die Torjägerinnen Inga Osterwald und Eva Nowicki zur Stelle, Manuela Brenner traf gekonnt vom Kreis zum 15:27 Zwischenstand. Vermeidbare Ballverluste luden Überruhr immer wieder zu flinken Gegenstößen ein, die Torhüterin wurde zu oft im Eins gegen Eins allein gelassen. Immerhin verlor sie ihren Humor nicht, ließ sich kurzzeitig von einem Berliner Handballriesen im Kasten vertreten: „Fuchs im Bau“. Nach dieser spaßigen Einlage traf Falke gleich dreimal in Folge zum 21:36 Endresultat. Das sah doch schon viel freundlicher aus als noch vor 12 Monaten…die Trainer Andre Gutjahr und Carsten Völker-Osterwald konnten jedenfalls stolz sein auf ihre Schützlinge.

Sympathischer Klub-Weltmeister

Die Wettkämpfe der besten vier Essener Teams bei Damen und Herren boten Spannung, wurden von einem bunten Rahmenprogramm umkränzt: Hüpfburg, Spielmobil, Catering, Bambiniturnier, Jugend-Endspiele, Kreismeister-Ehrungen. Auch war dem Essener Handballkreis ein richtiger Coup gelungen: Als Highlight des Wochenendes wehte Bundesligaflair durchs Löwental! Bundesligist Füchse Berlin traf auf den TuSEM, bot Handball der Spitzenklasse. Das ließ die Herzen der vielen Fans auf der prallgefüllten Tribüne höher schlagen. Am Ende hatte der amtierende Klub-Weltmeister, die Füchse gewannen im September mit ihren Nationalspielern den IHF Super Globe in Katar, mit 42:23 die Nase vorn. Aber primär stand der Spaß im Vordergrund, die Bundesligisten gaben eifrig Autogramme, standen für Fotos mit den Fans bereit und hinterließen einen sehr sympathischen Eindruck.
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