Auf der Couch Meister geworden

Anzeige
Die dritte Mannschaft des SC Werden-Heidhausen wurde vorzeitig Meister. Foto: privat
 
Der Bezirksligist, hier Christian Weiler und Alfio Verzi, gerät immer stärker in Abstiegsnöte. Foto: Bangert
 
Albertino Theuer und sein Team unterlagen gegen Schonnebeck. Foto: Bangert

Spiele der Fußballer: Der SC Werden-Heidhausen III holte kampflos drei Punkte


Der SC Werden-Heidhausen III holte sich vorzeitig die Meisterschaft in der Kreisliga C. Allerdings mit Beigeschmack, denn Werden wurde Meister auf der Couch, da der Gegner nicht antrat. In den noch verbleibenden drei Spieltagen sind die Schützlinge des Trainergespanns Jupp Böhmer und Jürgen Koch nicht mehr einzuholen. Ähnliches steht André Bausch und seiner SG Werden 80 bevor, die 80er brauchen aber noch sechs Punkte für den Titel.



SC Werden-Heidhausen I gegen Spvg Schonnebeck II 1:3
Im Löwental verfestigt sich das Abstiegsszenario, der Gang in die Kreisliga rückt immer näher. Die Ausfälle häufen sich, Yannick Bönte, Kevin Hougardy und Sandy Müller werden in dieser Saison wohl nicht mehr spielen, dazu fehlte noch
Unter der Woche wurde gesprochen, auch mit der Reserve, die Stefan Lößner, Moritz Schwan und Christian Scheidgen „hochschickte“. Schonnebeck dagegen hatte drei Akteure aus dem Kader des Oberligisten an Bord.
Zunächst sah es sehr gut aus für die Hausherren. Heiko Wirtz brachte den SC nach sechs Minuten in Führung, doch eine Viertelstunde später stand es wieder unentschieden. Dabei war der Ausgleich mehr als fraglich, diesen Strafstoß musste man nicht geben.

Unglücklich abgefälscht

Eine Stunde war gespielt, alles offen, da wurde ein Schonnebecker Freistoß derart unglücklich abgefälscht, dass er vorbei an Leo Krick ins Werdener Netz rauschte. Das 1:3 rund 20 Minuten vor dem Abpfiff bedeute den Klassenerhalt für die Gäste und brachte Werden in noch größere Abstiegsgefahr.
Der SC hat zwar bisher schon einen Punkt mehr auf der Habenseite als in der gesamten Hinrunde, muss aber wohl in den drei noch verbleibenden Spielen die maximale Punktausbeute anpeilen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.

SC Werden-Heidhausen Damen gegen Rot-Weiss Essen II 2:0
In einem eher durchschnittlichen Spiel gewannen die SC-Damen souverän mit 2:0 Toren. In der ersten Halbzeit tat sich wenig, die Gastgeber hatten aber ein Chancenplus zu verzeichnen.
Im zweiten Durchgang spielte Werden zielstrebiger und kam innerhalb von zwei Minuten zur Entscheidung. In der 59. Minute traf Luisa Gricksch und Nadine Ficht legte umgehend das 2:0 nach. RWE kam danach noch zu guten Chancen, die aber von der gut aufgelegten Torfrau Martha Macek zunichte gemacht wurden.

ESC Preußen gegen SC Werden-Heidhausen Damen 4:2
Bei sommerlichen Temperaturen kratzten die Trainer „nochmal alles zusammen“. Yvonne Grabus musste ihre verstaubte Tasche aus dem Keller holen und sich als Reserve anbieten, mit Maren Fuchs und Lisa Resing halfen zwei Spielerinnen aus der U17 aus. In den ersten 25 Minuten agierten die Gäste souverän und ließen gekonnt den Ball laufen. Dann schlich sich unerklärlicherweise der Schlendrian in die Aktionen und wurde prompt mit dem 0:1 bestraft. Im Anschluss verlor der SC komplett die Ordnung und so geriet bis zur Pausen mit 0:3 in Rückstand.

Abspielfehler

Kaum war die zweite Halbzeit eingeläutet, traf Cathi Will zum 1:3, jedoch machte ein Abspielfehler im eigenen Strafraum jegliche Hoffnung schnell wieder zunichte. Die Löwentalerinnen kassierten das 1:4, drückten in der Folgezeit, kamen auch zu etlichen Chancen, trafen aber nur noch einmal durch Cathi Will. Unterm Strich war es eine erneut sehr ärgerliche Niederlage, weil Werden durch eigene Fehler den in Unterzahl angetretenen Gegner stark gemacht hatte. Der SC stagniert auf dem achten Rang, könnte aber noch Fünfter werden.
Trainer Simon Freisenhaus war traurig: „Die Mannschaft muss wohl offensichtlich erst durch solche Spiele lernen, wie weh die Fehler im Spielaufbau tun!“ Jetzt stehen noch drei Meisterschaftsspiele und als Bonbon das Pokal-Halbfinale am 26. Mai an.

SC Werden-Heidhausen II gegen SuS Niederbonsfeld 1:3
Im Löwental gehen der SC-Reserve so langsam die Körner aus. Fast schon traditionell vergaben die Schützlinge der Trainer Benjamin Brenk und Christian Kliem allerbeste Tormöglichkeiten, um dann durch naive Fehler in Rückstand zu geraten. Die Hausherren hatten je drei Spieler aus der Dritten und der A-Jugend an Bord, besonders die Junioren Tobias Butgereit und Andre Schiemann machten Druck auf dem rechten Flügel.

Ehrentreffer

Doch in der Offensive hapert’s beim Drittletzten, belegt durch magere zwei Treffer in den letzten fünf, allesamt verlorenen Begegnungen. Erst in der 83. Minute sorgte Max Thomitzek mit einem verwandelten Strafstoß für den Ehrentreffer.
Die unbefriedigende Rückrunde führt jedoch wohl nicht zum Abrutschen auf einen Abstiegsrang, denn der Vorsprung beträgt immer noch neun Punkte. Bereits am Freitag geht es zum Tabellennachbarn SV Leithe, der ebenfalls noch einen Sieg benötigt, um endgültig gerettet zu sein.

FSV Kettwig II gegen SG Werden 80 I 1:1
An der Ruhrtalstraße wird es schwer, das war im Vorfeld klar. Nach einem Trainerwechsel hat der FSV II kräftig gepunktet, der scheinbar sichere Abstiegskandidat ist inzwischen gerettet und immerhin siebtbestes Team der Rückrunde. Die 80er führen auch in dieser Kategorie, hatten aber personell zu kämpfen und nur eine dünn besetzte Ersatzbank.
In der 17. Minute gerieten sie in Rückstand, kurz nach Wiederanpfiff konnte Kevin Maskow ausgleichen. So blieb es auch, mit 1:1 trennten sich Kettwiger und Werdener, die nun ihr spielfreies Pfingstwochenende außersportlich nutzen möchten.
Verfolger Kupferdreh II siegte und dürfte mit einem Erfolg zu Pfingsten das Polster auf fünf Zähler schrumpfen lassen. Da dann aber nur noch drei Partien anstehen, wird die SG Werden 80 nicht nur den Aufstieg in die Kreisliga A, sondern auch die Meisterschaft feiern können.

TC Freisenbruch II gegen SG Werden 80 II 2:2
Am Bergmannsbusch kämpfte eine Werdener Rumpftruppe vorbildlich und holte sich ein wenig überraschend einen jedoch vollauf verdienten Punkt. Zwar lag Werden zur Pause hinten, doch ein Eigentor der Freisenbrucher sorgte für den Ausgleich. Nach einer Stunde schoss Stefan Ley die 80er zur 2:1 Führung, welche aber nur zehn Minuten hielt.
Am Pfingstsonntag kommt um 13 Uhr die Kettwiger Drittvertretung ins Löwental.

SC Werden-Heidhausen III gegen SV Isinger II 2:0
Im Löwental war die große Meistersause geplant. Mit einem Sieg über den SV Isinger II sollten die noch fehlenden Punkte gesammelt werden, um ganz sicher bereits vier Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft feiern zu können. Die Trainer Jupp Böhmer und Jürgen Koch hatten gewiss schon Ersatzhemden zum Wechseln bereit gelegt, da ihnen die Bierdusche durch ihre Spieler gewiss war…

Krankmeldung

Dann kam am Samstagabend die überraschende Mitteilung: „Wir bekommen nur acht gesunde Spieler zusammen. Es tut uns leid, dass wir nicht antreten können, aber wir haben zu viele Kranke.“ Der SV Isinger II verzichtete, Werden bekam drei Punkte am grünen Tisch, ist damit endgültig nicht mehr einzuholen.
Die Feier fand dennoch statt, obwohl Trainer Jürgen Koch wie auch sein Team enttäuscht war: „Wir wollten uns die Punkte schon auf dem Platz holen. Aber wir hatten trotzdem einen schönen Tag. So eine verdiente Meisterschaft wird ja nicht in einem Spiel entschieden.“

Kray 04 II gegen SC Werden-Heidhausen IV 1:3

An der Schönscheidtstraße lagen die Löwentaler bereits mit 2:0 in Führung, auch im zweiten Durchgang dominierte das Team von Trainer Kevin Marx gegen den Vorletzten. Mit diesem bereits zwölften Saisonsieg konnte die Werdener Vierte auf den sechsten Platz vorrücken.

So rollt’s Leder:

Freitag, 13. Mai:
19 Uhr: SV Leithe gegen SC Werden-Heidhausen II, Wendelinstraße.

Sonntag, 15. Mai:
13 Uhr: SG Werden 80 II gegen FSV Kettwig III, Löwental.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.