Damen gewinnen Derby

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Die rote Karte gegen Dennis Kerger war zu hart. Foto: Archiv

Spiele der Handballer: Die grün-weiße Reserve verspielt die Meisterschaft


Die Werdener Landesliga-Damen konnten gegen den Lokalrivalen siegen und werden auf einem sehr guten fünften Rang ins Ziel einlaufen. Davon können die 1. Herren nur träumen, wieder verloren sie knapp, nun schon zum xten Mal in dieser Saison. Die DJK-Reserve verspielte die Meisterschaft.

ETB / Altendorf gegen HSG Werden/ Phönix 26:27
Im Lokalderby hatte Landesligist HSG Werden / Phönix nach nervenaufreibenden letzten Minuten die Nase vorn. Mit diesem Erfolg gegen den Ortsrivalen gelang den HSG-Spielerinnen die Revanche für die Niederlage im Hinspiel. Nach einer guten ersten Halbzeit mit konsequentem Angriffsspiel, hier glänzte Charlotte Falke mit acht Treffern, war ein beruhigender Vorsprung herausgeworfen. Das 17:12 zur Pause hätte eigentlich eine geruhsame zweite Halbzeit einläuten müssen.

Faden verloren

Aber die Löwentalerinnen verloren etwa in der Mitte des zweiten Durchgangs völlig den Faden, so dass der Gastgeber wieder aufschließen konnte. In einer hektischen und umkämpften Schlussphase konnte Werden dann einen knappen Sieg noch soeben nach Hause retten. Unterm Strich war es aber ein verdienter Erfolg, der ETB / Altendorf in großer Abstiegsnot hinterlässt.

DJK Werden gegen HSG Jahn / West 26:28
Trainer Dirk Bril war „not amused“. Wieder gab es für seine Schützlinge eine knappe, durchaus vermeidbare Niederlage. In einer ausgeglichenen, umkämpften Partie lagen die Grün-Weißen bis zur 40. Minute, um dann durch technische Fehler und vergebene Torchancen auf die Verliererstraße zu geraten. Vom Spielstand 19:17 für die Hausherren bis zum 19:23 reichten den Gästen zehn Minuten, um die Partie für sich zu entscheiden. In dieser Phase haderte die DJK mehr mit den Schiedsrichterentscheidungen, als noch konzentriert weiter zu spielen. Sechs Zeitstrafen, zwei nicht gegebenen Tore und eine fragliche rote Karte gegen Dennis Kerger, der angeblich den Ball nicht schnell genug freigegeben hatte, waren zu viel des Schlechten.

Zornige Grün-Weiße


Die Schiedsrichter hatten die Begegnung entscheidend beeinflusst und zogen so den Zorn der Grün-Weißen auf sich. Zwar fanden die Löwentaler wieder zurück ins Spiel und konnten bis zur 58. Minute mit einer tollen Leistungssteigerung zum 26:26 ausgleichen. Doch der dafür nötige Kräfteaufwand und erneute Fehlentscheidungen der Unparteiischen verhalfen dem Gast zum schon nicht mehr erhofften Auswärtssieg. Beste Werfer waren Sven Pfeffer (6) und Nico Krauthausen (5).
Die vor den Löwentalern platzierte SG Unterrath ist schon zu weit enteilt, um in den letzten drei Partien noch eingeholt werden zu können. Nun möchten die Werdener wenigstens ihren zehnten Tabellenplatz verteidigen. Mit einem Sieg am späten Samstagabend beim abgeschlagenen Schlusslicht TB Wülfrath II wäre der Grundstein dafür gelegt.

DJK Werden II gegen SG Überruhr III 25:30
Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel hatte das Trainergespann Tristan Kulbartsch und Dirk Herrenbrück einige Ausfälle zu beklagen. Ein Sieg und der damit gewonnene direkte Vergleich hätten wohl zur Meisterschaft gereicht. Nach einem guten Spiel in der ersten Halbzeit, in der Werden immer mit drei bis vier Toren führte, kam es nach dem Seitenwechsel zu einem unerklärlichen Leistungseinbruch der Löwentaler. Vor allem im Angriff waren es immer wieder haarsträubende technische Fehler und überhastete Würfe, die geradezu eine Einladung für die Gäste waren, im Gegenzug zu einfachen Toren zu gelangen. Alle Maßnahmen der Trainer, wieder ins Spiel zu kommen, scheiterten.

Aufstieg weiter möglich

Tabellenführer SG Überruhr III durfte jubeln und ist sich des Meistertitels fast schon sicher. Für die Grün-Weißen dürfte nach dieser Niederlage der Kampf um die Krone beendet sein. Ein eventueller Aufstieg in die Bezirksliga ist zwar noch möglich, aber von den Ergebnissen der letzten beiden Spieltage abhängig. Es bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft diesen Rückschlag verkraften wird, um doch noch den Aufstieg zu schaffen.
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