„Das hat Spaß gemacht“

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Die Teilnehmer des Löwentaler Mixed-Turniers hatten viel Spaß am gemeinsamen Kicken. Foto: Henschke
 
Beim Mixed-Turnier wurde um jeden Ball gekämpft. Foto: Henschke

Beim Löwentaler Mixed-Turnier stand die Freude am gemeinsamen Kicken im Vordergrund


Schon seit einigen Jahren lädt der SC Werden-Heidhausen seine erwachsenen Kicker kurz vor Saisonbeginn zum Mixed-Turnier ins Löwental. Alle rücken an, man mischt aus den einzelnen Teams bunt durcheinander, kickt, hat Spaß, trinkt eventuell ein Gläschen Hopfenschorle, kommt sich ein bisserl näher. Bei so einem großen Verein wichtig.

Aber diesmal wollten die Anmeldungen nicht so recht eintrudeln, dem Vorstand schwante schon Böses, dabei hatte er doch diesmal eigens ein ganz besonderes Team eingeladen: Der „FC Volkswald“ besteht aus Flüchtlingen, die eben im Zeltdorf Am Volkswald untergebracht sind. Der Platz war über 80 Jahre lang das Zentrum des Heidhauser Fußballs, hier kickte der Freie Turn- und Spielverein 1887 Werden-Land, später der Fusionsclub SV Heidhausen. Der wurde umbenannt in SC Werden-Heidhausen und bekam im Löwental eineinhalb Kunstrasenfelder, musste dafür schweren Herzens den Volkswald aufgeben. Umso verständlicher, dass gerade eingefleischte SCler wie Sebastian Paas und Christoph Steinmetz nicht wollten, dass dieses besondere Aufeinandertreffen ausfällt. Über die sozialen Netzwerke suchten die beiden Kicker der SC-Reserve noch Mitspieler, etliche sagten zu, es konnte Entwarnung gegeben werden: „Das Turnier findet doch statt!“

Der „FC Volkswald“

In abgespeckter Variante, auf zwei Kleinfeldern, doch immerhin gingen fünf Teams an den Start. Alfred Höltgen, Sport-Koordinator für Sportverbund Werden-Ruhr und „Werden hilft“, brachte 15 Kicker mit, aus Syrien, dem Irak, Schwarzafrika. Die wurden flugs auf die Mannschaften verteilt, nach kurzem Beschnuppern bestens aufgenommen, kickten nach Herzenslust um Tore, Punkte, Meisterschaft. Völlig unaufgeregt, einfach mittendrin, schnell verschwammen mögliche Grenzen, Sport hilft über Hürden hinweg. Alfred Höltgen strahlte: „Genau das Richtige für diese jungen Männer. Sie möchten so gerne Kontakte zu Deutschen bekommen, das fällt beim gemeinsamen Sporttreiben einfach leichter.“ Der „FC Volkswald“ wurde vom SC Werden-Heidhausen mit einem Trikotsatz ausgestattet, trainiert dienstags und donnerstags im Löwental, doch eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit: „Da sind die Jungs unter sich.“ Nach einem spannenden Finale überreichten die Organisatoren Sebastian Paas und Christoph Steinmetz dem Gewinnerteam einen großen Siegerpokal, dann wurde gefeiert. Im Weggehen hielt Alfred Höltgen fest: „Das hat Spaß gemacht. Dankeschön. Am 20. August sind wir zu einem ähnlichen Turnier beim FC Saloniki im Essener Norden eingeladen, da freuen sich die Jungs schon drauf.“

Sommerfest am Volkswald

Am Samstag, 13. August, findet von 17 bis 21 Uhr im Zeltdorf Am Volkswald ein Sommerfest statt. Es wird das letzte sein, da der Standort im Oktober aufgelöst wird. Werden Hilft-Vorsitzende Ulla Lötzer lädt herzlich ein: „Lasst uns noch einmal gute Laune für ein gutes Fest am Volkswald mitbringen.“ Eine multikulturelle Band tritt auf, für Speis und Trank ist gesorgt, es wird auch sportlich: Alfred Höltgen hat mit Uli Tonder einen „olympischen“ Dreikampf konzipiert.
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