Das Wunder blieb aus

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Die 2. Herren haben noch die Chance auf das Erreichen der Relegation. Foto: Archiv

Spiele der WTB-Volleyballer: 1. Herren steigen ab, 2. Herren haben noch Hoffnung


Diesen Spieltag vergessen die Volleyballer des Werdener Turnerbundes am besten schnell wieder: Alle vier Partien gingen verloren. Die 1. Herren steigen nun definitiv aus der Landesliga ab. Allerdings haben die Zweitvertretungen noch Hoffnung: Die 2. Herren könnten noch den Strohhalm der Relegation ergreifen, die 2. Damen gehen in die Aufstiegsrunde.

WTB 1. Damen gegen TUSEM Essen II 0:3

Die Erstvertretung der Damen musste gegen den ungeschlagenen Tabellenführer und Stadtrivalen TUSEM ran. Coach Christian Perband resümierte nach dem Spiel zufrieden: „ Auch wenn der Favorit die drei Punkte einsackte, musste er sich viel mehr anstrengen, als gedacht.“ Das Zusammenspiel klappte von Beginn an außerordentlich gut, das Angriffstrio um Kleinjohann, Schanze und Schützdeller verwertete die Bälle wie am Fließband und sorgte für massive Probleme auf der gegenüberliegenden Feldhälfte. Die Führung im ersten Satz wurde jedoch durch zwei kurze Schwächephasen in der Annahme hergegeben, wodurch der Auftakt an den lokalen Kontrahenten ging. Doch die Netzhoheit behielt der WTB auch im zweiten Satz. Erneut gingen die Werdenerinnen in Führung, ehe die erfahreneren Damen des TUSEM das hochspannende Satzfinale für sich entschieden und sich im dritten Satz nochmals steigerten. Der WTB trug seinen Teil zu einem gutklassigen Spiel bei, und so war Trainer Perband nach Abpfiff der Partie keineswegs unzufrieden: „Dass der TUSEM das Spiel gewann, war nicht überraschend. Dafür aber unser guter Auftritt.“

WTB 2. Damen gegen SV BW Dingden V 0:3

Gegen den bereits feststehenden Meister SV BW Dingden kassierte die Zweitvertretung der Damen eine klare Niederlage. Trainer Sven Heimeshoff sah dennoch keinen Grund für schlechte Stimmung zum Saisonabschluss: „Wir haben gut gespielt und gegen einen Gegner verloren, der auch verdient Meister geworden ist.“ Der Auftakt des Spiels war auf Werdener Seite gekennzeichnet von Schwächen in der Annahme, erst zum Ende des Satzes fand der WTB die Balance wieder. Die Konkurrenz vom Niederrhein war da schon nicht mehr einzuholen. Der zweite Abschnitt war ein Déjà-vu: „Eine Kopie seines Vorgängers“, staunte Heimeshoff, als wieder zur Satzmitte Probleme bei der Annahme auftraten. Erst im dritten Satz gelang es den Werdenerinnen, endlich selbst Druck auszuüben, die Defensive des WTB präsentierte sich jetzt deutlich wacher und agiler. Umso ärgerlicher war die verletzungsbedingte Auswechslung von Diagonalangreiferin und Mannschaftsführerin Svea Ketteler beim Stand von 23:18, wodurch die Ordnung verloren ging. Mit 24:26 mussten sich die Löwentalerinnen dem Tabellenprimus beugen. Als Vizemeister darf der WTB Ende April um den Aufstieg in die Bezirksklasse spielen.

WTB 1. Herren gegen Lüner SV 1:3

Die positiven Ergebnisse der jüngsten Partien hatten den Kampfgeist neu entflammt, doch die Aufholjagd entpuppte sich als r. Nun gab es die traurige Gewissheit: Der Abstieg steht fest! Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Lünen enttäuschte der WTB I keineswegs und luchste dem Favoriten gleich zu Beginn des Spiels einen Satz ab. Unbekümmert gingen die Werdener in die Partie und setzten auf riskante, aber gefährliche Aufschläge, mit denen der Spielaufbau der Konkurrenz prompt im Keim erstickt wurde. Lünens Abwehr präsentierte sich unerwartet wackelig, der WTB machte durch kraftvolle Angriffe Dampf. Kapitän Stephan Kromer analysierte treffend: „Wenn wir so öfters aufgetreten wären, würde man uns mit Sicherheit nicht da unten in der Tabelle finden. Doch wir kriegen keine Konstanz rein“.
Der Favorit legte in den folgenden zwei Sätzen eine Schippe drauf und zermürbte die Abwehr des WTB mit Präzision und Kraft. Die Werdener hielten stets gut mit, aber Lünen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und besiegelte den Abstieg der Werdener Volleyballer.

WTB 2. Herren gegen TSC Eintracht Dortmund 1:3

Das Wunder des direkten Klassenerhaltes blieb aus. Dennoch können die Akteure der Zweitvertretung mit ihrem Auftreten gegen den Tabellenführer aus Dortmund rundum zufrieden sein, so Außenangreifer Rainier Marliani: „Eine wunderbare Leistung!“
Das Team von Trainer Markus Hardt trat personell gebeutelt das fast unmögliche Unterfangen an. Nach katastrophalem Beginn kam der WTB spät ins Spiel, warf dann aber unbändigen Einsatz, Kampfeswille und - was in dieser Saison leider viel zu selten gezeigt wurde - spielerische Stärke in die Waagschale. Es reichte nicht ganz, den ausgeglichenen zweiten Satz gewann Dortmund knapp. Doch der WTB II ließ in seinem Eifer nicht nach. Die Hoffnung auf das Wunder bekam zum Ende des dritten Abschnitts wieder Nahrung, als zwei Matchbälle abgewehrt werden konnten der erste Satzball zum 26:24 saß. Im vierten Satz ermöglichten Werdener Fehler in Angriff und Annahme dem Aufstiegsaspiranten den finalen Satzgewinn. Mit etwas Glück könnte der WTB II jedoch einen Relegationsplatz erreichen.
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