Der zwölfte Mann! Die Spiele der Werdener Fußballer – 80er und SC im freien Fall?

Die SC-Kicker, hier Jan Brückner am Ball, unterlagen gegen Altenessen.
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  • Die SC-Kicker, hier Jan Brückner am Ball, unterlagen gegen Altenessen.
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Die Partien der Löwentaler waren von wenig Erfolg gekrönt. Nur ein Punkt aus zwei Begegnungen ließ den Bezirksligisten straucheln. Immerhin nicht in Unterzahl mussten die 80er diesmal auflaufen, eine 0:5 Niederlage war dennoch nicht zu verhindern.

SC Phönix Essen gegen SC Werden-Heidhausen I 1:1

Erst nach 93 Minuten war diese Begegnung vorbei. Trainer Danny Konietzko war verärgert: Wäre sie nur über die vorgeschriebenen 90 Minuten gegangen, dann hätte der SC Werden-Heidhausen zwei Zähler mehr auf dem Konto!
Phönix wartete mit dem ehemaligen Heidhauser Titomir Benic und gleich drei ehemaligen Akteuren des FC Kettwig, Werden übernahm dennoch das Kommando. Torlos ging es in die Pause, nach einer Stunde wechselte Konietzko, brachte Sandy Müller und Nico Rüth ins Spiel, für sie machten Jan Brückner und Florian Kammann Platz.

Die Umstellungen fruchteten, nur acht Minuten später erzielte Tim Petzke die Führung der Gäste. Nun haderten die Gastgeber mit sich und dem Schiedsrichter, ein Spieler hielt sich dran, bekam vom Unparteiischen zunächst die gelbe Karte, dann den gelb-roten Karton vor die Nase gehalten – Phönix musste in Unterzahl weitermachen. Doch nur zwei Minuten später herrschte personeller Gleichstand: Kapitän Florian Kleine-Beck rauschte seinem Gegenspieler in die Beine, der Unparteiische zögerte nicht und zog glatt Rot!

Ebenfalls Rot hätte es bei Notbremsen geben müssen, als bei Kontermöglichkeiten Nico Rüth und Björn Homberg durch waren und gefoult wurden. Doch diesmal sah der Unparteiische weg. Tobias Kammann kam für Petzke, sollte den Vorsprung mit verteidigen.
Es reichte nicht, leider fiel in der 93. Minute doch noch der 1:1 Ausgleich.

SC Werden-Heidhausen I gegen SG Altenessen 1:3

SC-Trainer Konietzkos Blick war förmlich versteinert. Seine Spieler taten sich daheim gegen den Letzten schwer, das Spiel aufzuziehen, die Gäste machten mit einer Sechserkette hinten dicht. Aus dieser sicheren Abwehr setzten die Gäste Nadelstiche, kamen mit Standardsituationen zum Erfolg.
Gleich zweimal hieß das Rezept: „Freistoß von halbrechts, Kopfball, Tor!“ Auf der Gegenseite hatte Tim Petzke Pech, als er nur den Pfosten traf.

Zur Pause lag der SC mit also 0:2 hinten, agierte zudem in Unterzahl. Björn Homberg war am Trikot gezogen worden, riss sich frei, der Arm landete am gegnerischen Kopf, Homberg sah die rote Karte.
Eine konsequente Entscheidung des unaufgeregten Schiedsrichters.
In der 70. Minute verkürzte Christian Weiler, köpfte einen Freistoß von Florian Kammann ein. Der SC versuchte noch einmal alles, lief aber in den entscheidenden Konter, der das 1:3 brachte. Der eingewechselte Tobias Kammann verabschiedete sich ebenfalls, nach rüdem Foulspiel mit Feldverweis bedacht.

Dass der SC nur elf Spieler seines Kaders an Bord hatte und mit Yannick Bönte, Jason Munsch und Kevin Saalbach gleich drei Spieler der Reserve aushelfen mussten, stimmt nachdenklich.
Jetzt kommt es noch dicker: Beim Aufstiegsaspiranten Essen-West muss Trainer Danny Konietzko nun nicht nur die drei Rotsünder, sondern auch Sandy Müller ersetzen, der gelbgesperrt ist.

SG Werden 80 I gegen SV Kray Isinger 0:5

Der zwölfte Mann - wie oft haben die 80er in dieser traurigen Rückrunde auf eine Auswechselmöglichkeit verzichten müssen!
Diesmal traten die Löwentaler wenigstens in Gleichzahl an, verkauften sich gegen den Tabellenelften so gut wie möglich, lagen zur Halbzeit auch nur mit 0:2 hinten. Auch im zweiten Durchgang blieb es erträglich, mit 5:0 gewann der SV Isinger.
Nun geht es für das Team um Spielertrainer Dennis Decker gegen den Tabellenzweiten Bredeney - die Aussicht auf eine Sensation ist leider eher gering.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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