Die Nerven bewahrt

Anzeige
Hanna Abberger behielt die Übersicht und warf die Damen zum Sieg. Foto: Bangert
 
Ein hartes Stück Arbeit wartete in Gerresheim auf die Grün-Weißen. Foto: Bangert

Drei der fünf Werdener Handballerteams konnten ihre Partien gewinnen

Die Damen machten es so erst richtig spannend, holten sich dann aber doch wichtige Punkte im Abstiegskampf. Den grün-weißen Herren gelang ein knapper Erfolg, sie bleiben oben dran.

HSG Gerresheim gegen DJK Werden 24:26
Tore: Hebmüller 8, Wiedemann 5, Gummersbach 3, Jachens 3, Gauselmann 2, Kerger 2, Clasen, Krauthausen, Vollmer.
Groß war die Erleichterung bei den Werdenern nach dem Schlusspfiff, denn man konnte den Erfolg erst in den letzten Minuten erzielen. Dabei gingen die Löwentaler nach zehn Minuten mit 9:1 in Führung. Die Grün-Weißen konnten diesen Vorsprung trotz einer nicht berechtigten roten Karte gegen Lucas Jachens zunächst behaupten. Nach 20 Minuten führten die Gäste mit 13:6, doch dann verloren sie total ihren Spielfluss. So konnte der Gegner bis zur Pause den Rückstand auf 12:15 verkürzen. Nach dem Wechsel konnten die Grün-Weißen zunächst den Vorsprung halten, doch gerade Fehler im Angriff führten dazu, dass die hoch motivierten und kampfstarken Gegner bis zur 55. Minute zum 24:24 ausgleichen konnten. In den hektischen letzten fünf Minuten erzielte Marco Gummersbach die beiden entscheidenden Tore, nachdem Patryk Bily im Tor einige klare Torchancen der Gerresheimer vereitelt hatte. Mit seinen acht Toren bewies Bastian Hebmüller erneut seine Torgefährlichkeit. Die Mannschaft von Trainer Dirk Bril empfängt am Samstag, 20. Januar,  um 17 Uhr den Tabellenletzten Jahn / West Düsseldorf im Löwental.

Nervenzerfetzend

HSG Werden / Phönix I gegen SG Überruhr II 24:23
Tore: Abberger 8, Simmes 5, Falke 3, Majic 3, Berking 2, Brenner 2, Roth.
An Spannung nicht zu übertreffen war die Verbandsliga-Partie im Werdener Löwental.
Die HSG-Damen hatten sich gegen den Tabellennachbarn etwas vorgenommen, das spürte man. Nach verhaltenem Beginn konnte Werden sich von 6:5 auf 13:9 absetzen. Aus einem 14:12 machten Lisa Berking, Hanna Abberger, Charlotte Simmes und Jennifer Majic ein deutliches 18:12, nun lag endgültig der Heimsieg in der Luft. Doch die Gäste gaben sich nicht so schnell geschlagen. Werden verlor auch geschwächt durch gleich zwei Zeitstrafen die Kontrolle, musste Überruhr wieder herankommen lassen. Dann kamen die nervenzerfetzende Schlussphase und der fast schon aus der Hand gegebene Sieg. Kurz nach der Pause hatte Werden schon deutlich geführt, doch kurz vor dem Ende stand es unentschieden. Die letzten Minuten waren dann definitiv nichts mehr für schwache Nerven. Überruhr bekam einen Siebenmeter zugesprochen. Doch der Strafwurf verfehlte sein Ziel. Die Gäste verpassten also die große Chance, die Partie völlig zu drehen. Auf der Gegenseite behielt Hanna Abberger die Nerven und erzielte den umjubelten Siegtreffer. Werden versuchte nun, lange den Ball zu halten und konnte dann mit jeder Menge Kampfgeist den Sieg holen. Letztlich verdient, denn die HSG war lange spielbestimmend. Mit diesem Erfolg gegen ihren Angstgegner, gegen den sie in den letzten Jahren immer wieder verloren hatten, konnten zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga gewonnen werden. Mit nunmehr 8:16 Punkten hat Werden die Überruhrer Mannschaft eingeholt und darf immer mehr vom Klassenerhalt träumen. Ein ganz wichtiger Schritt in diese Richtung wäre für das Team von Trainer Andre Gutjahr mit einem Erfolg beim Verfolger HSG WMTV Solingen getan.

Fragwürdige Entscheidungen

Tus Ickern II gegen HSG Werden / Phönix II 17:18
Tore: K. Schwätzer 6, Wollner 4, Büchel 3, Slanina 2, Dressler, Ch. Schwätzer, Wahser.
Zum ersten Spiel in der Rückrunde mussten die 2. Damen die Reise nach Castrop-Rauxel antreten. Das Hinspiel im September konnte die HSG mit 19:14 für sich entscheiden. Ziel war also, zwei Punkte aus Ickern mit nach Hause zu bringen. Wie so oft fand die HSG-Reserve anfangs nicht ins Spiel. Im Angriff fehlte der Druck und Wille zum Tor und in der Abwehr folgten unnötige Tore durch Abstimmungsfehler. Es wurde von Beginn an eine spannende und umkämpfte Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beide Teams hatten unter fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters zu leiden. Durch tolle Paraden der Torfrau Kerstin Walther gelangen zwei schnelle Angriffe mit erfolgreichen Torabschlüssen durch Kaddy Schwätzer und Julia Büchel. Werden lag mit zwei Treffern in Führung. Ickern kam wieder heran, bei einem Tor Vorsprung stand noch eine gute Minute Spielzeit auf der Anzeigetafel. Der letzte Angriff verpuffte, Ickern hatte drei Sekunden vor dem Ende noch einen Freiwurf. Den Wurf konnte Torfrau Walther parieren. Der äußerst knappe Erfolg der HSGlerinnen war am Ende verdient, da sie doch die überwiegende Zeit geführt hatte. Am Samstag, 20. Januar, empfangen die Damen der HSG II um 15 Uhr den ETG Recklinghausen im Löwental.

DJK Werden II gegen SG Überruhr II 21:39
Tore: Gründer 9, Holtz 3, Hepach 2, Herrscher 2, Holtmann 2, Risch 2, Baltes.
Von Beginn an waren die Löwentaler, die ohne mehrere Leistungsträger antreten mussten, gegen den starken Gegner aus Überruhr ohne Chancen. Trotzdem zeigte die Mannschaft eine gute Moral und bemühte sich bis zum Spielende um ein achtbares Ergebnis. Im kommenden Spiel gegen TuSEM III hofft man darauf, dass die Mannschaft komplett antreten kann, denn hier fällt eine Vorentscheidung um den Klassenerhalt.

DJK Werden III gegen SG Überruhr IV 27:30
Trotz einer engagierten und kämpferisch guten Leistung unterlagen die Werdener dem Tabellenführer. In einer bis zum Ende spannenden Begegnung gelang es der Mannschaft nicht, einen Rückstand wieder aufzuholen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.