Die Sensation war nahe! SC Werden-Heidhausen noch dabei bei der 21. Essener Hallenstadtmeisterschaft, 80er draußen

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Marc Scheirich und der SC Werden-Heidhausen kamen weiter.
 
Auch die Tore von Marc Nern halfen den 80ern nicht in die Endrunde.

Der SC Werden-Heidhausen und die SG Werden 80 erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Die 80er waren zunächst obenauf und stürzten dann jäh ab, der SC schien bereits draußen und setzte sich doch durch.

SG Werden 80

SG-Trainer André Bausch blieb tapfer: „Es war ein Riesenerfolg für uns Alte Herren, überhaupt die Zwischenrunde erreicht zu haben und mit vier Punkten können wir hoch erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.“ Doch insgeheim ärgerte er sich, wie seine Spieler, doch über das Ausscheiden. Zu nahe waren die 80er der unglaublichen Sensation gekommen, um nicht enttäuscht zu sein!
Die Löwentaler mussten ersatzgeschwächt antreten, kurzfristig fiel auch noch René Sperling aus, zudem konnten die Schiedsrichter offensichtlich den krassen Außenseiter nicht leiden.

Zu Beginn kam es zum ungleichen Duell C-Ligist gegen Bezirksligist. TuS Essen-West 81 hat ganz andere Möglichkeiten als die 80er, sein Kader ist gespickt mit Ausnahmekönnern. „Deren Etat ist gigantisch, wir bekommen pro Saison eine Kiste Bier gesponsert“, hielt Bausch die riesigen Unterschiede zwischen seinen „Freizeitkickern“ und den West-Halbprofis fest. Doch auf dem Feld war kein Unterschied zu sehen! 22 Sekunden waren gespielt, da klingelte es erstmals im Netz. Des haushohen Favoriten! Dennis Deutschmann traf zum 1:0, legte in der siebten Minute sogar das 2:0 nach. Nun griff der Unparteiische ein, schickte Stefan Westermann für eine Nichtigkeit vom Feld. West nutzte die Überzahl zum Anschlusstreffer, glich fünf Minuten vor dem Ende nach einem Eckstoß aus. Die Halle freute sich über diese erste faustdicke Überraschung!

Gegen den ESC Preußen begannen die 80er schwach, lagen schnell mit 0:2 hinten. In der fünften Minute konnte Winterzugang Thorsten Merkel verkürzen, dann legte Marc Nern einen Freistoß zu Stefan Westermann, der das Spielgerät zum 2:2 in die Maschen hämmerte. Dennis Peter stand plötzlich völlig frei, das 3:2 war Formsache, doch den Preußen gelang der prompte Ausgleich. Nach einem unwiderstehlichen Doppelpass mit Thorsten Merkel traf Marc Nern zum 4:3, Merkel machte 20 Sekunden vor dem Schluss mit seinem 5:3 den Sack zu.

Unkonzentriert

Die 80er waren vor dem abschließendem Match gegen DJK Katernberg 19 Zweiter, ein Remis hätte zum Weiterkommen gereicht. Doch irgendwie war plötzlich der Wurm drin, in der fünften Minute konnte Dennis Peter zwar zum 1:2 treffen, doch bald lag die SG mit 1:4 hinten. Nach einem Freistoß von Martin Hofmann verkürzte Marc Nern, eine Vorlage von Marc Wildschütz landete wieder bei Nern, der zum 3:4 traf. Vier Minuten blieben noch, um mit einem Unentschieden zu triumphieren.
Doch nun zeigte sich die so routinierte Truppe merkwürdig unkonzentriert, ließ sich zweimal auskontern und unterlag mit 3:6, der Traum war ausgeträumt.

SC Werden-Heidhausen

Danny Konietzko, Trainer des SC Werden-Heidhausen, wusste das Gesehene richtig einzuordnen: „Ich habe immer gesagt, wir haben nicht so die Hallenspezialisten.“ Viel war auf Zufall aufgebaut, oft vermasselten technische und taktische Fehler den Erfolg. Aber die Löwentaler sind weiter, um mehr ging es nicht. Diesmal stand Kevin Saalbach aus der Reserve zwischen den Pfosten, in der dritten Runde der dritte Torwart!

Gegen die DJK Mintard schienen die Löwentaler wie paralysiert. Der Mülheimer Stadtmeister durfte machen, was er wollte – erst beim Stande von 0:4 hatte der SC in der elften Minute durch Halil Erciyas die erste Tormöglichkeit, es folgten Chancen für Nico Rüth und Björn Homberg, doch es blieb bei einer überraschend deutlichen Niederlage.
Nun waren die Werdener mächtig unter Druck, hielten dem aber stand.

Verbessert

Der SV Leithe wehrte sich tapfer, hatte aber letztlich keine Chance gegen deutlich verbesserte SC-Kicker. Björn Homberg traf den Pfosten, Nico Rüth war bei der Nachschussmöglichkeit zu überrascht, Marc Scheirich hielt drauf, den Abpraller versenkte Homberg zur Führung. Kevin Hougardy zielte knapp vorbei, Scheirich passte gekonnt zu Sandy Müller, der nach acht Minuten zum 2:0 einlochte. Nachdem Björn Homberg am guten Torwart scheiterte, behielt Nico Rüth die Übersicht und „schummelte“ das Leder zum 3:0 über die Linie. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff waren die Löwentaler mental schon in der Kabine, Leithe gelang der verdiente Ehrentreffer.

Zum Abschluss musste gegen TURA 86 zumindest ein Remis her, denn bei einer Niederlage wäre die Konietzko-Elf ausgeschieden. Da tat es den angespannten Nerven richtig gut, das Florian Kleine-Beck von der Mittellinie genau zielte und das Leder zum 1:0 in die Maschen jagte. Tobias Kammann war frei durch, scheiterte am Schlussmann. Sechs Minuten waren noch zu spielen, da fing sich Werden nach einem schnell ausgeführten Eckstoß den Ausgleich. Gleich zweimal hatte TURA die Riesenchance, in Führung zu gehen, doch Torwart Saalbach verhinderte den Rückstand. Nach einem Foul an Marc Scheirich fing sich TURA eine Zeitstrafe, der SC spielte die Überzahl eiskalt aus, Björn Homberg zu Sandy Müller, der frei vorm Tor die Nerven behielt. Das war’s dann auch, mit zwei Siegen erreichte der SC Werden-Heidhausen im Prinzip ungefährdet die Endrunde.
Hier bedarf es gewiss einer Steigerung, um den finalen Sonntag zu erreichen, allerdings gilt die Gruppe mit dem starken Landesligisten Niederwenigern, aber auch mit den zwei A-Ligisten TuS Helene und Turngemeinde als lösbar.

So geht es weiter:

Endrunde in der Halle „Am Hallo“


Samstag, 24. Januar:
SC Werden-Heidhausen gegen
17.18 Uhr: TuS Helene
18.12 Uhr: SF Niederwenigern
19.24 Uhr: TGD Essen-West

Sonntag, 25. Januar:
Ab 12 Uhr: Finalrunde und Endspiele.
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