Die stärkste Erste seit Jahren

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Der WTB erlebt die stärkste erste Herren seit Jahren. Foto: Archiv / Bangert
 
Bei den 1. Damen lief bereits vor Anpfiff einiges schief Foto: Bangert

Die Spiele der Volleyballer mit Jubel bei den Herren und Schnupfen bei den Damen

Die Erkältungs- und Grippewelle verhagelte den Volleyballerinnen des Werdener Turnerbundes den Jahresauftakt. Anders lief es für die Männer: Der WTB erlebt die stärkste erste Herren seit Jahren und auch die Zweite kann erste Ergebnisse einfahren.



WTB 1. Herren gegen SG Kempen/Wachtendonk 3:0
Die ersten Herren des Werdener TB setzten auch zu Jahresbeginn die Siegesserie in der Landesliga fort. Die SG Kempen/ Wachtendonk erwies sich als kein ernsthafter Gegner für die Truppe von Marcus Hardt. Beim 25:20, 25:17 und 25:22 Erfolg, setzten sich die Werdener klar durch. Damit holte Werden den fünften Sieg in Folge, davon vier mit glatten 3:0 Sätzen. Das Team ist nun starker Dritter in der Landesliga und wird in den nächsten Spielen beobachten, ob die scheinbar enteilten Tabellenführer nicht doch einmal Federn lassen.

Personalpuzzle

WTB 1. Damen gegen MTG Horst I 0:3
Gegen den altbekannten Dauerrivalen lief für den Turnerbund aus Werden bereits vor Anpfiff einiges schief. Coach Christian Perbands Personalpuzzle zerbrach durch den Ausfall zweier Mittelblockerinnen zu einem regelrechten Mosaik. So schickte Perband die eben erst genesene Kleinjohann über den Mittelangriff aufs Hallenparkett, doch schon zum Auftakt offenbarten sich viele Irritationen und Abstimmungsfehler im Quadrat der Turnerbundlerinnen. Als sich dann noch Schwächen im Annahme- und Abwehrbereich dazugesellten, war der erste Satz bereits verloren. Perband intervenierte, doch außer einer kurzeitigen 6:1-Führung im zweiten Abschnitt brachten auch die Umstellungen das Rad nicht zum Laufen. Stattdessen glich sich das Spiel der Werdenerinnen den frostigen Temperaturen an, und die MTG marschierte mit 25:19, 25:17 und 25:12 zu verdienten drei Punkten. Der Lichtblick an diesem unterkühlten Spieltag war zweifellos das Comeback von Zuspielerin Hüsgen, die mit einer soliden Aufschlagleistung die Fahnen des WTB nicht gänzlich untergehen ließ.

Trainer war zornig

WTB 2. Damen gegen TUSEM Essen III 0:3
Sven Heimeshoff, der Trainer der Zweitvertretung, hat trotz seines jungendlichen Alters bereits viele staubige Hallenwände und Spielverläufe im Volleyballzirkus gesehen. Damit diesem Coach die Zornesröte ins Gesicht steigt, bedarf es also durchaus markanter Vorkommnisse. Der Ärger über die glatte Niederlage gegen den Stadtrivalen war der Leistung seiner Schützlinge geschuldet und auch der Schiedsrichterleistung zum Ende des ersten Satzes. Doch der Reihe nach: Zwar schoss Svea Lack zum Auftakt die Angaben wie Kanonengeschosse über die Netzkante, doch die Werdenerinnen präsentierten im Spielaufbau zu viele Schwankungen. Dennoch lag der erste Satz mit vier Satzbällen auf dem Silbertablett serviert, als die Nerven der Rot-Weißen versagten und der entscheidende Pfiff der Unparteiischen zum 28:30 zu Ungunsten des WTB fiel. Der Ärger über den unglücklichen Ausgang war noch nicht verraucht, da mussten die Werdener Damen bereits wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Schlussendlich reichte dem TuSEM ein wenig mehr Konstanz, um zwei weitere Sätze an Land zu ziehen. Doch der Blick des Übungsleiters richtete sich schnell wieder nach vorne: „Es wird auch wieder gewonnen“, munterte er auf. „Die guten spielerischen Ansätze waren deutlich zu erkennen.“

Erster Satzgewinn

WTB 2. Herren gegen Tusa Kray 1:3
Im dritten Durchgang war es so weit! Der erste Satzgewinn gelang. Die Umstellungen des Trainergespanns Constantin Anthis und Martin Weber tragen langsam Früchte. Ausgerechnet gegen den Tabellendritten Tusa Kray erkämpfte Werden sich nach zwei 15:25 und 16:25 Niederlagen den 25:23 Satzerfolg. Im vierten und letzten Durchgang machte der Favorit dann wieder ernst und siegte mit 25:14 Punkten.

WTB 3. Damen gegen FS Duisburg IV 1:3
Wintertransfers sind eher im Fußball zu finden. Doch die Drittvertretung erwischte die Grippewelle in derart voller Wucht, dass Trainerin Monika Seifert mit Loreen Kunert einen Neuzugang an Land ziehen konnte, den sie gleich ins kalte Wasser warf. Kunert trainiert erst seit Jahresbeginn mit und war mit dem Läufersystem allenfalls aus einzelnen Trainingsstunden vertraut. Dennoch meisterte die Newcomerin, die im Eilverfahren nachgemeldet wurde, die Aufgabe vortrefflich. Loreen Kunert trug auch maßgeblich dazu bei, dem Favoriten aus Duisburg durch ruhige Pässe und überlegte Angriffen den dritten Satz abzuknüpfen. Die jungen WTB-Damen warfen Kampfkraft und Teamgeist in die Waagschale. Der finale vierte Satz deckte jedoch die Differenzen in der Aufschlagqualität auf, als der Ruhr-Rivale mit deutlich mehr Wucht und Präzision die Angaben über das Netz drosch. Die Annahme der Werdenerinnen war den Services einfach nicht gewachsen.
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