Ein undankbares Spiel

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Der SC Werden-Heidhausen, hier Yannick Bönte, konnte fast nach Belieben schalten und walten. Foto: Bangert
 
Kapitän Matthias Bednarski führte den SC zum Sieg über den SV Leithe. Foto: Bangert

Spiele der Fußballer: Die Löwentaler besiegten zuletzt so starke Leither nahezu mühelos


Der SC Werden-Heidhausen ist gut gerüstet für das kommende Lokalderby mit dem Platznachbarn SG Werden 80. Weniger euphorisch waren da die Blicke der 80er, die in Yurdum Spor untergingen. Weiter im Aufwärtstrend befindet sich die SC-Reserve, den Löwentaler Damen gelang leider kein Punktgewinn.

Kreisliga A

SC Werden-Heidhausen I gegen SV Leithe 6:0
Trainer Danny Konietzko war hinterher ein wenig unsicher, wie er das Spiel einordnen sollte: „Das war undankbar. Wir hatten sehr viel Ballbesitz und waren hoch überlegen. Zeitweise sah es ganz gut aus, doch irgendwie fehlte mir da der unbedingte Wille, auf ein noch höheres Resultat zu gehen. Jedes Tor gibt doch zusätzliches Selbstvertrauen, da hätten wir ruhig noch mehr machen können.“
Sechsmal in Folge unbesiegt war der SV Leithe, bevor er ins Löwental kam. Defensiv kompakt, hielten die Gäste hinten dicht, taten wenig für ein offenes Spiel. Die Hausherren konnten endlich personell wieder etwas Luft schnappen, taten sich aber zunächst schwer, begannen zu hektisch, Folge waren Ballverluste. Nach und nach kamen Ruhe und Qualität ins Spiel. Florian Kammann spielte zu Nick Hölzer, der jedoch am Tor vorbei zielte. Besser machte es Tim Homberg, der nach genialem Flugball von Kammann völlig frei vorm Torhüter auftauchte und die Übersicht behielt. Diesem 1:0 folgte in der 42. Minute der erste Angriff der Gäste. Fast wäre der Ausgleich gefallen, das Leder konnte zur Ecke geklärt werden. Im Anschluss an diese köpfte ein Leither an die Latte, Werden hatte Glück gehabt. Fast im Gegenzug nahm Philipp Sonnenschein Maß und überraschte den Torwart mit einem satten Weitschuss. Dieses 2:0 nervte ihn wohl derart, dass ein Gästespieler nach Foul und gelber Karte weitermotzte und dafür kurz vor der Pause den roten Karton unter die Nase gehalten bekam. Nach dem Seitenwechsel war die Spannung raus, der Sieg nie gefährdet. Wolfgang Dymala erhöhte, Nick Hölzer schraubte mit einem Doppelpass das Ergebnis in die Höhe, Florian Kammann machte das halbe Dutzend voll. Trainer Konietzko war mit Abstrichen zufrieden, sah jedoch weiterhin Handlungsbedarf: „Ich hoffe zwar, dass einige unserer Ausfälle zurückkehren, Christian Weiler kommt bald wieder. Doch unser Kader ist auch dann noch viel zu knapp. Da müssen im Winter externe Zugänge für die Offensive her, wir müssen den Konkurrenzdruck hoch halten. Wenn wir etwas erreichen und in der Spitzengruppe mithalten wollen, müssen wir uns breiter aufstellen.“

ESC Preußen gegen SC Werden-Heidhausen Damen 3:1
Die Löwentalerinnen verlieren so langsam den Kontakt zur Spitze. Mit einer nicht unbedingt einzukalkulierenden Niederlage kehrten die Werdener Kickerinnen aus dem hohen Norden zurück. Nach zehn Minuten gerieten die Löwentalerinnen in Rückstand, in der 26. Minute fiel der Ausgleich durch einen gekonnten Schlenzer von Zeynep Sariaslan. Werden war spielerisch über weite Strecken überlegen, konnte aber zu selten klare Torchancen herausspielen. Die Seiten wurden mit 1:1 gewechselt, bis einer Viertelstunde vor Spielende änderte sich daran nichts. Doch dann trafen die Hausherren und die Aussicht auf einen Punktgewinn schwand dahin. Das 1:3 in der 84. Minute machte die zweite Saisonniederlage perfekt. In der Tabelle ist der SC etwas zurück gefallen, der Abstand auf Spitzenreiter Mintard beträgt schon acht Punkte. Trainer Simon Freisenhaus: „Jetzt folgen drei Heimspiele, danach können wir einen Strich machen und die Ziele der Mannschaft definieren. Möchte man oben mitspielen? Oder einfach nur Spaß an der Sache haben? Es macht sich bemerkbar, dass wir seit Wochen auf dem Zahnfleisch gehen. Durch Schichtarbeit, Krankheit und Verletzungen oder anderen Aktivitäten ist ein geregelter Trainingsbetrieb nur eingeschränkt möglich. In Spielen, die durch den Kampf entschieden werden, reichen die Körner nicht!“
Nun geht es gegen Niederwenigern, den neuen Tabellenzweiten.

Yurdum Spor gegen SG Werden 80 5:2
Obwohl Yurdum Spor zuletzt wenig erreichen konnte, hatte Trainer André Bausch vor dieser Wundertüte gewarnt. Mit Recht, diesmal erwischte das türkische Team einen guten Tag, ging schnell mit 2:0 in Führung.
Kurz nach Wiederanpfiff konnte Dennis Jahnscheidt verkürzen, doch die Gastgeber ließen sich nicht beirren und zogen auf 4:1 davon. Zwar konnte der eingewechselte Dennis Peter zum 2:4 treffen, aber die Hausherren legten postwendend ihren fünften Treffer nach. Erstaunlicherweise kletterte die SG trotz der hohen Niederlage einen Rang nach oben in die obere Tabellenhälfte.

Kreisliga B

SC Werden-Heidhausen II gegen ESC Rellinghausen II 2:1
Eine schwere Geburt war der Sieg über die Reserve des Landesligisten. Der SC kam gut ins Spiel, Patrick Hubl bediente Holger Steinmann, der das 1:0 erzielte. Doch irgendwie war plötzlich der Wurm drin, dass Aufbauspiel stockte, die Gäste kamen mit einem Konter zum Ausgleich. Eine große Chance hatte Tobias Butgereit, doch er zielte aus spitzem Winkel über die Latte. Direkt nach Wiederanpfiff war Patrick Hubl zum 2:1 zur Stelle, der nächste Sieg war perfekt. Von den letzten zehn Begegnungen konnte die SC-Reserve acht gewinnen, unterlag nur den Topteams Freisenbruch und Überruhr. Beim Kellerkind SV Leithe II ist Werden klarer Favorit, auch wenn es auf ungeliebte Asche geht.

Kreisliga C

SC Werden-Heidhausen III gegen Preußen Eiberg III 4:0
Torschützen: Moritz Trah 2, Alessio Benetazzo, Marcel Schäfer.

So rollts Leder:

Sonntag, 13. November:
13 Uhr: SV Leithe II gegen SC Werden-Heidhausen II, Wendelinstraße.
13 Uhr: FSV Kettwig III gegen SC Werden-Heidhausen III, Ruhrtalstraße.
15 Uhr: SG Werden 80 gegen SC Werden-Heidhausen I, Löwental.
17 Uhr: SC Werden-Heidhausen Damen gegen SF Niederwenigern, Löwental.
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