Gewaltige Aufschläge

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Der flinke Sport Volleyball erfordert Gewandtheit, Kraft, Spielintelligenz. Foto: Archiv

Die Spiele der Volleyballer wurden von einer schweren Verletzung überschattet

Spiele der Volleyballer sind selten langweilig. Der flinke Sport erfordert Gewandtheit, Kraft, Spielintelligenz. Davon ist viel beim WTB zu erkennen. Doch auf der anderen Seite des Netzes stehen nun mal auch keine schlechten Mannschaften…

1. Herren gegen VV Humann Essen V 1:3
Der Paradeverein aus Steele schickte den Turnerbund nach sechs Siegen in Folge auf die Bretter. Der Aufstiegskandidat spielte von Beginn an erstaunlich abgeklärt, den Werdenern dagegen fehlten insbesondere in der Annahme die Mittel, um die gewaltigen Sprungaufschläge zu neutralisieren. Der Spielaufbau geriet dadurch früh in Schieflage. Immerhin trotzten die WTBler dem Favoriten mit 27:25 einen Satz ab.

1. Damen gegen TB Osterfeld II 3:0
Werden beherrschte die Konkurrenz im ersten Satz mit einer blütenweißen Weste in der Aufschlags-, Annahme- und Angriffsquote. Das beeindruckende 25:8 gab die Richtung vor. Die Außenangreiferinnen Lina Wewers und Sarah Kulik ließen mit mechanischer Präzision im Angriff die Oberhausenerinnen nicht in die gefährliche Punktezone kommen. Trainer Christian Perbands taktischer Kniff mit einer Doppelzuspielerlösung um Katja Poschlad und Sabine Schwarzkopf glückte ebenso wie der Schlusspunkt durch Vero Heinzer, die mit einer schlagkräftigen Angabenserie das finale Highlight setzte.

Schwere Verletzung

1. Damen gegen Blau-Weiß Dingden III 1:3
Dingden staunte zu Beginn der Partie nicht schlecht, als der WTB aggressiv und fokussiert den Klassenprimus überrumpelte. Trainer Christian Perband sah den Favoriten „machtlos und überrascht“. Unwiderstehliche Angriffe und Aufschläge wie Kanonenschläge schlugen im Quadrat des SV ein. Werden belohnte sich mit dem 25:15-Satzgewinn, doch Dingden stabilisierte die Annahme, der Satzausgleich war die logische Konsequenz. Als sich beim Stand von 12:10 Zuspielerin Sabine Schwarzkopf schwer verletzte, war die Entscheidung gefallen. Perbands Schützlinge konnten sich nicht mehr von dem Schock erholen. Trainer, Mannschaft und Verein hoffen auf baldige Genesung.

Trauben hingen hoch

2. Damen gegen SG MTG Horst/TVG Steele 0:3
Für den zuletzt starken Aufsteiger aus Werden hingen die Trauben gegen die Spielgemeinschaft aus Horst und Steele zu hoch. Gegen den Tabellenzweiten startete der Turnerbund zunächst passabel und spielte gut mit. Doch dann gaben die Rot-Weißen durch eine lasche Annahme den Satz aus der Hand. Der WTB war abgesehen vom Auftakt zwar immer nah dran, aber nie richtig auf Tuchfühlung. Mit 11:25, 25:27 und 21:25 räumten die Werdenerinnen das Feld, Trainer Sven Heimeshoff lobte jedoch die starke Defensivleistung seiner Schützlinge.

2. Damen gegen STV Hünxe II 0:3
Die blütenweiße Weste des Spitzenreiters aus Hünxe veranlasste Trainer Sven Heimeshoff dazu, seinen Spielerinnen im Vorfeld der Partie keinen allzu großen Rucksack aufzuschnüren, sondern zu empfehlen: „Schaut, was möglich ist“. Der Übungsleiter wurde speziell zum Auftakt nicht enttäuscht. Der WTB hielt die wuchtigen Aufschläge des STV in Schach und konterte seinerseits mit gefälliger Zielstrebigkeit am Netz. Nach gutem Auftakt bröckelte aber die bis dahin solide Annahme, sodass der Favorit die drei Punkte einfahren konnte. Coach Heimeshoff möchte nun an ein paar Stellschrauben drehen: „Neben leichten Formschwankungen, die es zu stabilisieren gilt, muss mein Team lernen, auch lange Ballwechsel für sich zu entscheiden. Das funktioniert momentan nicht.“

3. Damen gegen Weseler TV II 1:3
Trainerin Monika Seifert hatte ein Déjà-vu: „Wir haben es wie schon im Hinspiel nicht geschafft, einen Satzverlust zu verkraften.“ Zunächst überraschte der Turnerbund die Konkurrenz vom Niederrhein mit spielerischer Finesse und der Umsetzung der im Training erlernten Techniken. Aber dieser Satzgewinn war die ganze Ausbeute, denn das Spiel kippte zu Ungunsten des WTB.
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