Glückliche Fußball-Kinder

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Der SC Werden-Heidhausen hatte über hundert Kinder beim Feriencamp. Foto: Bangert
 
Der gekonnte Kampf um den Ball ist Keimzelle des Spiels. Foto: Bangert

Das Fußballferiencamp beim SC Werden-Heidhausen hatte unglaubliche 108 Teilnehmer zu vermelden

Mit einer neuen Rekordzahl an teilnehmenden Kindern stellte der SC Werden-Heidhausen erneut unter Beweis, wie etabliert sein Ausbildungskonzept im Essener Süden ist. Das SC-Feriencamp ist und bleibt der Renner.

Danny Konietzko ist Trainer der ersten Mannschaft des Clubs. In den Sommerferien gibt er zusätzlich noch den „Oberlehrer“ für die Werdener, Fischlaker und Heidhauser Fußballjugend. Und kann es selbst kaum glauben: „Wieder eine neue Bestmarke. Obwohl wir so gut wie keine Werbung gemacht haben, kamen absolut unglaubliche 108 Kinder zu uns. Wahnsinn.“ Der Übungsleiter verzieht keine Miene: „Die Belastungsgrenze für das Löwental dürfte so bei 120 Teilnehmern liegen. Ansonsten müssten wir eben die Plätze in Bredeney und Kettwig dazu anmieten…“ Ein Scherz, gewiss. Doch nicht ohne einen erstaunlichen Hintergrund: Das Feriencamp des SC Werden-Heidhausen erfreut sich unglaublicher und sogar noch von Jahr zu Jahr steigender Beliebtheit. Die Nachfrage explodiert. Für Außenstehende immer ein sicheres Zeichen dafür, dass gute Arbeit geleistet wird. Dass für die Kinder die Mischung stimmt zwischen Lernen wollen und Spieltrieb ausleben.

Spannende Wettbewerbe

Im Sportpark Löwental sorgt ein routiniertes Orgateam dafür, dass alles fluppt. Neben Konietzko sind dies sein Co-Trainer Fabian Papierok, selbst seit den Bambini im Verein, und Frank Dieckmann, der einfach ein goldenes Händchen hat fürs Organisatorische. Dazu sind neben dem Trainergespann der Ersten noch viele Coaches an Bord, die seit jüngsten Jahren im Club dem Leder hinterher rennen. Carsten Haarmann, Tobias Jerghoff, Luca Kattenbusch, Niclas Wessel sowie Marcel Schäfer kicken natürlich weiterhin selbst neben ihrem Traineramt. Außerdem noch an Bord Leon Ewert und Jan Hicking, beide Spieler der Erstvertretung, last but not least der stets gut gelaunte und immer lustige Mehdi Hassan-Nejad, der beim SC Koordinator für F- und E-Jugend ist. Nur so kann garantiert werden, dass die Jungen und Mädchen in homogene Gruppen verteilt werden können, niemand über- oder unterfordert wird. Mit altersgerechten und abwechslungsreichen Trainingsinhalten und bei spannenden Wettbewerben können sich die Kinder immer wieder selbst überprüfen und ihr schon beachtliches Können unter Beweis stellen.
Der Verein meldet in der Saison 2017 / 2018 die stolze Zahl von 15 Juniorenmannschaften, auch gehören noch drei Mädchenteams und eine Damen-Elf zur SC-Jugendabteilung. Doch im Werdener Löwental stimmt nicht nur die Quantität, auch die Qualität hat sich inzwischen peu à peu verbessert: Nach dem jüngsten Aufstieg der B-Junioren ist der SC Werden-Heidhausen in allen vier Altersklassen der neu geschaffenen und im Niveau deutlich angehobenen Essener Leistungsklassen vertreten.

Elfmeterschießen gegen Klassekeeper

Am finalen Tag der sportlichen Woche gehört der Schlussakkord nicht nur den Fußballstars von morgen, sondern auch ihren Eltern und Großeltern. Highlight ist schon traditionell das große Elfmeterschießen gegen einen Torwart der Extraklasse. Leon Miguel Pires Schulten hat schon in der Juniorenbundesliga gekickt, stand bereits im Kader der portugiesischen Jugendnationalelf, die Frau Mama stammt schließlich von der iberischen Halbinsel. Er war sich auch nicht zu schade, sein Wissen an die Nachwuchstorhüter des Vereins weiterzugeben, mit durchschlagendem Erfolg. Siegessichere Väter, eine Handvoll routinierter Opas, vor allem aber eine Schar fußballbegeisterter Mamas treten am Elfmeterpunkt an, um den Klassekeeper zu bezwingen. Dass da über hundert Nachwuchskicker johlend drum herum hocken und für mächtig viel Stimmung sorgen, macht die Sache für die Erwachsenen irgendwie auch nicht besser. Danny Konietzko bittet an den Punkt, doch keiner traut sich. Betretenes Schweigen, bis endlich der erste Kandidat sich einen Ruck gibt, sein bisschen Restmut in beide Hände nimmt und tapfer losmarschiert. Die Regeln sind streng: Wer das Ding reintut, kommt weiter. Wer scheitert, ist sofort draußen. Nun gibt es richtig was zu sehen: Mickrige Schüsschen, ungeahnte Gewaltschüsse, raffinierte Schlenzer, voll daneben, Pech. Topfavorit der ersten Runde ist sicherlich der Torerfolg mit gleichzeitigem Ausrutschen und auf den Hosenboden plumpsen: „Hauptsache drin!“ Nun lichtet sich das Feld, die Spreu trennt sich vom Weizen. Dann reißt ein glücklicher Papa die Arme hoch, Torhüter Schulten gibt sich geschlagen und gratuliert.
Nun kommt es zur großen Schlussehrung. Jeder Teilnehmer bekommt seine Medaille umgehängt und einen echten Fußball geschenkt, sogar von der Firma Derbystar. Gute Marke, raunen die Experten, nicht umsonst bald Spielball der Bundesliga. Vor allem bietet so ein Ball Fläche für Unterschriften, die die Minikicker jetzt eifrig sammeln: Alle Camptrainer sollen ihre Signatur drauf kritzeln. Erst dann können überglückliche Kinder von ihren Eltern sanft nach Hause „abgeführt“ werden.
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