Handballer rücken zusammen!

Anzeige
Stephan Sülzer, Vorsitzender des Essener Handballkreises.

Essener Turnhallen werden geschlossen, da sie ab sofort Flüchtlinge beheimaten. Die Handballer müssen weichen. Der Stadtspiegel sprach mit deren Chef Stephan Sülzer.

1. Jetzt fallen drei große Hallen für den Trainings- und Spielbetrieb aus. Was nun?
Ich hatte bereits Ende Juli vor den Folgen gewarnt, denn wir kämpfen sowieso mit enormen Problemen.
Wenn jetzt noch Hallen geschlossen werden und der Spielbetrieb beschnitten, wird es eng für unsere Vereine.

2. Was stört sie besonders?
1. Der Zeitpunkt! Zu Beginn der Ferien, fünf Tage nach der OB-Wahl, sollen alle Versprechungen, die Hallen zu schonen, null und nichtig sein? Das hat für mich ein Geschmäckle.
2. Dass ausgerechnet mit der Klapperstraße die für uns denkbar ungünstigste geschlossen wurde.

„Arroganter Spruch“


3. Nicht zuletzt der arrogante Spruch des Dezernenten Kromberg, dass der Hallensport auch mal draußen stattfinden dürfe.

3. Wie kann der Handballkreis denn seinen Vereinen helfen?
Die Situation verlangt den Ehrenamtlichen viel ab. Wir haben sofort damit angefangen, Spiele zu verlegen, werden den Clubs die Trainingszeiten unserer Kreisauswahl zur Verfügung stellen, eventuell zusätzlich Hallen anmieten.
Auch haben erste Vereine ihre Bereitschaft erklärt, die Nachbarn mit aufzunehmen. Toll, wie die Handballer zusammenrücken!

Der engagierte Sportfunktionär Sülzer, auf lokaler Ebene CDU-Politiker, stellt eindeutig klar: „Wir tragen Verantwortung, den Menschen zu helfen, die aus größter Not zu uns kommen!“ Doch die Akzeptanz in der Bevölkerung werde durch Maßnahmen wie Hallenschließungen sinken, befürchtet der Handballvorsitzende.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.