In der Mini-Krise

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Die 1. Herren sind in die Mini-Krise geschliddert. Foto: Archiv
 
Auch gegen Kellerkind Voerde wurde verloren. Foto: Archiv

Die Spiele der WTB-Volleyballer waren nicht gerade von Erfolg gekrönt

Zunächst hatten Werdens 1. Herren mit einem geradezu fulminanten Sturmlauf geglänzt. Doch nach der dritten Pleite hintereinander wurde nun die „Mini-Krise“ ausgerufen. Die WTB-Reserve bleibt Letzter.

2. Herren gegen MTG Horst III 0:3
Für die jungen Akteure der Zweitvertretung war das Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Horst die letzte Chance, die rote Laterne noch abzugeben. Doch nach der erneuten 0:3-Niederlage war auch der letzte Hoffnungsschimmer erloschen. Dabei sah es zeitweise durchaus danach aus, als ob die Werdener diesmal etwas Zählbares nach dem Abpfiff in den Händen halten könnten. Denn die Newcomer zeigten eines ihrer besten Spiele der Saison, wie WTB-Akteur Patrick Hübner bilanzierte. Der Turnerbund hielt mit einer stabilen Annahme, starken Angriffen und akkurat getimten Blockstellungen dagegen. Einzig im zweiten Satz enttäuschte die WTB-Reserve mit sage und schreibe zwölf verschlagenen Angaben und ging daher mit 11:25 unter. In den anderen Durchgängen verpassten die Löwentaler nur ganz knapp Satzgewinne, vor denen sie jeweils beim 24:26 standen. Doch nun müssen sich die Werdener endgültig mit dem zementierten Platz am Tabellenende anfreunden.

Angezogene Handbremse

1. Herren gegen TV Voerde II 2:3
Statt mit Vollgas auf die Zielgerade einzubiegen, stottern die WTB-Volleyballer mit angezogener Handbremse um die letzte Kurve. Dennoch steht der WTB nach wie vor auf einem sehr überzeugenden dritten Rang im Tableau. Die Erstvertretung hatte nach sechs Siegen in Serie fast schon unschlagbar gewirkt. Dann aber kamen das Leistungstief und drei Niederlagen. Trainer Marcus Hardt betonte den Lerneffekt der 2:3-Niederlage gegen den am Tabellenende stehenden Kontrahenten aus Voerde: „Alle Spieler sollten spätestens jetzt begriffen haben, dass es in der Landesliga keine Selbstläufer gibt. Wenn das der Preis für diese Erkenntnis war, ist es uns das wert.“ Dass es überhaupt zu diesem Bekenntnis kommen musste, war dem wankelmütigen Auftreten des WTB geschuldet.

Nebenkriegsschauplätze

Der stark verspätete Anpfiff der Partie schien die Löwentaler in Lethargie versetzt zu haben. Die Konzentration der Rot-Weißen galt eher dem Geschehen außerhalb der Spielfeldbegrenzungen. Anstatt sich auf das eigene Spiel zu fokussieren, machte Werden immer wieder Nebenkriegsschauplätze auf, indem permanent die nebulösen Schiedsrichterentscheidungen hinterfragt wurden. Die Konsequenz war auf Seiten des WTB bis zum Satzausgleich von 2:2 ein Wechselbad zwischen Befreiungsschlag und „spielerischer Vollkatastrophe“, wie Coach Hardt schonungslos zusammenfasste. Im ausschlaggebenden Tie-Break ging dann die „Alles-oder-Nichts-Taktik“ der Voerder endgültig auf und der WTB musste mit 10:15 die weiße Flagge hissen. Für die heiße Schlussphase der Saison gab der Trainer seinem Team, die unmissverständliche Devise mit: „Motivationsprobleme wird es für die restlichen Spiele nicht geben.“
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