Mit Kampfkraft durchgebissen

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Die 1. Damen des WTB ließen Blau-Weiß Dingden lange Zeit auf einen Sieg hoffen. Foto: Archiv / Bangert
 
Letztendlich setzten sich die Werdenerinnen mit 3:2 Sätzen durch. Foto: Archiv / Bangert

Spiele der Volleyballer: Mit drei Siegen wurde das Spieljahr 2016 zu den Akten gelegt

Besser konnte der Jahresausklang für die Volleyballer des Werdener Turnerbundes nicht laufen: Ihre 1. Herren scheinen überhaupt nicht mehr zu schlagen, die 1. Damen haben Nerven aus Stahl und die 2. Damen noch viel Potenzial.



WTB 1. Herren gegen TV Kapellen 3:0

Beim WTB war man über die nun anstehende Winterpause nicht gänzlich erfreut. Einerseits können sich die Akteure der Erstvertretung um Trainer Marcus Hardt nun verdientermaßen Spekulatius und Lebkuchenherzen zuwenden. Das Christkind kann kommen, für die Bescherung hat die Mannschaft selbst gesorgt. Andererseits haben sich die Werdener in den letzten Wochen zu einer adventlichen Lawine entwickelt, die auf dem Spielfeld jeden Gegner überrollt. So gesehen schade, dass der gute Lauf unterbrochen wird. Auch der TV Kapellen hatte keine Mittel gegen den wie eine Naturgewalt auftretende WTB. Zwar war diesmal etwas Anschub nötig, um vollends in Fahrt zu kommen. In den ersten beiden Sätzen klebte der WTB jeweils in den Startlöchern fest und ließ den Turnverein aus Moers davonziehen. Hier warn nicht spielerischer Raffinesse gefragt, gegen den Abstiegskandidaten mussten die Zähne zusammengebissen und die Kampfkraft aufs Feld gebracht werden. Die Aufholjagd nach zwischenzeitlich deutlichen Rückstanden war beeindruckend, brachte Satzgewinne in den Verlängerungen. Es bedurfte der Hereinnahme von Harald Doppke, um im dritten Satz die technische Überlegenheit endlich auf im Resultat deutlich zu machen. Der WTB schaufelte mit 25:17 drei weitere Punkte auf das Konto und hat nun mit dem vierten Tabellenplatz überragende zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Schon wieder im Tie-Break

WTB 1. Damen gegen Blau-Weiß Dingden IV 3:2
Vor der Partie gegen den Tabellennachbarn aus Dingden bezeichnete Trainer Christian Perband die Personallage auf Grund von Verletzungssorgen als angespannt, da unter anderem die zuletzt überzeugende Außenangreiferin Wewers ersetzt werden musste. Doch konträr zum misslichen Personalbestand starteten die Werdenerinnen furios und paarten starke Aufschläge mit druckvollen Angriffen, die zur 7:2-Führung leiteten. Kaum war der Motor angeworfen, stotterte das Maschinenwerk auch schon wieder. Durch viele Fehler ließ der WTB die Blau-Weißen wieder ins Spiel kommen, sogar in Führung gehen. Perband hakte den verpatzten Auftakt wortkarg ab und feilte an einer Systemumstellung. Poschlad übernahm den Diagonalangriff und erwies sich als Glücksgriff. Butterweich gestellte Bälle von Zuspielerin Schwarzkopf nagelte Poschlad ins Quadrat der Konkurrenz und verhalf dem Turnerbund zur 2:1-Satzführung. Außenangreiferin Schöwerling ackerte mit einer starken Lauf- und Sprungleistung wie ein Duracell-Hase an der Netzkante und rundete die starke Mannschaftsleistung ab. Allerdings lief die gut geölte WTB-Maschinerie immer noch nicht reibungslos, denn der SV zog im vierten Satz den Kopf nochmals aus der Schlinge. Zum vierten Mal im achten Spiel in dieser Halbserie musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Hier zeigte sich, dass die WTB-Damen ein zäher Knochen mit reichlich Erfahrung im Satzfinale sind. Beim Stand von 12:12 zog Mittelblockerin Portmann den Big Point an Land, und erneut Schöwerling war es am Ende vorbehalten, mit einem Service-Winner für eine gänzlich versöhnliche Weihnachtspause zu sorgen. So zeigte sich Coach Perband zum Abschluss der Hinrunde ob der starken Leistung, des tollen Engagements und des dritten Tabellenplatzes bestens aufgelegt.

Da ist noch mehr drin

WTB 2. Damen gegen Rheinwacht Dinslaken II 3:1
Nicht nur Coach Sven Heimeshoff bleibt das Gefühl hängen, dass für seine Schützlinge in dieser Hinrunde trotz einer im Prinzip starken Bilanz noch etwas mehr herauszuholen gewesen wäre. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass die junge Mannschaft frischer Aufsteiger in die Bezirksklasse ist. Souveräne Auftritten wie der 3:1-Erfolg erfreuen, Schattenseite sind die vielen Ausfälle, die den Kader immer wieder schrumpfen lassen. Doch das dezimierte Team war gleich hellwach, fand gut in die Partie und führte schnell. Technische und spielerisches war Werden überlegen. „Als ob der Sieg nur noch eine reine Formsache wäre“, mahnte Trainer Heimeshoff. Doch zu spät, wie feiner Sand rann der Vorsprung nach und nach aus den Händen. Zwar stockte der WTB im zweiten Satz die Führung noch auf, doch im dritten Abschnitt trat endgültig das ein, was Heimeshoff befürchtet hatte. Abstimmungsschwierigkeiten und Fehler im Angriff führten zum Anschlusspunkt für Rheinwacht. Der Übungsleiter setzte auf Ruhe und Erfahrung und brachte Francke über die Zuspielposition, doch beim Spielstand von 18:20 war der Punch der jungen Amelie Pflaum von Nöten, um mit 25:20 endgültig für Ruhe zu sorgen. Mit sechs Punkten Vorsprung ist die Zweitvertretung aus dem Abstiegssumpf erst einmal raus, so Heimeshoff: „Ein schönes Abschlussbild“ Doch beim zweiten Blick auf die Tabelle hält er auch fest: „Es sind nur drei Punkte auf den zweiten Platz.“ Mit einem größeren Kader wäre dieser mit Sicherheit erreichbar.
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