Nicht mehr in der eigenen Hand

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Trotz bester Möglichkeiten mussten die D-Junioren eine Niederlage einstecken. Foto: Archiv
 
Die U15 Mädchen konnten sich kaum vom Druck befreien. Foto: Archiv

Den Werdener Jugendfußballern klebte diesmal das Schusspech am Stiefel

Die Jugendmannschaften des SC Werden-Heidhausen standen fast mit leeren Händen da. Dabei hatten die Löwentaler durchaus ansprechende Leistungen geboten, doch die Gegner hatten irgendwie das glücklichere Händchen.

Die A-Junioren holten beim Tabellenfünften SG Schönebeck einen Punkt. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, gingen nach 56 Minuten in Führung, fingen sich dann eine Rote Karte. Der eingewechselte Moritz Klötgen sorgte für neuen Schwung und bereitete den Nährboden für den Ausgleich. Kurz vor Schluss konnte Werden endlich einmal einen konzentrierten Angriff starten, von links flankte Lucas Hicking in die Mitte, fand Justin Weber, dessen Kopfball vom Innenpfosten zum 1:1 ins Tor sprang. Die Gastgeber konnten nicht mehr reagieren, der Punkt müsste nun endgültig zum Klassenerhalt reichen.

Zu viele Ausfälle

Trainer Uli Fild wollte mit seinen B-Junioren nicht zu hart ins Gericht gehen: Bei der SG Kupferdreh-Byfang sorgten langandauernde Verletzungen, Spielsperren wegen Platzverweis, Zeitstrafen im Spiel und nicht zuletzt individuelle Fehler für die dritte Niederlage der Rückrunde. Gegen Kupferdreh fehlten neben der kompletten Viererkette auch beide Torhüter. Zur frühen Führung setzte sich Julian Hoppe gegen zwei Kupferdreher Abwehrspieler durch, doch nach einer Ecke kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Kurze Zeit sorgte Vincent Kampler Montessi für das 2:1, was durch einen vermeidbaren Gegentreffer gekontert wurde. Kupferdreh nutzte eine Werdener Zeitstrafe zur 3:2 Halbzeitführung. Das Spiel war jederzeit offen, aber in der 48. und 50. Minute wurden Ballverluste im Aufbauspiel mit zwei Gegentoren bestraft. Nach dem 3:5 durch Pascal Korte kam noch einmal Hoffnung auf, aber am Ende reichte es nicht mehr zum angestrebten Unentschieden. Damit kann der SC den Aufstiegsplatz sportlich abschreiben. Zwei Chancen gibt es noch, um im nächsten Spieljahr in der Leistungsklasse spielen zu dürfen: Die ESG verpasst den Aufstieg in die Niederrheinliga oder Kupferdreh verzichtet auf den Aufstieg. Ein wenig traurig resümiert Trainer Fild: „Möglich ist das durchaus, doch in der eigenen Hand haben wir es nun nicht mehr…“

Trainer rauften sich die Haare

Bei den D-Junioren rauften sich die Trainer Michael Koke und Dietmar Munsch verzweifelt die Haare. Der FC Karnap gewann mit 2:1 Toren und keiner wusste, wie. Die Löwentaler spielten in der ersten Halbzeit den Gastgeber, immerhin Tabellenvierter der Leistungsklasse, schwindelig. Die wunderschönen Spielzüge wurden aber leider nicht mit dem notwendigen Torerfolg abgeschlossen. Ohne eine einzige Torchance der Karnaper ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Spielhälfte sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild, jedoch schlichen sich bei Werden nun ein wenig Konzentrationsmängel ein, eventuell eine gewisse Überheblichkeit aufgrund der deutlichen Überlegenheit. Dann kam die Quittung: Karnap konnte sich genau zwei Torchancen erspielen und nutzte beide zu einer glücklichen 2:0 Führung. Nach einem Eckstoß gelang Tim Karkau nur noch der Anschlusstreffer. Jedes noch so überlegen und technisch starke Spiel führt nicht zum Erfolg, wenn die herausgespielten Torchancen nicht genutzt werden. Der Vorsprung auf die Relegationsplätze blieb, da die Konkurrenz ebenfalls verlor. Nun kommt Kellerkind Heisinger SV ins Löwental. Ein Sieg ist für den SC Pflicht, um nicht selbst in den Abstiegsstrudel zu gelangen.

Zwei Zufallstreffer

Eine bittere 1:2 Auswärtsniederlage in Langenfeld wirft das U15 Mädchen Team von Inga Vorholt zurück und kostet dem SC wohlmöglich den zweiten Tabellenplatz. Langenfeld führte zur Pause mit 2.0 Toren. Erst gegen Ende des Spiels gelang es den Löwentalerinnen, sich vom Druck der Gastgeberinnen zu befreien. Ellen von Drachenfels traf kurz vor Schluss zum Anschlusstreffer, trotz der nun guten Leistung klappte es nicht mehr mit einem Remis. Die Meisterschaft scheint nun erst einmal unerreichbar. Nächsten Samstag geht's zum Tabellenletzten nach Mettmann.
Die U13 Mädchen wollten gegen die Sportfreunde 07 nachlegen. Doch eine Führung und viele Torchancen reichten diesmal nicht zum Erfolg. Die spielerisch klar bessere Mannschaft hatte das Nachsehen. Die Löwentalerinnen brachten sich selbst um den Erfolg. Spielerisch und technisch überzeugte die Mannschaft, ließ aber zu viel liegen und zeigte sich zum Ende hin unkonzentriert. Durch zwei Zufallstreffer kamen die Sportfreunde 07 zum 2:1 Sieg. Für den SC traf Nora Pelnar. Die Trainer Roland Vorholt und Norbert Steinsmühlen konnten trotz des unglücklichen Verlaufes wieder positive Eindrücke mitnehmen. Weiter geht`s am Samstag bei der um zwei Plätze besser postierten Spvg Schonnebeck.
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