Robin Hood im Volkswald?

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Aus dem Fußball ist in Heidhausen die Luft raus - aber die Ideen für die Anlage im Volkswald sprudeln.
 
Georg Dopp gratuliert einem jungen Gewinner beim Bogenschießen!
Für das Gelände in Heidhausen sprudeln die Ideen

Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann ist begeistert: „Was die Heidhauser an Ideen sammeln, ist echt klasse!
Bisher hatte ein Vorschlag vorgelegen, aus dem ehrwürdigen Fußballplatz eine Trendsport-“Area“ zu machen.
Der Werdener Dirt-Biker Marc Rüsing hat jede Menge Tipps bereit, wie man die Interessen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Gelände unterbringen könnte. Die Biker würden sich gewiss „an die Schüppe machen“ und Rampen selbst bauen - es müsste nur jemand entsprechend Erde spenden.
Für Mountain-Biker könnte zusätzlich vielleicht eine Piste freigegeben werden, von der Feuerwache am Brakeler Wald runter zum Fußballplatz, zum Beispiel. Das Gentleman-Agreement: in Heidhausen dürfen sie fahren, die Radfahrer. Dafür lassen sie die anderen Essener Wälder in Ruhe.
Ob das klappt? Dr. Bonmann ist skeptisch: „Ich habe da Befürchtungen und glaube nicht, dass sich Alle daran halten. Es kommt der Eindruck hoch, dass hier ein Problem aus anderen Stadtteilen nach Heidhausen verlagert werden soll. Das sehe ich nicht ein! Zudem fehlt mir dort im Wald die soziale Kontrolle.“
An einem anderen Vorschlag findet Bonmann deutlich mehr Gefallen. So hat sich Georg Dopp, Vorsitzender des BSV Gut Ziel, beim Bezirksbürgermeister gemeldet und seinen Hut in den Ring geworfen. Dopp berichtet, dass seine nun schon 30 Bogenschützen - Tendenz steigend - in Heidhausen keine geeigneten Trainings- und Wettkampfflächen finden.
Das Gelände im Wald wäre natürlich ideal für die Feld-Bogenschützen, die in einer Art Schnitzeljagd von Scheibe zu Scheibe eilen müssen: „Im Grunde ist es ähnlich wie beim Biathlon, bergauf, bergab, dann den Puls runter fahren und genau zielen!“
Georg Dopp selbst ist amtierender Bezirksmeister, hofft auf die Teilnahme an den Landesmeisterschaften und deutet an, dass sein Verein gerne - im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten - sich an der Renaturisierung der Fläche beteiligen würde.
Ein weiteres Argument: Gut Ziel bietet mit dem Gruppenleiter einer Behindertenwerkstatt therapeutisches Schießen an. Georg Dopp: „Für die Behinderten eine tolle Gelegenheit, ihrem nicht immer schönen Alltag zu entfliehen. Und wenn sie dann die Scheibe treffen, haben sie einen Heidenspaß!“ Hier ist es ganz wichtig, dass die Behinderten keine weiten Wege zum Trainingsgelände zurück legen müssen. Georg Dopp ist zuversichtlich: „Wir freuen uns auf die Gespräche und hoffen auf eine langfristige Lösung!“
Ein weiterer Interessent schaute sich das „Josef-Bäcker-Heim“ an, welches jahrelang gemütliche Heimat des SC Werden-Heidhausen war. Im Sommer 2013 bekommen die Sportler einen Jugendraum auf der Anlage im Sportpark Löwental, das Heidhauser Kicker-Heim steht dann also leer.
Die Arbeiterwohlfahrt sucht für ihre Jugendarbeit händeringend Räumlichkeiten, da ihre alte Teestube seit dem Abriss des Containers am Hardenbergufer wegfiel und bisher noch nicht ersetzt werden konnte. Frank Bente ist Geschäftsführer des AWO-Jugendwerks: „Wir sehen es als unsere Aufgabe,Räume für die Jugendförderung zu schaffen, in denen sich junge Menschen aktiv entfalten können.“ Platz und Ruhe dazu wären genug im Volkswald...
Auch hier möchte Bonmann tiefergehende Gespräche führen, denn der Grundgedanke, zusätzliche Jugendarbeit in Heidhausen anzubieten, gefällt ihm gut: „Heidhausen verkommt sonst zur Schlafstadt!“
Einig sind sich alle an der Diskussion Beteiligten: „Der Volkswald darf nicht kaputtgehen!“
Dr. Bonmann nimmt‘s mit Freude zur Kenntnis: „Im neuen Jahr schauen wir uns vor Ort in Heidhausen an, was so machbar ist!“
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