SC und 80 mussten zittern - Vorrunde der 22. Hallenstadtmeisterschaft im Werdener Löwental

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Spannend machten es die Werdener Vertreter bei den Hallenstadtmeisterschaften. So konnte die SG Werden 80 am Ende eines langen Tages erst um 21.30 Uhr die Arme hochreißen: Geschafft! Der SC Werden-Heidhausen musste auch noch ein wenig zittern, hätte sich aber die Sorgen ersparen können.

SC Werden-Heidhausen gegen ESG 99/06 4:4

Nach Ballverlust lagen die Löwentaler schnell zurück, doch Mali Sirin sah die Lücke und zirkelte das Leder unwiderstehlich zum 1:1 ins gegnerische Netz. Überhaupt war Sirin Dreh- und Angelpunkt des Werdener Spiels, das von seinen Ideen lebte. Yannick Bönte spielte zu Christian Weiler, der aus der Drehung das 2:1 erzielte, ein eleganter Pass von Mali Sirin fand Bönte, der direkt zum 3:1 traf. Prompt fingen sich die SCler das 3:2, ein schöner Spielzug brachte der ESG das 3:3 ein, nach einen Eigentor lagen die Hausherren plötzlich sogar zurück. Immerhin konnte Matthias Bednarski von der Mittellinie noch das 4:4 erzielen, der Auftakt war misslungen.
Beim SC vertrat Thomas Wortmann erneut Danny Konietzko und war zunächst mit seinen Schützlingen höchst unzufrieden: „Da musste ich in der Kabine laut werden. Danach ging ein Ruck durchs Team, die Körpersprache war auch deutlich besser.“

SC Werden-Heidhausen gegen Heisinger SV 2:1

Nach einem „Sahnepass“ von Sirin knallte Lars Höcker den Ball zum 1:0 in die Maschen. Beim Ausgleich war Keeper Nils Franke ohne Chance, für das 2:1 war Yannick Bönte zuständig, wieder kam die Vorarbeit vom überragenden Mali Sirin. Nach Foul an Weiler musste Heisingen in Unterzahl mit ansehen, wie Sirin den Pfosten traf, nach rüdem Einsteigen gab es zwei weitere Zeitstrafen und sogar Rot gegen die Heisinger. Die letzten 40 Sekunden spielte der SC mit vier gegen zwei Feldspielern herunter.

SC Werden-Heidhausen gegen SG Kupferdreh 1:2

Nun war die nächste Runde fast sicher erreicht. Auch Kupferdreh hätte bereits ein Remis gereicht, doch der A-Ligist ging in Führung. Torhüter Leo Krick bekam noch die Finger an den Ball, der aber doch zum 0:1 über die Linie trudelte. Einen krassen Fehlpass der SG kochte Tino Theuer ab, drückte das Leder zum 1:1 ins Netz und freute sich diebisch über diesen gegnerischen Patzer. 50 Sekunden vor dem Ende traf Kupferdreh nach einem Eckstoß, gewann die Partie und die Gruppe, der SC wurde Zweiter.

Die SG Werden 80 schien Glück zu haben: Nachdem Bezirksligist Steele disqualifiziert wurde und dafür mit der DJK Franz-Sales-Haus ein Team aus der Kreisliga C nachrückte, war das Weiterkommen nur noch Formsache. Doch die 80er machten es schon wieder extrem spannend.

SG Werden 80 gegen DJK FS Haus 3:0

Gegen den überforderten C-Ligisten traf Patric Sondermann doppelt, auch Patrick Dehn war erfolgreich. Mehr als „nur“ ein 3:0 wurde es nicht. Trainer André Bausch schüttelte den Kopf und unkte: „Wir haben zu wenige Tore gemacht, das kann sich rächen!“

SG Werden 80 gegen Niederbonsfeld 1:3

Keine Minute war gespielt, da klingelte ein satter Weitschuss im Kasten der 80er. Rückkehrer Dennis Peter verzog freistehend, und vergab dann noch eine Doppelchance. Besser machte es Kevin Maskow, der zum Ausgleich erfolgreich war. Die Löwentaler trauerten noch ihren vergebenen Möglichkeiten nach, da fingen sie sich das 1:2 nach einem Freistoß. Das 2:2 lag in der Luft, doch Maskow scheiterte am Torwart, kurz vor dem Ende ließ sich die Abwehr austanzen. Folgen waren das 1:3 und eine höchst unnötige Niederlage.

SG Werden 80 gegen ESC Rellinghausen 1:3

Die 80er spielten zum Abschluss gegen den souveränen Landesligisten, im Kopf ratterte der Rechner. Eine Niederlage mit mehr als zwei Toren Differenz hätte das Aus bedeutet.
Da sich die SG durch ihre wenig überzeugenden ersten Spiele selbst unter Zugzwang gesetzt hatte, meinte Trainer Bausch nur trocken: „Dann spielen wir halt auf Sieg, auf Unentschieden kann man in der Halle schlecht gehen.“ Zwar gelang dem Favoriten die Führung, doch dann drehten die 80er groß auf, hatten etliche Möglichkeiten. Beim Schuss von Kevin Maskow tauchte der Torwart ins bedrohte Eck, Patrick Dehn scheiterte am Pfosten, dann bugsierte Maskow das Leder artistisch zum 1:1 über die Linie. Fast wäre dem Knipser auch das 2:1 gelungen, kam aber wie kurz darauf Dehn nicht am Torhüter vorbei. Fünf Minuten vor dem Ende fiel das 1:2, beim 1:3 protestierte Bausch, da der Ball vorher im Aus war. Die letzten Sekunden gingen irgendwie auch vorbei, der letzte Schuss zischte über das Tor von Manuel Will, die nächste Runde war erreicht.

Weiter geht es mit der Zwischenrunde in der Sporthalle „Am Hallo“, hier treffen nun die Clubs der beiden Essener Fußballkreise aufeinander.
Die 80er dürften gegen starke Bezirksligisten wie Frintrop und Mintard krasser Außenseiter sein, der SC wird es auch schwer haben, denn die Gruppengegner TuS Essen-West 81 und Sportfreunde Niederwenigern standen im Vorjahr im Finale.

Samstag, 16. Januar:
17.54 Uhr: SG Werden 80 – SC Frintrop
19.06 Uhr: SG Werden 80 gegen Türkiyemspor
20.18 Uhr: SG Werden 80 – DJK Mintard

Sonntag, 17. Januar:
11.36 Uhr: SC Werden-Heidhausen gegen TuS Essen-West 81
13.06 Uhr: SC Werden-Heidhausen - Sportfreunde Niederwenigern
14 Uhr: SC Werden-Heidhausen - SG Altenessen

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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