„Sowas habe ich noch nie erlebt“

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Außenverteidiger Albertino Theuer erzielte das 3:0 für den SC Werden-Heidhausen. Foto: Bangert
 
Werdens Kapitän Florian Kleine-Beck zaubert gegen Schönebeck. Foto: Bangert

Die letzten Vorbereitungsspiele der Werdener Fußballer mit gerupften Kadern

Die Werdener Herrenteams können es kaum erwarten: Am kommenden Sonntag fängt für sie die Meisterschaft an. Allerdings wird zumindest die Erstvertretung des SC Werden-Heidhausen nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte beginnen können.

SC Werden-Heidhausen I gegen SG Schönebeck 3:3
Trainer Danny Konietzko ist nicht zu beneiden: „So eine Vorbereitung habe ich noch nie erlebt!“ Verletzungen, Urlaube: Selbst eine Woche vor Saisonauftakt ist der Übungsleiter weit davon entfernt, eine schlagkräftige Truppe einspielen zu können. Nun fallen auch noch Yannick Bönte und Marius Neef aus. Der Abgang von Goalgetter Nick Hölzer, der in der Bezirksliga sofort für seinen neuen Verein traf, muss auch erst kompensiert werden. Für Konietzko eines der geringeren Probleme.
Während sein Schönebecker Kollege zur Pause ausgiebig Personal austauschte, hielt sich Konietzko spürbar zurück und wechselte erst später. Auch der Spielverlauf war höchst wechselhaft. Zunächst jagten die Löwentaler über den Rasen, als wollten sie die Gäste sofort in Grund und Boden spielen. Von den massiven Personalproblemen war aber auch gar nichts zu spüren. Schon nach drei Minuten traf Tim Homberg, Khalid Waziri legte kurz darauf nach. Spätestens nach dem 3:0 durch Albertino Theuer in der 27. Minute dachte wohl keiner der Zuschauer daran, dass der SC diese Partie noch aus den Händen gegeben könne. Doch die Gäste schüttelten den Horrorstart ab und spielten sich frei. Kurz vor und kurz nach der Pause klingelte es hinter SC-Torhüter Ali Aytekin im Kasten, nach 50 Minuten war die Partie wieder ausgeglichen. Nun brachte Coach Konietzko noch drei seiner Nachwuchskräfte, am Ergebnis änderte sich nichts mehr.
Nun sind alle Vorbereitungsexperimente passé, ab Sonntag gilt‘s: Der Auftakt der Kreisliga führt die Werdener nach Rüttenscheid auf den ungeliebten Ascheplatz der Sportfreunde 07. Ein schwer zu bespielender und höchst unangenehmer Gastgeber, der höchst effektiv mit seinen gefährlichen Standards punktet. Ein erster Härtetest für Konietzko und seinen doch ziemlich gerupften Kader.

Schon besser eingespielt


Dümptener TV gegen SC Werden-Heidhausen Damen 3:2

Auch die Damentrainer Nils Franke und Michael Stein stöhnen über eine extrem knappe Besetzung ihres Teams. Sie sahen im Vergleich zur Vorwoche deutlich aufmerksameres Defensivverhalten, die neuformierte Dreierkette wirkte schon besser eingespielt. Dennoch lag der SC nach acht Minuten hinten, dem aber postwendend der Ausgleich durch Ines Seeliger folgte. In der 40. Minute ging Dümpten wieder in Führung, baute diese kurz nach dem Seitenwechsel sogar auf 3:1 aus. In den letzten 20 Minuten wurde es hart für die Gäste: Nach einer Verletzung musste Werden in Unterzahl weitermachen, spielte am Ende sogar nur zu neunt. Immerhin gelang in dieser Phase Jolina Steinmann der zweite Treffer für den SC. Coach Stein zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge: „Dabei haben wir vorne noch einige Möglichkeiten liegen gelassen.“
Bei den Damen startet die Kreisliga erst im September, weiter geht es daheim im Löwental mit einem Test gegen den SV Altenbochum.

Deutlich überlegen


SC Werden-Heidhausen II gegen Teutonia Überruhr II 7:2

Gar nicht zufrieden war Trainer Benjamin Brenk mit dem Auftritt seiner Mannen im ersten Durchgang: „Wenn wir am nächsten Sonntag so spielen, sehe ich schwarz.“ In der ersten Viertelstunde gab es drei Tore. Das Heimteam ging durch Christian Scheidgen in Führung, Marcel Schäfer erhöhte, Teutonia traf ebenfalls. Die deutlich überlegenen Löwentaler spielten weiterhin unablässig auf das vom früheren SCler Rene Knorr-Kistmacher gehütete Tor. Zwar machte der TTÜ-Schlussmann seine Sache wirklich gut, oft wurde er aber auch einfach angeschossen, viele Werdener Versuche gingen drüber oder vorbei. Im x-ten Versuch war Victor Fild zum 3:1 Pausenstand erfolgreich. Bei den sporadischen Gegenangriffen zeigte sich die SC-Hintermannschaft nicht sattelfest, so konnten die Gäste kurz nach der Pause verkürzen. Nun aber spielte der klassenhöhere Gastgeber seine läuferische Überlegenheit aus, Holger Steinman erlief einen Steilpass und legte das Leder gefühlvoll am herausstürzenden Keeper vorbei, Moritz Schwan überraschte mit einem platzierten Knaller aus 16 Metern, Jonas Graf traf doppelt.
Coach Brenk war versöhnt, mahnte jedoch, zum Saisonauftakt bei der Steeler Reserve deren schnellen Spitzen zu beachten.

So rollts Leder

Sonntag, 20. August:
11 Uhr: Sportfreunde 07 gegen SC Werden-Heidhausen I, Veronikastraße.
11 Uhr: SC Werden-Heidhausen Damen gegen SV Altenbochum, Löwental.
11 Uhr: SpVgg Steele II gegen SC Werden-Heidhausen II, Langmannskamp.
13 Uhr: Sportfreunde 07 II gegen SC Werden-Heidhausen III, Veronikastraße.
15 Uhr: SG Werden 80 gegen Blau Gelb Überruhr II, Löwental.
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