Spannung bis zuletzt

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Besonders in der Anfangsphase vor SG-Keeper Manuel Will Turm in der Schlacht. Foto: Bangert
 
Der SC-Jungspund Tim Homberg versucht sich gegen den 15 Jahre älteren SG-Routinier Rene Sperling. Foto: Bangert

Spiele der Fußballer: Das sehr gut besuchte Lokalderby hielt, was es versprochen hatte


Rund 200 Zuschauer sahen ein spannendes Lokalderby. Der SC Werden-Heidhausen gewann gegen die SG Werden 80. Die SC-Reserve konnte erneut gewinnen, den Löwentaler Damen fehlten vorm Niederweniger Tor die zündenden Ideen.

Kreisliga A

SG Werden 80 gegen SC Werden-Heidhausen I 1:2
Zahlreiche Fans beider Lager und die Trainer André Bausch und Danny Konietzko sahen einen Blitzstart der Gäste, die in der ersten Viertelstunde das Tor der Gastgeber förmlich belagerten. Die 80er konnten sich nur mit Mühe der stürmischen Attacken erwehren, SG-Keeper Manuel Will musste mehrmals Kopf und Kragen riskieren. Ständig im Brennpunkt des Geschehens, warf sich Will in die Schüsse. Erst in der 25. Minute kam die SG erstmals nach vorn, nach einem hohen Ball prallte Sturmführer Markus Dymala mit Gästekeeper Kevin Saalbach zusammen, beide konnten aber weitermachen. Bei einem fulminanten Weitschuss von Yannick Bönte riss Will gerade noch die Fäuste hoch. In der 37. Minute reklamierten seine Vorderleute vergebens Abseits, SC-Goalgetter Nick Hölzer war durch, verzog jedoch überhastet. Dann zappelte der Ball zwar im Netz, doch Hölzer war zuvor aus dem Abseits gekommen. In der 45. Minute wurde es Heiko Wirtz hinten zu bunt, er drang in den Strafraum der Gastgeber ein. Fast schien der SC-Abwehrchef schon abgedrängt, doch das Bein des SG-Verteidigers Stephan Wandt kam genau recht, der Unparteiische hatte genau hingeschaut und zeigte auf den ominösen Punkt. Nun kam eine dieser Geschichten, die nur Lokalderbys schreiben können: Yannick Bönte, beinharter und sicherer Schütze, schnappte sich das Leder. Sein Gegenüber der gleichaltrige Manuell Will. Schon bei den Heidhauser Bambini kickten die beiden zusammen, von daher ahnte der Torwart die Ecke und parierte. Der Ball prallte mit Drall vors Tor, schien fast schon über die Linie, doch irgendwie retteten die 80er ein 0:0 in die Pause.


Spannendes und rassiges Derby

Auch nach dem Seitenwechsel dominierte der SC. Ein Kopfball von Wolfgang Dymala zischte drüber, in der 51. Minute kam die Führung für die blau-rot gekleideten Gäste. Nach einem Zusammenprall im Mittelfeld blieb der 80er Patrick Dehn liegen, der SC spielte weiter, das Leder kam zu Florian Kammann, der sich auf links durchwurschtelte, Nick Hölzer bediente. Der Stürmer versenkte im zweiten Versuch das Leder im langen Eck.
Nach einer Stunde ließen die SG-Kicker ihre vorsichtige Grundhaltung fallen und machten sich auf den Weg zum Ausgleich. Ein Freistoß aus 30 Metern, von Routinier Rene Sperling filigran ins Toreck gezaubert, wäre einen Treffer wert gewesen. Aber Torhüter Saalbach flog ins bedrohte Eck und boxte das Leder aus der Gefahrenzone. Nach einer Flanke von Thorsten Merkel konnte Markus Dymala den Kopfball nicht richtig drücken. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff des exzellenten Schiedsrichters fiel die Vorentscheidung. Der eingewechselte Marius Neef spielte auf Florian Kammann, der vom Strafraum aus draufhielt. Keeper Will kam nicht mehr an den Ball, der seinen Weg ins Netz fand. Doch die SG wollte sich immer noch nicht geschlagen geben. Marvin Baumeister steckte durch zum frischen Dennis Peter, der bei seinem 1:2 Torhüter Saalbach am kurzen Pfosten auf dem falschen Fuß erwischte. Das war es aber auch, der Favorit hatte verdient gesiegt, der selbst ernannte Außenseiter beachtlich mitgehalten. Ein wenn auch nicht immer hochklassiges, so aber doch rassiges und spannendes Derby hatte kräftig Werbung für den Werdener Fußball gemacht.

SC Werden-Heidhausen Damen gegen SF Niederwenigern 0:2
Spielstarke Gäste aus Niederwenigern entführten in einem engen Spiel drei Punkte und verkürzten ihren Rückstand auf den Tabellenersten Mintard. Zunächst war SFN leicht überlegen und konnten nicht unverdient in der 17. Minute in Führung gehen. In der Folgezeit steckte Werden jedoch nicht auf, sondern holte sich Sicherheit durch Ballbesitz. Jedoch fehlte der nötige Zug zum Tor, um Möglichkeiten heraus zu spielen.
Im zweiten Durchgang spielten dann fast nur die Gastgeber. Der Gast konnte lediglich über vereinzelte Konter gefährlich werden, die aber meist durch die gut mitspielende Torhüterin Martha Macek abgelaufen wurden. Auch die SC-Abwehr stand wieder sattelfest. Aber Trainer Simon Freisenhaus bemängelte die Offensive: „Im Spiel nach vorne gingen uns dann oft die Ideen aus. Ich hoffe, dass wir uns im Trainingsbetrieb mehr einspielen können, um Automatismen zu erlangen. Denn nur so kann man im Offensivspiel variabel agieren und muss nicht auf den Zufall hoffen.“ Die Löwentalerinnen drückten die Gäste tief in die eigene Hälfte, wurden jedoch nicht belohnt, da die SFN in der Schlussminute keine Mühe hatte, gegen die aufgerückte Verteidigung das 2:0 zu erzielen.


Kreisliga B

SV Leithe II gegen SC Werden-Heidhausen II 0:7
Der ungewohnte Aschenbelag stellte die SC-Reserve vor keine Probleme, zumal Gastgeber SV Leithe II schlicht und einfach schwach auftrat. Co-Trainer Christian Scheidgen konnte dem Gegner wenig abgewinnen: „Wir hatten mehr damit zu tun, die Spannung und Konzentration unserer Spieler hochzuhalten.“ Robert Schulz und Maurice Schmidt legten ein frühes 2:0 vor, im zweiten Durchgang brachen die unfitten Hausherren völlig ein. Robert Schulz, Sebastian Hüsken, Tobias Butgereit, wieder Hüsken und Enrico Bloß erhöhten fast ohne Gegenwehr.

Kreisliga C

FSV Kettwig III gegen SC Werden-Heidhausen III 1:3
Torschützen: Sebastian Paas, Alessio Benetazzo, Marcel Gockeln.
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