Unter den vier Besten

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Der 45:13 Erfolg spiegelt die Überlegenheit der Löwentalerinnen wieder. Foto: Bangert
 
Die Werdener Damen erreichten im Schongang das Final 4. Foto: Bangert

Die Werdener Handballer schafften den Einzug ins Final 4 des Kreispokals

Kreisvorsitzender Stephan Sülzer resümierte zufrieden das Viertelfinale des Kreispokals: „Deutliche Ergebnisse, aber dennoch gute Stimmung auf den Rängen. Natürlich hätten wir uns noch mehr Zuspruch erhofft, aber am letzten Ferienwochenende war nicht mehr zu erwarten.“

Besonders erfreut war der Essener Handballboss über das Abschneiden seines Heimatvereins DJK Grün Weiß Werden: „Beide Teams sind ins Final 4 eingezogen. Klasse. Am 20. und 21. Mai werden wir ein attraktives Programm auf die Beine stellen. Dazu noch beide Lokalvertreter an Bord, was wünscht man sich mehr?“ Während die Damen „Serientäter“ und stets eine Bank sind fürs finale Wochenende, konnten die Herren erstmals die Runde der vier Besten erreichen. Die Löwentaler freuen sich besonders auf den Auftritt dort, zumal in eigener Halle gespielt wird.

Losglück fürs Halbfinale

1. Damen gegen Kettwiger Sportverein 45:13
Tore: Osterwald (13), Mertes (8), Nowicki (7), Falke (5), Abberger (3), Majic (3), Berking (2), Kleeberg (2), Fischer, Lutz.
Die Halle war gut gefüllt, die Erwartungen groß. Die Werdener Handballdamen wollten vor heimischem Publikum unbedingt das Ticket fürs Halbfinale lösen. Die Mannschaft von Trainer Andre Gutjahr und Carsten Völker-Osterwald war sehr optimistisch, denn in der abgelaufenen Landesligaspielzeit hatten sie gegen Kettwig gut ausgesehen. So ging es auch vom Anpfiff an
gut los: Mit drei Treffern in Folge warf Eva Nowicki eine Führung heraus, die dann kontinuierlich ausgebaut wurde. Nach einer Viertelstunde führte Werden mit 8:4, eilte bis zur Pause auf 21:7 davon. In einer einseitigen Begegnung dominierte die HSG gestützt auf eine konzentrierte Abwehrarbeit und überzeugte mit erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen und mit schön herausgespielten Toren. Im zweiten Durchgang hatten die Kettwiger Damen nicht mehr viel dagegen zu setzen, eine Serie von fünf Treffern ohne Gegentor entschied die Partie endgültig. In den letzten zehn Minuten brach Kettwig völlig ein, traf nur noch einmal, während die Löwentalerinnen gleich elfmal einnetzen konnten. Unterm Strich hätte es aufgrund etlicher verworfener Bälle, sogar zwei vergebener Siebenmeter, noch klarer enden können. Die deutliche Überlegenheit führte auch dazu, dass Werden ohne jede Zeitstrafe auskam.
Ausgelassen feierten die Lokalmatadoren mit ihren Fans und freuten sich am nächsten Abend noch mehr, als sie eine günstige Auslosung erwischten: Im Halbfinale geht es am Samstag, 20. Mai, ab 18 Uhr im Löwental gegen den Kreisligisten SG ETB / Altendorf. Hier sind die grün-weißen Damen klarer Favorit. Am Sonntag wird dann das Endspiel ausgetragen.

2. Damen gegen Winfried Huttrop 21:19

Die Reserve der Damen konnten in diesem vorgezogenen Spiel gegen bis dahin punktgleiche Huttroper einen 8:11 Pausenrückstand noch wett machen und ihrerseits mit zwei Toren Vorsprung gewinnen. Ein energischer Schlussspurt ließ Werden auf den vierten Tabellenplatz klettern.

Volle Bank, klarer Erfolg

1. Herren gegen TV Cronenberg 38:29
Tore: Kerger (9), Mallach (6), Bous (5), Vollmer (5), Clasen (4), Pfeffer (4), Dewald (3), Brinken, Bürger.
Deutlich endete ein einseitiges Viertelfinalspiel in der gut gefüllten Halle. So eine volle Bank hatte die DJK schon lange nicht mehr. Sogar Moritz Bürger war noch einmal mit dabei und trug sich in die Torschützenliste ein. Die Cronenberger dagegen waren nur mit neun Spielern angetreten und kamen spätestens in der zweiten Halbzeit an ihre physischen Grenzen. Daher ging der klare Sieg für Werden auch vollkommen in Ordnung. Das Spiel begann ausgeglichen.
Sven Pfeffer wurde in Manndeckung genommen, dies ließ viel Platz für Dennis Kerger, der die ersten fünf Werdener Tore erzielen konnte. Die Deckung machte einen stabilen Eindruck, der Gegner versuchte es mit langen Angriffen, an deren Ende zumeist der Kreisläufer in Szene gesetzt wurde. Cronenberg zeigte sich spielerisch zwar limitiert, machte aber das Beste aus seinen Möglichkeiten. Grün-Weiß ließ zu viele klare Chancen aus, bis zur 20. Minute konnte der Gegner das Spiel noch halbwegs offen gestalten. Beim 15:11 durch Malte Mallach lag Werden erstmals mit vier Toren in Führung und konnte diesen Vorsprung bis zum Pausenpfiff halten. Zu Beginn des zweiten Durchgangs legten die Grün-Weißen zu, der Gegner konnte diese Intensität nicht mitgehen. Die konzentrierte und bewegliche grün-weiße Abwehr konnte immer wieder Würfe aus dem Rückraum blocken. Zudem präsentieren sich beide Keeper in Bestform. Hubertus Feldhege entschärfte so einiges und leitete dann noch Tempogegenstöße mit Traumpässen ein. Auch Paul Paefgen konnte sich einige Male mit tollen Reflexen auszeichnen und vereitelte sogar zwei Siebenmeter. Raphael Clasen warf das 25:15, erstmals lag Werden mit zehn Treffern vorn. In der Schlussviertelstunde verwaltete Werden das Ergebnis im Gefühl des sicheren Sieges. Trainer Dirk Bril wechselte häufiger aus und experimentierte mit verschiedenen Abwehr- und Angriffsformationen, wodurch der Spielfluss nicht mehr so zwingend war. Am Ende konnte die Cronenberg noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und drei Tore in Folge erzielen.

Nun gegen den TuSEM II

Der Jubel über das Weiterkommen war lautstark, wenn auch am nächsten Tag die Glücksfee ein wenig auf die Euphoriebremse trat: Im Halbfinale kommt es zum Vergleich mit dem gleich drei Ligen höher angesiedelten TuSEM II, der am 20. Mai um 20 Uhr eine wohl unüberwindbare Hürde darstellen wird. Das Erreichen des finalen Wochenendes ist bereits ein schöner Erfolg für die Werdener. Zuvor jedoch gilt es, sich in der Landesliga auf die letzten Partien zu konzentrieren. Dreimal muss die DJK noch ran. Der nächste Gegner ist am Sonntag, 30. April, um 17 Uhr im Löwental die HSG Gerresheim, gegen die es im Hinspiel nur zu einem Unentschieden reichte.
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