Volkswald vergällte Laune! Jahreshauptversammlung Sportverbund Werden - Ruhr

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Ulrich Kromer.

Der formale Teil der Jahreshauptversammlung des Werdener Sportverbundes im Jugend- und Bürgerzentrum Wesselswerth war schnell absolviert.

Die Kasse war einwandfrei geführt, im Jahr 2014 ging es eher unspektakulär zu, der zum Versammlungsleiter bestimmte Heinz Dressler von der DJK Werden dankte dem dreiköpfigen Vorstand für seine Arbeit.
Der Vorsitzende Ulrich Kromer, Schatzmeister Lothar Rust und Schriftführer Daniel Henschke wurden einstimmig gewählt, die seit 2008 Tätigen nahmen ihre Ämter unter dem Einwand an, dass bei der nächsten Wahl 2016 durchaus auch mal andere Sportler die Geschicke des Sportverbundes übernehmen dürften, um frischen Wind und neue Gedanken einzubringen.

Vorstand wieder gewählt

Kassenprüfer sind Günter Piontek vom Skiclub Ruhrtal und Heinz Thiemann (TC Am Volkswald).
Inhaltlich ging es um das Angebot, über die Johanniter den Vereinsmitgliedern einen Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt Sportverletzungen anzubieten, der zum Beispiel Voraussetzung für eine Trainerlizenz ist. Als Anreiz vergibt der Sportverbund Gutscheine, übernimmt ein Drittel der Lehrgangskosten. Bis Ostern sollen die Vereine Interessenten melden, der Lehrgang soll dann bis zu den Sommerferien vor Ort in Werden stattfinden.
Der Stand der Dinge bei den Werdener Sportstätten warf Fragen auf. Zwar erfreute die Mitteilung, dass nach Änderung des Bäderkonzeptes und einer Absage an den Ringtausch mit einem neuen Bad in Heidhausen eine Schließung des Stadtbades endgültig vom Tisch und die Technik des Bades absolut intakt ist, wie WTB-Vorsitzender Uli Legel betonte.

Sportpark immer attraktiver

Auch freuen sich die Sportler auf die Erweiterung des Umkleidegebäudes im Sportpark Löwental, welche im Frühjahr 2015 begonnen werden und etwa acht Monate Bauzeit dauern soll. Der Sportpark Löwental wird immer attraktiver: zuletzt gab es ein Auswahlturnier der Fußballmädchen, demnächst eventuell sogar einen DFB-Stützpunkt für die weibliche Jugend, der zweite Crosslauf des WTB am Sonntag, 14. Dezember, wird das nächste Highlight.
Doch das leidige Thema Volkswald vergällte die bis dahin gute Laune. Ein kurzer Abriss der bisherigen Historie seit dem Wegzug des SC Werden-Heidhausen offenbarte tiefe Gräben zwischen Sportlern, Politik und Verwaltung. Immer wieder seien die Interessenten hingehalten worden, nun hat ein potenzieller Investor dem Sportverbund berichtet, dass ihm abgesagt wurde mit dem Hinweis, die Fläche würde renaturiert. Rainer Kunze, neuer Vorsitzender der DJK Werden und Anwohner, berichtete von den unhaltbaren Zuständen am Volkswald, nannte explizit Scherben, Vandalismus und „ein Nazisymbol an der Wand“.

„Verneblungsaktionen“

Einerseits wird der Sportverbund sich mit der Bezirksvertretung zusammen setzen, um eventuell doch noch eine geeignete Nutzung anzustoßen und auch gleichzeitig klarstellen, dass die Werdener Sportler solche „Hinhalte- und Verneblungsaktionen“ bezüglich ihrer Sportstätten zukünftig nicht mehr akzeptieren werden.
Außerdem wurde aus dem Plenum dazu aufgerufen, spontan den Volkswald zu säubern, auch wenn die Stadt aus Versicherungsgründen dies untersage.
Das Schwimmen in der Ruhr könnte bereits 2015 erlaubt sein. Die Wasserqualität sei gut genug, das alte Strandbad im Löwental ideal, weil es verkehrstechnisch gut angebunden, wegen des Open Air ein Sicherheitskonzept und genügend Strand- und Liegefläche vorhanden sei. Wenn die Wasserwacht zu ihrer Station in Kettwig eine in Werden installieren und einen Schwimmmeister stellen würde, gäbe es wohl auch das versicherungstechnische OK der Verwaltung.
Da sich mit „Werden hilft“ eine Organisation gegründet hat, die Flüchtlingen beistehen möchte, sollte sich jeder Mitgliedsverein überlegen, ob er nicht ein Sportangebot an diese Menschen, besonders deren Kinder, anbieten könnte. Hanslothar Kranz von der KG Wanderfalke stellte klar: „Wir sind verpflichtet, den Menschen zu helfen“.

Der wieder gewählte Vorsitzende Uli Kromer beendete die Sitzung mit besten Wünschen für das nächste Jahr und resümierte eine höchst informative Sitzung:
„Es gibt also für unseren Sportverbund weiterhin viel zu tun!“
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