Werdener Lufthoheit

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Das Team von Trainer Marcus Hardt spielte den wohl besten Satz dieser Saison. Foto: Bangert
 
Die 1. Herren konnten gegen den Tabellenprimus erstaunlich gut mithalten. Foto: Bangert

Die Löwentaler Volleyballer überzeugten mit guten Resultaten



Die Spiele der WTB-Volleyballer boten Jubelrufe bei den drei weiblichen Mannschaften und zerknirschte Mienen bei den zwei Herrenteams. Die 1. Damen brachten drei wichtige Punkte nach Hause.

1. Damen gegen TV Jahn Königshardt III 3:1
Ohne Trainer Christian Perband und die verletzte Zuspielerin Sabine Schwarzkopf benötigte der WTB seine Zeit, um die Abstimmung auf dem Feld zu finden. Um den leichten Fehlstart zu korrigieren, investierten die Rot-Weißen viel Kampfkraft und Aufmerksamkeit in der Defensive. Mit 26:24 rang der Turnerbund die Konkurrenz nieder und ging in Führung. Doch die Unaufmerksamkeiten in den WTB-Reihen blieben konstant. Nach dem Satzausgleich der Oberhausenerinnen brauchte es die Führungsqualität von Kapitän Julia Kleinjohann, damit wieder Ordnung ins Spiel einzog. Die sprunggewaltige Mannschaftsführerin kochte die Angaben des TV ab und packte am Netz den Hammer aus. Königshardt fehlte ob der Lufthoheit des Turnerbundes die Mittel, um die Werdener Nadelstiche, permanent von Helen Bolender und Katrin Schöwerling gesetzt, auch nur annähernd einzudämmen. So brachte die Erstvertretung drei wichtige Punkte nach Hause.

Rasante sportliche Entwicklung

2. Damen gegen VC Essen Borbeck V 3:0
Was für eine rasante, positive Entwicklung hat die Zweitvertretung hinter sich! Der Aufsteiger in die Bezirksklasse bezwang das Schlusslicht aus Borbeck mit 3:0, obwohl es spannender wurde, als sich Trainer Sven Heimeshoff erhofft hatte. Durch den Ausfall der formstarken Mittelblockerin Marie Mraovic rückte die erst 12-Jährige Jamie Riotte in den Außenangriff und kurbelte mit starken Aufschlägen sogleich die Schwungräder des WTB an. Die zwischenzeitliche 7:1-Führung rieselte jedoch wie feiner Sand durch die Finger, Borbeck schlug zurück. Doch Dagmar Francke brachte Ruhe, der Turnerbund entschied den Satz mit 26:24 für sich. Im zweiten Durchgang war der WTB drauf und dran, eine 17:7-Führung zu verspielen, ehe es in der hektischen Schlussphase zum 25:23 reichte. Coach Heimeshoff war nach dem Pflichtsieg erleichtert: „Vor zwei Jahren hätten sie so ein Spiel noch aus der Hand gegeben.“ So konnte der Trainer am Satzende mit Anna Scharpmann einem weiteren erst 12 Jahre alten Talent ihr Debüt in der Bezirksklasse ermöglichen.

3. Damen gegen TuSEM IV 0:3
Für die Drittvertretung war die Margarethenhöhe kein gutes Pflaster. Der TuSEM verdeutlichte dem Turnerbund über drei Sätze, wie wichtig eine solide Leistung im Aufschlag ist, um gut in die Ballwechsel zu kommen. Die WTB-Damen von Trainerin Monika Seifert hielten zwar durchaus mit dem Favoriten auf Augenhöhe Schritt, doch die fortwährenden Aufgabenserien der Konkurrenz steckten die jungen Spielerinnen nicht so leicht weg.

An den Kampfgeist appelliert

1. Herren gegen Moerser SC II 1:3
Trainer Marcus Hardt appellierte vor der Partie gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Moers an den Kampfgeist seiner Mannen: „Eigentlich haben wir keine Chance, also lasst sie uns nutzen!“ Die Zweitvertretung des Moerser SC wartete mit einem ehemaligen Bundesligaspieler auf, doch der Turnerbund hielt gegen den technisch beschlagenen Gegner überraschend gut dagegen. Konsequente und kluge Konter des WTB neutralisierten die Versuche des Spitzenreiters. Der Favorit benötigte eine gewisse Portion Spielglück, um mit 2:0 in Führung zu gehen. Die Werdener ließen sich nicht beeindrucken und spielten den wohl besten Satz dieser Saison. Brillante Spielzügen nervten den Tabellenführer, was den Gewinn des dritten Durchgangs für Werden bedeutete. Doch der Satzgewinn war ein Strohfeuer, Moers strich mit 3:1 die drei Punkte ein.

2. Herren gegen VV Humann Essen VI 0:3
Die Zweitvertretung der Herren zahlt in ihrer Premierensaison in der Bezirksliga derzeit weiterhin Lehrgeld. Auch Humann war für die Werdener eine Nummer zu groß, die immerhin stellenweise durch gefällige Angaben zu überzeugen wussten. Spielfluss kam jedoch nur streckenweise auf, sodass das Tabellenschlusslicht aus Werden als Verlierer die Segel streichen musste.
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