„Wir waren einfach besser“

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Carolin Koch knallte einen Elfmeter zum 1:0 unter die Latte. Foto: Bangert
 
Die B-Jugendliche Ines Seeliger zeigte eine kämpferisch vorbildliche Leistung. Foto: Bangert

SC Werden-Heidhausen erreicht Relegationsspiel um Bezirksliga-Aufstieg

Der SC Werden-Heidhausen ist dem direkten Wiederaufstieg einen großen Schritt näher gekommen. Er gewann deutlich und wird zum Saisonende definitiv Zweiter. Das berechtigt für die Teilnahme an einem Aufstiegsspiel. Die SG Werden 80 machte es lustig, genießt nun südliche Sonne. Den Damen und der SC-Reserve konnte man bei ihren Siegen höchstens fehlende Treffgenauigkeit ankreiden.

Preußen Eiberg gegen SC Werden-Heidhausen I 0:5
Franke - Kleine-Beck (62. Höcker), T. Kammann, Wirtz, Theuer - Homberg, Sonnenschein - Neef (70. Munsch), Müller (52. Waziri), Bednarski - Hölzer.
Tore: 0:1, 0:2 Hölzer (24., 35.), 0:3 Homberg (52.), 0:4 Theuer (75.), 0:5 Munsch (80.).
So, das zweite Saisonziel ist erreicht. Primärer Wunsch nach dem bitteren Abstieg aus der Bezirksliga war es, eine neue, frische Mannschaft aufzubauen. Dies gelang Trainer Danny Konietzko vorbildlich, sein Team ist sprichwörtlich nicht mehr wieder zu erkennen. Der Tabellenzweite gewann auch bei den Preußen in Eiberg in souveräner Manier. Torhüter Nils Franke verbrachte einen geruhsamen Vormittag und war fast ein wenig enttäuscht: „Da hätte ruhig mehr auf den Kasten kommen dürfen.“ Obmann Fred Akin freute sich wie ein Schneekönig über das Erreichen des zweiten Zieles, nämlich des Qualifikationspiels: „Wenn wir jetzt noch den dritten Schritt machen könnten und aufsteigen, wäre es eine perfekte Saison für uns.“ Akin strotzte nur so vor Stolz auf die Truppe: „Eiberg war gewiss nicht schlecht, aber wir waren einfach besser.“
Torjäger Nick Hölzer stellte früh die Weichen, baute die Führung aus. Nach der Pause trafen Tim Homberg und Tino Theuer, der eingewechselte Jason Munsch rundete das Ergebnis noch ab. Jetzt kommt es zu einer in allen Belangen ungewöhnlichen Begegnung: Blau Gelb Überruhr erscheint am letzten Spieltag im Sportpark Löwental. Der Meister ist längst für die Bezirksliga qualifiziert, der SC hat die Relegation sicher. Somit ist dieses absolute Spitzenspiel der Liga gleichzeitig ein Match um die „Goldene Ananas.“ Die Werdener warten nun auf Termin, Austragungsort und vor allem Gegner des Entscheidungsspiels um den Aufstieg.

Auf dem Zahnfleisch

SG Werden 80 gegen VfL Kupferdreh 7:6
Der Allerletzte aus Kupferdreh begann mutig, setzte die 80er unter Druck und ging sogar nach einem Eckstoß in Führung. Zwar glich kurz darauf Lars Ramrath per Kopf aus, ebenfalls nach einem Eckball. Doch je mehr sich die Stürmer im Ansammeln von Torchancen übertrafen, desto weniger hatten sie Lust, hinten auszuhelfen. Die hohen Temperaturen ließen beide Mannschaften bereits früh auf dem Zahnfleisch gehen. Die Abwehrreihen wurden häufiger alleine gelassen, als ihnen lieb war. Bis zur Pause hatten die 80er ein 4:2 heraus gespielt, welches bis zur sechzigsten Minute Bestand hatte. Die Gäste hatten bis dahin ein Chancenplus, scheiterten aber entweder an Keeper Patrick Bader oder am eigenen Unvermögen. Markus Dymala tobte sich so richtig aus und beweis immer wieder seine Torjägerqualitäten. Nun ging es munter hin und her. Über 5:4 ging es bis zum 7:5, Kupferdreh kam noch einmal heran, drängte auf das 7:7, doch dann hatte die Schiedsrichterin genug gesehen und pfiff ab. Passend zu den 22 Aktiven, die mittlerweile aus dem letzten Loch pfiffen.
Trainer André Bausch gelang es, die sportliche Analyse kurz zu halten: „Morgen fliegen wir nach Malle. Am Samstag feiert Rene Sperling dann mit uns seine Hochzeit. Da wird es am Sonntag verdammt schwer.“ Doch der finale Gegner Bredeney steckt noch im Abstiegskampf, die 80er wollen sich nichts vorwerfen lassen. Coach Bausch wählt klare Worte: „Da müssen wir uns noch einmal letztes Mal zusammenreißen. Dann ist Schluss für uns bei der SG.“


Chancen versemmelt

SC Werden-Heidhausen Damen gegen ESC Preußen 3:0
Im Löwental drückten die Hausherren die Preußen in deren Hälfte, spielten sich viele Möglichkeiten, die aber nur unzureichend genutzt wurden. Trainer Simon Freisenhaus hatte etliche Déjà-vus: „Damit müssen wir schon während der gesamten Saion leben. Das hat uns leider eine bessere Platzierung als den sechsten Rang vermasselt.“.
Die B-Jugendliche Ines Seeliger zeigte eine kämpferisch vorbildliche Leistung, auch Jugendspielerin Carolina Zuschlag durfte zum Ende hin mitmischen. Der SC ging mit einer 1:0 Führung, da Carolin Koch nach 26 Minuten einen Elfmeter mit Vehemenz unter die Latte geknallt hatte. „Da habe ich ein wenig Glück gehabt“, gab sie unumwunden zu. Weiter wurde flott gespielt, doch die Torerfolge blieben aus. Erst ganz zum Ende hin trafen Lara Heumann und Josefine Haver und ließen das Ergebnis freundlicher ausschauen. Bei den vorzeitig als Meister feststehenden Damen aus Niederwenigern hoffen Trainer und Team, dass der Gegner schon kräftig gefeiert hat und so vielleicht zu überraschen ist.

RSC Essen gegen SC Werden-Heidhausen II 2:5
Der bereits dem Abstieg geweihte RSC Essen hatte den Löwentalern wenig entgegen zu setzen. Die SC-Reserve hatte die beiden A-Jugendliche Pascal Reinhold und Jan Schlipköther an Bord, die ihre Sache gut machten. Mit einem Doppelschlag konnte Robert Schulz die Richtung vorgeben, auch der Anschlusstreffer kurz vor dem Seitenwechsel bremste die Werdener kein bisschen. Florian Beckmannshagen und Joker Tobias Butgereit mit einem Doppelpack sorgten für ein halbwegs standesgemäßes Resultat, der SC versemmelte noch unzählige Chancen. Der zweite Treffer der Hausherren mit dem Schlusspfiff ärgerte keinen mehr. Daheim gegen die Reserve von Blau Gelb Überruhr soll eine ansprechende Saison positiv ausklingen.

So rollts Leder

Freitag, 26. Mai:
19.30 Uhr: SC Werden-Heidhausen III gegen Sportfreunde 07 II, Löwental.

Sonntag, 28. Mai:
12.30 Uhr: SF Niederwenigern gegen SC Werden-Heidhausen Damen, Burgaltendorfer Straße.
13 Uhr: SC Werden-Heidhausen II gegen BG Überruhr II, Löwental.
15 Uhr: SC Werden-Heidhausen I gegen BG Überruhr, Löwental.
15 Uhr: Fortuna Bredeney gegen SG Werden 80, Meisenburg.
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