Zurück in die Zukunft?

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Der vorerst letzte Auftritt der SG Werden 80 war im Löwental unterm Hallendach. Foto: Archiv

Die SG Werden 80 gibt das Unternehmen Kreisliga B auf, will aber am Ball bleiben

Endlich geht es wieder um Tore, Punkte und Meisterschaft. Am 18. Februar starten die Kreisligen. Allerdings mit einer Mannschaft weniger: Die SG Werden 80 hat ihre Team vom laufenden Spielbetrieb zurückgezogen.

In einer Hinrunde mit Schrecken sammelte die SG Niederlagen, schoss zwar acht Tore, fing sich aber auch 166 Gegentreffer. Achtmal zweistellig verloren, da hilft nur noch Galgenhumor: „Liebe Werdenerinnen und Werdener, wie sie vermutlich aus dem Kicker, 11-Freunde, dem Corriere dello Sport oder der Sport Bild erfahren haben, hat sich die erste und einzige Mannschaft der SG Werden 80 aufgelöst und sich vom Spielbetrieb der Kreisliga B abgemeldet.“

Aufbau einer neuen Mannschaft

Einen Hoffnungsschimmer gibt es. Die 80er versuchen es wie einst Marty McFly mit einem Schriitt zurück in die Zukunft: „Diese wahrlich traurige Nachricht ist aber ihre Chance, denn nun haben Sie die Möglichkeit ihren Traum wahr zu machen, ein bewunderter und allseits geachteter lokaler Fußballstar zu werden. Denn wir suchen zum Aufbau einer neuen Mannschaft (talentierte) Spieler ab 18 Jahren. Darüber hinaus besteht aktuell die Möglichkeit jeden Mittwoch und Freitag, von 19.30 bis 21 Uhr im Löwental ‚just for fun‘ vor den Ball zu treten und dabei nicht Druck des Ligabetriebs im Rücken zu haben. Wer Interesse hat, kann sich im Vorfeld unter info@sg-werden80.de bei uns melden, damit wir einen Überblick haben, wie viele Leute kommen.“ Eingeladen sei jeder, der wisse, dass der Ball rund ist und man nicht reinbeißen darf: „Natürlich kann man sich auch ohne fußballerisches Talent bei uns melden. Wir haben noch unzählige unbesetzte und gesellschaftlich Anerkannte ehrenamtliche Positionen zu vergeben, wie zum Beispiel Ehrenamtsbeauftragter, Schiedsrichter und Ordner.“
Das zumindest vorläufige Aus für den Lokalrivalen sorgte beim großen Nachbarn keineswegs für Schadenfreude, sagt SC-Vorsitzender Hans-Jürgen Koch: „Das tut mir leid für Peter Büker und sein Team. Die Zusammenarbeit habe doch mit nur wenigen Ausnahmen seit Jahren bestens geklappt: „Wir haben im Löwental eine gute Kultur des Miteinanders geschaffen. Wir können uns bestimmt nicht freuen über solche große Personalprobleme unserer Freunde. Im Gegenteil, man leidet sogar ein bisschen mit.“
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