Technisch kreativ

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Mit Begeisterung erforschen die Schüler im MINT-Bereich spannende Sachverhalte.Foto: Bangert

Das Gymnasium kooperiert jetzt mit GFOS. Der Mint-Bereich erhält 10 000 Euro

Ob Styroporschneidemaschine oder Kaffeewurfmaschine bis hin zum Windelsensor. In der Physik-AG des Gymnasiums Werden werden etliche kreative und auch praktische Ideen umgesetzt.

Von Isabel Nosbers

Mit gemeinsamen, geballten Wissen werden hier jeden Mittwochnachmittag gemeinsam mit Physik und Philosophielehrer Andreas Busse neue physikalische Erfindungen ins Leben gerufen.
Für die Anschaffung des Materials ist der Lehrer bislang stets in Vorkasse getreten, „wenn wir etwas benötigen, wie beispielsweise eine Platine oder ähnliches, dann brauchen wir das zeitnah und möchten nicht Monate darauf warten, dass ein Antrag genehmigt wird“, das wird ab sofort ändern. Denn die GFOS, ein Essener Softwareentwicklungsunternehmen hat beschlossen, der Schule eine Kooperation anzubieten. Damit verbunden ein Scheck in Höhe von 10.000 Euro.
„Wir vergeben jedes Jahr einen Innovationsaward. Wir stellen Schülern dann eine bestimmte Programmieraufgabe und da hat das Gymnasium mit Erfolg teilgenommen,“ weiß Pressesprecherin Miriam Czepluch-Staats. Doch nicht nur das ist der Grund, weshalb das Unternehmen die Schule künftig gerne im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) unterstützen möchte. Geschäftsführer Burkhard Röhrig erklärt: „wir arbeiten natürlich auch noch mit anderen Schulen zusammen, das Engagement vom Werdener Gymnasium im MINT-Bereich hat uns einfach überzeugt, auch hier eine Kooperation anzubieten.“ Das Unternehmen möchte nicht nur Geld für die Realisierung der Projekte zur Verfügung stellen, „wir möchten auch inhaltlich unterstützen und bieten Praktikaplätze an und haben auch ein Programmiercamp. Zudem halten wir uns natürlich auch auf dem Laufenden, was in der Schule alles so passiert“, so die Pressesprecherin. Einen ganz persönlichen Grund zur Freude, dass nun das Gymnasium Werden Kooperationspartner ist, hat Burkhard Röhrig, denn er war ehemals selbst hier Schüler. „Vielleicht können wir hier ja auch den einen oder anderen für unser Unternehmen begeistern“, wünscht er sich. Die Kooperation soll sich nicht nur auf das eine Jahr beschränken, sondern dauerhaft Bestand haben.

Das freut auch die Schüler und Ehemaligen, die zur Scheckübergabe zusammen gekommen sind, um zu zeigen, was sie bereits alles entwickelt haben. Von einem Rauch-, Hitze-, und Gasmelder, der direkt angibt, in welchem Raum sich der Brand entwickelt hat und die Daten aufs Smartphone schickt, über einen Windelsensor, der derzeit so weiter entwickelt wird, dass computergestützte Programme anzeigen, wann wie viel Inhalt in welcher Windel landet. „Ein System, dass gerade für Kindergärten oder auch Seniorenheime interessant ist“, freut sich Busse, dessen eigene Tochter Ideengeberin und auch erste Testerin des Sensors war. „Es ist natürlich klasse, wenn man jetzt das Geld für Material hat, beispielsweise könnten wir nun einen 3D-Drucker anschaffen, da müsste man nicht mühsam Zeit für das Bauen kleiner Verbindungselemente verbrauchen“, sagt Natalie (20), die ihre Leidenschaft zur Technik erst in der AG entdeckte.
„Es ist schon lustig, wenn man seine Projekte von vor drei Jahren sieht und denkt sich „oh mein Gott, was habe ich da gemacht“, sagt Urban (28), der derzeit Elektrotechnik studiert. „Man entwickelt seine Kenntnisse und Fertigkeiten ja auch weiter und auch die Technik bietet immer mehr Möglichkeiten“. Auf das, was die Schüler in ihrer Physik-AG bislang geleistet haben, können Sie mit Fug und Recht stolz sein. Die Prämierungen bei Jugend forscht geben ihrer technischen Kreativität immer wieder Recht. Und nicht nur das, „Beim Windelhersteller Procter & Gamble fand man unsere Idee ganz toll und möchte sie gerne umsetzen.“ Neue Ideen sind „immer in der Pipeline“, sagt der Lehrer und die Kids lächeln schon wissend. Verraten wird das aber natürlich noch nicht.
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